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Ein 1. Mai vor den Kämpfen

Von WOLFGANG HÜBNER | Der diesjährige Maifeiertag war früher einmal der internationale Kampftag der Arbeiterklasse. Zwar wird es heute die üblichen DGB-Reden mit allerlei Warnungen vor weiteren Verschlechterungen für abhängig Beschäftigte und Rentner geben. Und die Medien werden pflichtschuldig darüber berichten. Auch einige Krawalle aus den Antifa-Hochburgen Berlin und Leipzig dürften zu vermelden sein. Doch sonderlich aufregend ist das mal wieder nicht. Nur der Ausflugsverkehr könnte wegen der drei aufeinanderfolgenden freien Tage für einige Turbulenzen mit Unfallopfern sorgen.

Von Klassenkampf am 1. Mai also keine Spur? Das kann nur glauben, wer die reale politische und gesellschaftlich-ökonomische Entwicklung hierzulande durch den Filter der weitgehend gleichgeschalteten Systemmedien verzerrt wahrnimmt. Denn es wird sogar ganz eifrig Klassenkampf betrieben! Allerdings nicht von unten, also von den arbeitenden, manchmal sogar noch wertschöpfenden Menschen, nicht von den Klein- und Normalrentnern, erst recht nicht von denjenigen, die mit Transferleistungen ruhiggestellt sind.

Der Klassenkampf unserer Zeit wird vielmehr sehr intensiv von oben geführt. Denn die vermögenden und herrschenden Schichten in Deutschland haben längst erkannt, dass ohne Wachstum und mit einer politisch zum Niedergang verurteilten Wirtschaft die unteren Schichten härter herangenommen werden müssen, sollen die eigenen Privilegien erhalten bleiben. In der dafür nützlichsten Regierungsform, also „UnsererDemokratie“ des totalen Parteienstaats, betreiben deren Hauptprofiteure natürlich keinen offenen Klassenkampf, sondern setzen zum Beispiel Kommissionen ein.

Weder in der Kommission für „Gesundheitsreform“ noch in der für „Rentenreform“ ist meines Wissens auch nur ein einziges Mitglied, das von den Resultaten dieser „Reformen“ negativ betroffen sein wird. Und diejenigen, die militärische Aufrüstung betreiben und das Land kriegsfähig machen wollen, haben bereits Aktienpakete von Rheinstahl und Drohnenherstellern erworben. Militarisierung, das ist nicht nur in Deutschland so, lohnt sich stets nur für die politischen und ökonomischen Profiteure, nie aber für die Massen des Volkes.

Unser Volk ist aktuell sehr frustriert über die Bundesregierung und einen Bundeskanzler, der nicht nur notorisch lügt, sondern sich auch noch als Jammerlappen geoutet hat. Doch die Frustration ist in der Regel passiv, auf die Straße drängt es deshalb bislang kaum einen. Dabei wird es allerdings selbst bei unseren schafsgeduldigen Landsleuten nicht bleiben.

Denn der sich verschärfende Klassenkampf von oben nähert sich rasch dem Punkt, an dem die Bekämpften entweder alles mit sich machen lassen oder sich zu wehren beginnen. Die Klassenkämpfer von oben rechnen mit letzterem. Auch und gerade deshalb wird der Propaganda – und Repressionsapparat perfektioniert. Der 1. Mai 2027 wird interessanter.


Wolfgang Hübner.
Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ legte 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Hübner ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar. Seine politische Biographie „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ ist im Engelsdorfer-Verlag, 226 Seiten, ISBN 978-3-69095-029-9, 24,80 Euro, erschienen.

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15 Kommentare

  1. Wikipedia…

    „In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der 1. Mai ab 1933 durch die Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag. Das Reichsgesetz vom 10. April 1933[8] benannte ihn als „Tag der nationalen Arbeit“. Am 2. Mai 1933 wurden die Gewerkschaften in Deutschland gleichgeschaltet, die Gewerkschaftshäuser gestürmt und die Vermögen beschlagnahmt.[9] Im Jahr 1934 wurde der 1. Mai durch das Gesetz über die Feiertage zu einem „nationalen Feiertag des deutschen Volkes“ erklärt“

  2. Wir Bolschewisten vom DGB werden uns das von denen da oben niemals zu gefallen zu gelassen tut! 🙂

  3. @gazhawat
    Die Linken (CDU/SPD/Grüne/SED) haben eine krankhafte Obsession mit dem NS. Auf allen Ebenen. Auch bei gewissen Daten. So wurden nicht nur der 1.Mai (NS) sondern auch der 20.4. (NS) für sich reklamiert (ist jetzt Kiffertag).
    Sie können sich scheinbar nicht vom „Führer“ emanzipieren.

  4. Der 1. Mai war früher ein normaler Arbeitstag und wurde von Adolf Hitler (!) zum Feiertag erklärt.
    Wer also am 1. Mai – in welcher Weise auch immer – politisch aktiv wird, ist ein NAZI; das gilt ganz besonders für die SPD (Sichere Pleite Deutschlands) und ihre militanten Ableger sowie für die Gewerkschaften, deren eigentliche Aufgabe es ist, Arbeitnehmerinteressen gegenüber Arbeitgebern zu vertreten, die aber keinerlei „politisches Mandat“ haben, dies aber für sich in Anspruch nehmen.

  5. Flüchtlingsrat fordert Abschaffung der Bezahlkarte für Asylbewerber
    Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hält die Bezahlkarte für Geflüchtete für diskriminierend – und fordert anlässlich des „Tags der Arbeit“ eine Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes. Die Bezahlkarte sei Symbolpolitik, mit der „rassistische Ressentiments bedient werden“.
    „Der 1. Mai ist der richtige Tag, um eine solidarische Gesellschaft einzufordern, in der Geflüchtete dieselben sozialen Rechte erhalten wie deutsche Staatsangehörige.“
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article69f46291ce673f8cd2abb06d/leistungsgesetz-fluechtlingsrat-fordert-abschaffung-der-bezahlkarte-fuer-asylbewerber.html
    ….und der „Flüchtlingsrat“ lass mich raten, besteht aus ehemaligen Flüchtlingen und dreimal darf man raten wessen Interessen dieser Verein vertritt?
    Vorsitzende: Claire Deery,
    Schriftführerin: Claire Deery,
    Kassenwart: Dündar Kelloglu,
    Beisitzerin: Anke Eblomassé,
    Beisitzer: Norbert Grehl-Schmidt,
    https://www.nds-fluerat.org/ueber-uns/der-fluechtlingsrat/

    Leben wir jetzt in einer „Räte-Republik“?

  6. Ein Fall von „Stutenbissigkeit“:
    Im Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 16-Jährigen in einem Berliner Jugendzentrum kommen weitere Vorwürfe ans Tageslicht. Eine Jugendamtsmitarbeiter*in soll eine Polizist*in für eine Intervention abgelehnt haben, weil sie zu „hart“ gegen Muslimen sei.
    https://www.focus.de/panorama/zu-hart-gegen-muslime-hat-jugendamt-polizistin-abgelehnt_a1b82343-fd9c-42f4-9a71-a04ea05c74da.html
    Inzwischen ermitteln das Landeskriminalamt und die Berliner Staatsanwaltschaft in dem Fall. Eine Kommission unabhängiger Experten, die sich Mitte April konstituierte, soll im Mai einen ersten Zwischenbericht über die Geschehnisse vorlegen.
    Ob Mai dieses Jahr gemeint ist?

  7. Mantis 1. Mai 2026 Beim 18:05
    Flüchtlingsrat fordert Abschaffung der Bezahlkarte für Asylbewerber
    Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hält die Bezahlkarte für Geflüchtete für diskriminierend – und fordert anlässlich des „Tags der Arbeit“ eine Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes. Die Bezahlkarte sei Symbolpolitik, mit der „rassistische Ressentiments bedient werden“.
    „Der 1. Mai ist der richtige Tag, um eine solidarische Gesellschaft einzufordern, in der Geflüchtete dieselben sozialen Rechte erhalten wie deutsche Staatsangehörige.“
    #############
    SOLIDARITÄT:
    • „mit“,
    • „für“,
    • „durch“
    • „gegen“ ???

    Von wegen! (geht es in den Graben)
    Der Begriff ist zu einem Linken Kampfbegriff verkommen, und jeder der sich dem verweigert, wird sofort nach rechts sortiert!

    Den Forderungen des Flüchtlingsvereins kann ICH NUR eiskalt ein unsolidarisches NO WAY entgegnen!
    Solidarität war mal eine FREIWILLIGE Bereitschaft, etwas zu opfern – ohne Gegenleistung zu fordern.
    Sie hat sich weit von der Form eines Appell entfernt; sie wurde zum Diktat für linke Organisationen um mit dessen Hilfe Ziele zu formulieren und umzusetzen!

    Solidarisiert sich irgendjemand für die Probleme der deutschen Bevölkerung?
    Ach nee nä, ist ja auch nicht die Aufgabe dieses F*ckvereins…

  8. Steht Berlin noch oder haben es heute
    Antifa, Migrantifa, „Palästinenser“, Türken,
    Kurden, Syrer, Afghanen, Somalier, Eritreer,
    Nigerianer, Gambier usw. zerstört?

  9. 01.05.2026, 21:47 Uhr
    Live-Blog zum 1. Mai
    Streamer bei „Revolutionärer 1. Mai“-Demo
    attackiert ++ Pyros brennen

    Im Fokus steht ab 18 Uhr die Demonstration „Revolutionärer 1. Mai“ von linken und linksradikalen Gruppen. Sie soll vom Oranienplatz in Kreuzberg zur Sonnenallee in Neukölln und wieder zurück zum Südstern in Kreuzberg führen. Erwartet werden bis zu 20.000 Demonstranten. 5300 Polizisten aus mehreren Bundesländern sind im Einsatz.

    21.52 Uhr: Die Demo steht immer noch. Warum, darüber ist man sich uneinig. Laut Polizei ist die Demo zu sehr auseinandergezogen. Die Demoteilnehmer selbst, sprechen davon, dass der propalästinensische Block angegriffen wurde.

    21.09 Uhr: An der Spitze der Demo filmt ein rechts-nationaler Kampfsport-Streamer die Teilnehmer. Als ihn einer mit einer Flüssigkeit aus seiner Flasche übergießt, stürmt der Streamer auf ihn zu, tritt ihm die Beine weg. Ein Polizist versucht zu schlichten. Die Szene scheint geklärt. Doch dann entwickelt sich der Tumult weiter. Die Polizei geht robust dazwischen.
    https://x.com/Reporter_Flash/status/2050294200394977571

    https://www.bz-berlin.de/berlin/jetzt-revolutionaerer-1-mai-demo-im-fokus-der-polizei

  10. Was fällt der Stuttgarter Zeitung
    zum 1. Mai ein?

    Zahlen der Bundesländer: Rechts motivierte
    Gewalt erreicht höchsten Stand seit 2016
    01.05.2026 – 04:20 Uhr
    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zahlen-der-bundeslaender-rechts-motivierte-gewalt-erreicht-hoechsten-stand-seit-2016.c8e4c3d9-4da7-444c-b851-24b912d37701.html

    Demonstrationen im Kessel Proteste
    zum 1. Mai in Stuttgart bleiben friedlich

    2024 kam es bei einer Demonstration zum 1. Mai in Stuttgart zu Krawallen. In diesem Jahr gibt es keine größeren Störungen, so die Polizei.
    https://www.stuttgarter-zeitung.de/stuttgart

  11. OT (aus dem Höcke-Blog)

    Verwirrter 1. Mai 2026 Beim 14:00

    Nur in einem Punkt stimme ich nicht mit Höcke überein, man kann Leute ausbürgern, die Aberkennung der Staatsbürgerschaft von Fremden ist keine heilige Kuh. Die Dominikanische Republik hat seit 2009 Hunderttausende ausgebürgert. Man muss nur internationalen Schreihalsorganisationen ignorieren und sich wie ein souveräner Staat verhalten.
    ——————————————————————————————

    Na ja, ich will mal so sagen: Wenn sich sich herausstellt, dass bei diesen Einbürgerungen doch nicht so alles 100 Prozent exakt abgelaufen ist, irgendwelche Formfehler oder dergleichen kann es immer geben… Du weisst wie die juristischen Mühlen mahlen können, dann muss der Fall unter Umständen nochmal komplett neu aufgerollt und neu entschieden werden…
    Und wenn die falschen Leute so ein Gezeter darum machen, dann gilt es so eine „heilige Kuh“ erst recht zu schlachten. Es kann nicht darum gehen irgendwelche Dogmen zu befolgen

  12. Der DGB trommelt für „mehr Rüstung“, gegen Russland und gegen die deutschen Automobilindustrie (Dieselverboten, Verbrenner-Aus)

    Außerdem waren sie beim Versuch der Errichtung einer Corona-Diktatur auf Seiten des Regimes

    Dann mischt sich Der DGB in Parteipolitik ein und unterstützt die Verfolgung der Opposition (AfD)

    Bei der Abwicklung der Deutschland AG sind sie auf der Seite der Heuschrecken (zb Mannesmann)

    Auf solche Arbeiterverräter kann ich verzichten

  13. Kevin Dorow in „Freilich“ plädiert für eine Abschaffung des 1.Mai

    https://www.freilich-magazin.com/politik/der-erste-mai-ein-vernachlaessigtes-erbe

    Er argumentiert, dass es sich beim 1.Mai um eine hohle und formale Hülle handelt, bei dem Schaufensterscheiben zerstört und Polizisten verletzt werden

    Er plädiert dafür, den ersten Mai durch den 17. Juni ersetzt werden sollte.
    Weil es damals wirklich um den Arbeiter ging
    Und nicht um Leute, welche gar nicht arbeiten (Schwarzer Block)

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