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Freitag, April 17, 2026
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StartAfDZaum und Jacobi kandidieren als Doppelspitze für AfD-NRW

Zaum und Jacobi kandidieren als Doppelspitze für AfD-NRW

Beim mitgliederstärksten Landesverband der AfD, Nordrhein-Westfalen, tut sich was: Die Bundestagsabgeordneten Christian Zaum (56) und Fabian Jacobi (52) wollen beim Landesparteitag am 7. und 8. März gegen Noch-Landeschef Martin Vincentz als gemeinsame Doppelspitze antreten. Gibt es einen „Rechtsruck in der NRW-AfD“, wie die Medien schon prognostizieren? PI-NEWS hat sich darüber mit dem ehemaligen Burschenschafter und Gymnasiallehrer Christian Zaum unterhalten.

PI-NEWS: Herr Zaum, Sie kandidieren beim nächsten AfD-NRW-Landesparteitag in Marl zusammen mit Ihrem Kölner Bundestagskollegen Fabian Jacobi als Doppelspitze Ihrer Partei. Wie kam es zu dieser Konstellation?

ZAUM: Fabian Jacobi und ich arbeiten seit Jahren vertrauensvoll zusammen. Wir beide wissen um die großen Herausforderungen und Anstrengungen, derer es bedarf, um unseren Landesverband wieder in die Erfolgsspur zu führen.

Wie schätzen Sie Ihre Erfolgsaussichten ein, gewählt zu werden?

Die AfD in NRW muss sich erneuern. Viele Parteifreunde haben Fabian Jacobi und mich gebeten, zum kommenden Parteitag Verantwortung zu übernehmen. Diese Aufgabe nehmen wir an. Ich bin mir sicher: Wir werden gewinnen!

Was wollen Sie, wenn Sie gewählt werden, anders machen als der jetzige AfD-NRW-Vorsitzende Martin Vincentz?

Kommunikation und Organisation: Konflikte müssen durch wertschätzende Kommunikation möglichst vor ihrer Entstehung gelöst werden. Organisatorisch muss ein Landesverband vor allem ein professioneller Dienstleister für die Ehrenamtler vor Ort sein. In unserem Landesverband überschatten interne Konflikte die politische Arbeit. Gemeinsam mit Fabian Jacobi und unserem Team werden wir den Landesverband wieder einen und für einen kollegialen Umgang aller Strömungen innerhalb der Partei sorgen. Unsere tausenden ehrenamtlichen Funktionäre und kommunalen Mandatsträger bilden das Rückgrat unserer Partei – ihnen fühle ich mich verpflichtet.

Der NRW-Landesverband gilt bislang als gemäßigt und „anpassungsfähig“ an die CDU. Wie ist da Ihre politische Marschrichtung: Gehört auch in NRW ein grober Keil auf einen groben Klotz?

Die Wüst-CDU steht in NRW laut aktueller Umfragen bei etwa 35 Prozent. Hendrik Wüst, der die AfD noch 2023 als „Nazi-Partei“ bezeichnete, kann für uns aber kein politischer Partner sein. Ich sage es daher ganz deutlich: Die CDU ist in NRW unser politischer Hauptgegner. In Verhandlungen über Koalitionen darf die AfD daher nur aus einer Position der Stärke und nach einer Grunderneuerung der CDU treten.

Es gab in der AfD-NRW zuletzt große innerparteiliche Unruhen. Wie wollen Sie diese künftig abstellen?

In der AfD müssen alle Strömungen leben können. Wir profitieren von einem innerparteilichen Meinungspluralismus. Wir dürfen hart in der Sache streiten, am Ende müssen wir jedoch immer zusammenstehen, wenn wir Volkspartei sein wollen. Die Unkultur, sich von Parteifreunden zu distanzieren, muss aufhören. Den Kampf gegen Rechts lehnen wir ab, insofern sollten wir ihn auch nicht innerhalb der AfD fortsetzen. Dazu gehört aber auch klare Kante gegen Vetternwirtschaft oder Examensfälscher, die unsere fleißigen Mitglieder diskreditieren.

Werden Sie als Vorsitzender den vom Landesschiedsgericht beschlossenen Parteiausschluss des Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich zurücknehmen?

Wie ich bereits skizzierte, müssen in der AfD alle Strömungen leben können. Dazu gehören klassische Liberale wie Sven Tritschler, mutige Populisten wie Enxhi Seli-Zacharias und natürlich auch Rechte wie Matthias Helferich. Die Unkultur von willkürlichen Parteiausschlüssen im Landesverband werden wir beenden.

Vor kurzem wurde der NRW-Landesverband der „Generation Deutschland“ gegründet. Wie ist Ihr persönlicher Eindruck von dem neu gewählten NRW-Vorstand und wie sollte sich die Parteijugend künftig in der Landes-AfD engagieren?

Ich selbst war schon Fördermitglied der Jungen Alternative, daher ist es für mich selbstverständlich, nun auch die Generation Deutschland zu unterstützen. Das Engagement unserer jungen Leute macht mich stolz und gibt mir Hoffnung für die Zukunft. Nur gemeinsam, Jung und Alt, können wir etwas verändern. Der Aussage von Martin Vincentz, unsere Parteijugend würde einem „Schwarzen Block von Rechts“ ähneln, schließe ich mich ausdrücklich nicht an. Ich wünsche daher Luca Hofrath und seinem Team viel Erfolg und verspreche: In mir habt ihr immer einen Fürsprecher.

Welche Rolle spielt die AfD-NRW für das Erscheinungsbild und den Erfolg der Gesamtpartei?

Der NRW-Landesverband der Alternative für Deutschland ist der mitgliederstärkste Landesverband im bevölkerungsreichsten Bundesland. Alleine daher hat der Landesverband NRW immer eine große Strahlkraft innerhalb und außerhalb der Partei. Ohne NRW sind keine bundesweiten Wahlen zu gewinnen. Derzeit liegt NRW im Ländertrend leider weit hinten. Dies werden wir zur kommenden Landtagswahl ändern und mit einem starken Team in den Landtag einziehen.

Haben Sie Befürchtungen, dass die Verfassungsschutzbehörden, wie angekündigt, sich in die Vorstandswahlen einmischen werden, um einen V-Mann in den Vorstand des NRW-Landesverbandes oder sein Umfeld einzuschleusen? Falls ja, welche Vorsichtsmaßnahmen werden Sie ergreifen?

Es liegt nun an den Delegierten, aber auch am neugewählten Vorstand, sich gegen staatliche Einflüsse zu wehren und sogenannte V-Personen schnell zu erkennen und zu delegitimieren. Schon bei anderen Rechtsparteien wie den Republikanern war der Landesverband NRW staatlicher Einflussnahme ausgesetzt. Die Gefahr besteht also. Ich vertraue dort aber auch auf unsere Mitgliedschaft, die sich stets gegen Angriffe von innen und außen gewehrt hat.

Der thüringische AfD-Fraktions- und Landesvorsitzende Björn Höcke war am Sonntag und Montag zu Gast in NRW. Was kann die AfD-NRW von Höcke und der Geschlossenheit des thüringischen Landesverbands lernen?

Es braucht einen grundsätzlichen Kurs. Klare Positionen, keine Anbiederung an die Altparteien, klare Kante in der Frage der Migrationspolitik, ein deutliches Bekenntnis zu Volk und Nation und Lösungen für den Wirtschaftsstandort NRW. Immer nah am Bürger, nicht im Berliner oder Düsseldorfer Elfenbeinturm.

Vielen Dank für das Interview, Herr Zaum.

Sehr gerne.

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7 Kommentare

  1. …dabei hatte ich gehofft, daß
    erzrechte Russenhasser abgesägt
    werden, jetzt will die AfD-NRW sie
    auch noch umarmen, z.B.
    den Massenmörder Tim Schramm
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article69287cb56f6da91d77965eeb/tim-schramm-wegen-treffen-mit-rechtsextremist-nrw-afd-entzieht-ukraine-kaempfer-erneut-mitgliedsrechte.html
    …und Nazi Lucassen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdiger_Lucassen
    Massenmörder u. Nazis müssen
    in keiner Partei abgebildet werden.

  2. WIR HABEN ES JA!
    +https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/lng-terminal-mukran-liefert-erstmals-gas-in-die-ukraine,lng-168.html

    bild.de › Politik › Inland
    vor 4 Stunden — Die Ukraine bekommt ab jetzt Gas aus dem deutschen Flüssiggas-Terminal Mukran auf der Insel Rügen – gegen den Kälte-Terror Russlands…
    https://www.bild.de/politik/inland/per-pipeline-aus-ruegen-wir-schicken-der-ukraine-gas-gegen-putins-kaelte-terror-699c7cdac1f940724fde09a5

    +https://www.stern.de/gesellschaft/regional/mecklenburg-vorpommern/neue-partnerschaft–lng-terminal-auf-ruegen-liefert-erstmals-gas-in-die-ukraine-37165266.html

    WIR NÄHREN NATTERN AN UNSERER BRUST!

    Nord-Stream-Wende: Putins Gas-Knoten hilft jetzt der Ukraine
    On 23. Februar 2026 2
    Über das LNG-Terminal von Deutsche ReGas in Mukran fließt US-Gas via Lubmin ins europäische Netz – und weiter nach Kiew.

    Bis heute ist die angebliche Gasmangellage im Winter 2026 ein bestimmendes Thema in sozialen Medien und bei rechten Nachrichtenportalen. Die Gasspeicher seien bedenklich leer, Deutschland stehe vor einem Versorgungsproblem, die Energiewende habe versagt. Die Forderung: Nur die Eröffnung der unzerstörten Nord-Stream-Pipeline und der Gasbezug von Putin könne das noch verhindern. Doch nun die Nord-Stream-Wende: Putins Gas-Knoten in Lubmin hilft jetzt der Ukraine…
    +https://www.cleanthinking.de/nord-stream-wende-putins-gas-knoten-ukraine/

  3. Ich bin wirklich froh, daß ich nicht im NRW lebe und dort nicht wählen muß, weil ich keinen der Beiden wählen könnte! Die erwecken in mir null vertrauen.
    Dagegen haben wir hier im Osten echte Männer, solche Politiker, die für uns einstechen, nicht irgendwelche Weltbürger und Globalisten mit mindestens 2-3 Pässe und 2-3 ausländischen Interessen-Lobbys hinter sich.

    Deswegen kommt die Partei im Osten gut an, weil sie hier EHRLICH und VERTRAUENSERWECKEND ist – nicht für die Bankster, für die Wähler!

  4. “ DUX 25. Februar 2026 Beim 08:55
    Ich bin wirklich froh, daß ich nicht im NRW lebe und dort nicht wählen muß, weil ich keinen der Beiden wählen könnte! Die erwecken in mir null vertrauen.
    Dagegen haben wir hier im Osten echte Männer, solche Politiker, die für uns einstechen, nicht irgendwelche Weltbürger und Globalisten mit mindestens 2-3 Pässe und 2-3 ausländischen Interessen-Lobbys hinter sich.“

    Was scheiben Sie da für einen Quark?
    Sie wissen nix, kennen keinen der Beiden, maßen sich aber Vermutungen und Urteile über sie an?
    Wie wäre es mal mit Gehirn einschaltenm bevor Sie solchen Blödsinn schreiben?

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