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Wo die Hessen-AfD gar nicht alternativ ist

Von WOLFGANG HÜBNER | Die 63-jährige Christin Thüne ist eine tapfere Frau. Tapferkeit und Mut sind in der hessischen Großstadt Offenbach, unmittelbar benachbart zur Finanzmetropole Frankfurt, auch notwendig. Denn AfD-Kommunalpolitikerin in einem multikulturellen und klassisch roten Pflaster wie Offenbach zu sein und sich dort politisch zu behaupten, erfordert solche Tugenden.

Nicht weniger als acht mal ist Thüne bislang das Auto beschädigt worden. Es wurden Scheiben eingeschlagen, Lack zerkratzt und Reifen platt gestochen. Außerdem wurde einmal Buttersäure in die Lüftungsschlitze geschüttet. Teils liegen Bekennerschreiben der „Antifa“ im typischen zynischen Szene-Jargon auf einschlägigen Plattformen wie „indymedia“ vor („Nazis müssen laufen“). Für die Linken ist die örtliche AfD-Vorsitzende und Stadtverordnete ebenso ein Ärgernis wie offenbar leider auch ihrer eigenen Partei, genauer: dem hessischen AfD-Landesvorstand.

Vordergründig geht es bei dem derzeitigen Streit zwischen dem Landesvorstand der zweitstärksten hessischen Partei und Thüne um die Aufstellung einer Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 15. März 2026. Diese Aufstellung war nach monatelangen Querelen immer noch nicht geschehen, als der Landesvorstand in einer Nacht- und Nebelaktion selbst einen „Notvorstand“ einsetzte, der am 30. Dezember kurzfristig zu einer Mitgliederversammlung am 3. Januar 2026 einlud.

In der Nacht zum 3. Januar aber wurden Thüne und 19 als ihre Unterstützer eingeordneten AfD-Mitgliedern per E-Mail „mit sofortiger Wirkung“ die Ausübung der Mitgliederrechte sowie auch Parteiämter und die Kandidatur für die Kommunalwahl untersagt. Den 19 Mitgliedern, denen über Nacht die Mitgliedsrechte entzogen wurden, wurde gleichzeitig das aktive und das passive Wahlrecht aberkannt.

Alle erhalten derzeit offenbar noch ein Parteiausschlussverfahren. Offizieller Beweggrund dieser grob demokratiewidrigen Maßnahme sind Vorwürfe des Landesvorstands, Thüne habe Parteifinanzen für private Zwecke missbraucht. Das wird von der Beschuldigten entschieden bestritten. Ob die Vorwürfe belegt werden können, ist bislang unklar, aber auch sehr ungewiss.

Tatsache ist allerdings, dass Thüne 2020 schon einmal ins Fadenkreuz des Landesvorstands unter dem Co-Vorsitzenden Robert Lambrou geriet. Sie wurde damals wegen angeblich rechtsextremer Äußerungen aus der Partei ausgeschlossen, klagte sich aber erfolgreich in die Mitgliedschaft zurück. Dabei ging es nicht zuletzt um Thünes Einladung des thüringischen Vorsitzenden Björn Höcke zu einem Auftritt.

Und im vergangenen Jahr gewann Thüne das zweite, seitens Lambrou angestoßene, Parteiausschlussverfahren vor dem Bundesschiedsgericht, das feststellte, dass der Landesvorstand im Verfahren getäuscht habe. Auch jetzt ist die Offenbacherin optimistisch, sich notfalls juristisch durchzusetzen. Die Aussichten sind laut ihrer Anwältin, einer AfD-Kommunalpolitikerin aus Baden-Württemberg, sehr gut.

Außenstehenden erscheint das Verhalten des Landesvorstands befremdlich, zumal er wegen der Anmeldungsfristen riskiert hat, dass in Offenbach niemand die AfD wählen kann, weil es keine gültige Liste gibt. Der profillose Parteibürokrat Lambrou, ehemals SPD, ist ein hartnäckiger Feind von Thüne.

Sein aktueller Versuch, sie politisch mit mehr als fragwürdigen Methoden endgültig auszuschalten, schadet allerdings nicht nur der hessischen, sondern der gesamten AfD. Denn derartiger parteiinterner Umgang miteinander ist kein Vorbild und alles andere als „alternativ“ zu den Methoden der Kartellparteien.


Wolfgang Hübner.
Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ legte 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Hübner ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar. Seine politische Biographie „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ ist im Engelsdorfer-Verlag, 226 Seiten, ISBN 978-3-69095-029-9, 24,80 Euro, erschienen.

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17 Kommentare

  1. Es ist gut, dass die selbstgerechten Lambrous, die es auf AfD-Landesebene nicht nur in Hessen gibt, im Bundesvorstand schlechte Karten haben. Deren Zeit als Gottkönige der Provinz scheint ohnehin abgelaufen. Lambrou und andere Selbstdarsteller sollten wissen, wann es zu Ende ist.

    Mutigen Kämpferinnen, wie Frau Thüne, der es um die Sache und nicht um ihren Status geht, gehört die Zukunft in der AfD.

  2. AfD-Politikerin in der Löwengrube Offenbach/Dietzenbach/Rodgau? Das ist was für ganz Harte!
    Vor Jahren sollte ich dort mal ein paar Wochen arbeiten, Bin aber schnell wieder weggefahren als fast einziger Deutscher dort und habe lieber bei einem Kumpel im Hochtaunus auf der Gästecouch gepennt als im Hotel dort trotz längerer Anreise zur Arbeit.

  3. Sieht so aus, als ob es sich bei Lombrou um ein SPD-U-Boot handelt, das sich in die AfD eingeschlichen hat.
    Deshalb wünsche ich Frau Thüne viel Glück.

  4. Ich persönlich wünsche mir, dass es bei der AfD wenig Verschleiß durch Eitelkeiten und Nebenkriegsschauplätze gibt!

    Die AfD steht für Remigration und für die Rettung Deutschlands mit Freiheit und Wohlstand!

    Und sonst gar nichts!

  5. Das Sabotieren der Kommunalwahl und die mehrfachen ungerechtfertigten Attacken gegen Frau Thüne und andere Mitglieder deuten stark darauf hin, dass Lambrou ein SPD-U-Boot ist.

    Und ich dachte, Ex-Mitglieder extremistischer Parteien und Gruppierungen würden in der AfD keine Aufnahme finden oder möchte jemand ernsthaft behaupren, die SPD wäre keine extrem linke Partei?

  6. Im LV BaWü ist es ähnlich. Da wurde die hochverdiente Christina Baum vor der letzten BTW mit unlauteren Methoden auf einen aussichtslosen Listenplatz „gewählt“. Zum Glück holte sie im KV Harz das Direktmandat, was dann besonders erfreulich war.

    Leider gibt es immer noch viele U-Boote und Zersetzer in der AfD, bis hin in den BuVo. Wer da gemeint ist, kann man sich wahrscheinlich denken. Ich möchte den Namen nicht nochmal wiederholen. Nur soviel: Diese Person holte bei der BTW in ihrem Wahlkreis lediglich 20% und unterlag damit dem „CdU“-Kandidaten.

  7. Personen kommen und gehen!

    Aber die AfD bleibt bestehen!

    Sie hält weder Ochs noch Esel auf!

    Weitermachen! 🙂

  8. Und bei der AfD in Hessen hat noch niemand gemerkt, dass Robert Lambrou seiner Partei Schaden verursacht? Die Alternativen Medien müssen da Druck aufbauen, dass dort aufgeräumt wird. Bei solchen Parteimitglieder braucht man keine Feinde …

  9. Ich verstehe das einfach nicht, dass solche zwielichte
    Personen, wie dieser Lambrou in einen Landesvorstand der AFD
    vordringen können. Ein ehemaliger SPD-Faschist, käme schon mal
    gar nicht in Frage !
    Es gibt in Hessen, bestimmt tausende von AFD-Patrioten, die mit den
    sozialen Faschisten auf Kriegspfad sind, warum wird dann einer in
    den Landesvorstand gewählt, den den Geruch eines Unterseebootes anhaftet ?
    Solche Landesvorstände müssen sofort entfernt werden, die schon wegen einer
    Einladung des Mannes, der die Seele ihrer eigenen Partei bedeutet,
    faschistische Maßnahmen ergreifen, ….. so ein Wahnsinn !
    Da können wir ja gleich wieder die Verbrecher-Parteien wählen !

  10. Ansgar.Zivko 10. Januar 2026 Beim 15:26
    Und bei der AfD in Hessen hat noch niemand gemerkt, dass Robert Lambrou seiner Partei Schaden verursacht? Die Alternativen Medien müssen da Druck aufbauen, dass dort aufgeräumt wird. Bei solchen Parteimitglieder braucht man keine Feinde …

    Genau!!!?

  11. Die AfD muss dringend ihre Unvereinbarkeitsliste mal überarbeiten. Die SPD gehört auf alle Fälle mit rauf. Linke Matschbirnen sind unheilbar, ab 40 ist das chronisch.

  12. Offensichtlich vom „Verfassungsschutz“ unterwandert. Das Ganze sieht mir zu sehr nach Zersetzung aus. Und solche Leute wollen denen im Osten, die zu 40 % Prozent in den Umfragen aufweisen, die Welt erklären? Ich lach‘ mich schlapp. Scheißt die Zersetzer endlich hinaus.

  13. Die SPD wirkt in den Schädeln nach

    Eine gemeingefährliche Psychosekte mit Alleinvertretungsvorstellungen auf Arbeiterkosten.

  14. Sie sollen endlich aufhören mit dem EU- Geschwurbel und auch klipp und klar sagen, dass sie keine Koalitionen eingehen werden.
    Das würde sie insgesamt noch stärker machen.
    Im Übrigen wäre eine Koalition mit einer der Kartellparteien für mich ein Grund, sie nicht mehr zu wählen.

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