Von RAINER K. KÄMPF | In Zeiten von Krisen hat es sich von jeher erwiesen, ob ein Volk die Kraft, die Schwarmintelligenz und den unabdingbaren Willen aufbringen und umsetzen kann, die Krise zu meistern und das Steuer herumzureißen.
Nicht selten treten in solchen Phasen Personen und Persönlichkeiten auf den Plan, die sich weitblickend an die Spitze setzen, die Menschen einen und auf deren Weg führen. Es sind Geburtsstunden mächtiger Volksbewegungen, die in ihrer Zielstrebigkeit kaum aufzuhalten sind.
In diesem Jahr nun, wie in jedem auch zuvor, schickten sich sogenannte Arbeitervertreter an, am 1. Mai ein Zeichen setzen zu wollen. Systemimmanent rekrutieren sich diese aus den Gewerkschaften, die im Deutschen Gewerkschaftsbund vereint sind und somit per Dekret allesamt als Vorfeldorganisationen der Systemparteien ausgemacht werden müssen.
Organisationen also, die willfährig und willig aktiv daran teilhaben, die einst mächtige Volkswirtschaft der Bundesrepublik zu schrotten. Gelinde gesagt wirken solcherart inszenierte Aufführungen mehr als gestelzt und die Glaubwürdigkeit, die vermittelt werden soll, bleibt naturgemäß auf der Strecke.
Gleichwohl wird natürlich versucht, an Traditionen anzuknüpfen, und das Establishment scheint auf die grandiose Idee zu kommen, einen neuen Arbeiterführer zu kreieren. Im Zeichen der Zeit natürlich eine Arbeiterführerin, die mit ihrem natürlichen Charme die restverbleibende schaffende Masse einen und führen soll. Sie will das sicher auch.
Wir wären nicht im einzigartigsten Deutschland aller Zeiten, orientierte sich das Casting nicht am dominierenden intellektuellen Zustand der Republik, in der nicht nur die Bananen immer teurer werden.
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.


