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Dienstag, April 28, 2026
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Mercosur und die Laufburschen des Kapitals

Von WOLFGANG HÜBNER | Das sogenannte Europaparlament ist eine ungeheuer teure, doch bestimmt keine ruhmreiche Institution. Immerhin hat es am Mittwoch mit der Abstimmung über das Mercosur-Abkommen zwischen der EU und südamerikanischen Staaten ein wichtiges Zeichen gesetzt: Das Industrie- und Finanzkapital ist mächtig, aber nicht allmächtig. Denn mit knapper Mehrheit wurde in Straßburg entschieden, das Abkommen vom Europäischen Gerichtshof prüfen zu lassen. Diese Entscheidung der Abgeordneten kann das Inkrafttreten um bis zu zwei Jahre verzögern, vielleicht sogar verhindern.

Nun sind dieselben, die lauthals die rauen neuen amerikanischen Methoden unter Präsident Donald Trump beklagen, in großer Aufregung und Wut. Kanzler Friedrich Merz, CSU-Chef Markus Söder und sein Parteifreund Manfred Weber, Fraktionsvorsitzender der EVP im Europaparlament, fordern als vorbildliche Musterdemokraten die Europäische Kommission auf, sich nicht um diese lästige Ratifizierung zu kümmern, sondern das Abkommen schon vorläufig anzuwenden.

Brüssel könnte das machen, würde aber das Europaparlament vor den Kopf stoßen und faktisch zur unverbindlichen Quasselbude erklären. Das wäre Ursula von der Leyen und ihrer Truppe auch durchaus zuzutrauen, gäbe es nicht die erbitterten Widerstände gegen das Abkommen aus Frankreich sowie anderen noch agrarisch geprägten Staaten. In Deutschland hat bekanntlich die Union die Landwirte im Griff, obwohl es auch unter ihnen oppositionelle Strömungen gibt. Doch hierzulande erhoffen sich Industrie und Handel neue profitable Geschäftsfelder in Südamerika. Das zählt mehr.

Die politischen Laufburschen dieser Kapitalfraktionen in CDU/CSU wissen, wem sie verpflichtet sind. Dafür haben sie sogar den Konflikt mit Paris nicht verhindert. Den viel wichtigeren Konflikt haben sie allerdings 2022 mit verheerenden Folgen für die deutsche Wirtschaft gescheut, als sie unter der hysterischen Parole „Zeitenwende“ die Russland-Sanktionen mit dem Verlust preiswerter Energielieferungen kritiklos mittrugen. Ihr jetziges Empörungsgeschrei über die Verzögerung von Mercosur ist insofern unglaubwürdig. Aber Demokratie ist fürs Kapital ohnehin nur erträglich, wenn dessen Interessen nicht gestört werden.

Eine Information: Ich lege eine zwei- bis dreiwöchige Schreibpause ein, damit der strapazierte Kopf sich mal wieder erholen kann. Das Geschehen in Deutschland und der Welt geht weiter, es gibt viele gute kritische Kommentatoren der Entwicklungen, machen Sie von deren Sachverstand reichlich Gebrauch!

Einstweilen herzliche Grüße von Wolfgang Hübner


Wolfgang Hübner.
Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ legte 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Hübner ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar. Seine politische Biographie „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ ist im Engelsdorfer-Verlag, 226 Seiten, ISBN 978-3-69095-029-9, 24,80 Euro, erschienen.

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15 Kommentare

  1. Merz liefert

    BlackRocks Agrarunternehmen werden durch das Mercosurabkommen gemästet, genau wie Rheinmetall&Co.

    Merz machts!

    Von der Leyen organisiert BlackRocks Wünsche auf EU Ebene!

  2. Die Europäer werden sich immer selbst auf die Füße treten.
    Gefangen und gefesselt in einem Labyrinth von umständlichen, komplizierten Regeln, Paragraphen und Ausnahmeregeln zieht die neue Welt an ihnen vorüber.

    Sie beschäftigen sich zu sehr mit ihren eigenen Fussfesseln wie Rassismus, mit Klimavisonen, mit Sanktionen und Bestrafungen der politisch Ungehorsamen.

    Der Zug des Lebens rauscht an ihnen vorbei!

  3. NTV

    Wer gegen illegale Einwanderung ist, der ist laut NTV ab gestern ein handfester Rassist,
    so wie Trump, der sich gegen die Einwanderungszuströme aussprach.

    Nie wird NTV etwas Positives über Trump zu berichten haben. Er könnte die Sterne vom Himmel holen dann wäre er für diese Leute kein Heiliger, sondern eine Sternendieb!
    Dann lieber Rassist!

    Bald wird auch die Rassismus-Anklage so abgedroschen sein wie die Nazikeule.
    Die Kriminalitätsraten sprechen für sich.

    https://www.n-tv.de/politik/Trumps-Rede-in-Davos-war-voller-Rassismus-id30269204.html?utm_source=firefox-newtab-de-de

  4. Die Aufschiebung des in 26 Jahren (!) augehandelten Mercorsur – Abkommen (war es nett an der Copacabana?) zeigt mal wieder wie zerstritten und uneinig „Europa“ ist. Interessanterweise haben wohl die EU-Grünen mit den Konservativen gegen das Abkommen gestimmt während die deutschen bzw. deutschfeindlichen Grünen dafür sind.

    Dieses aktulle Beispiel zeigt wieder einmal daß da jemand sein muß, der die westliche Hemishphäre anführt, bestimmt was gemacht wird. Und das ist Trump.
    Deutschland sollte wohl besser auch seinem neuen „Friedensrat“ (Golfclub?) beitreten wenn wir als Verteidiger überhaupt ein wenig im weltweiten Cub mitspielen wollen denn die Baerbock-UN erreicht bei Konflikten nichts. Vielleicht gibt es ja auch eine Art Schnuppermitgliedschaft wie in der Mucki-Bude.

    Auch im Grönland-Konflikt zwischen DK und den USA scheint sich neuen Meldungen zufolge (MIMA) sich eine Lösung anzubahnen. Trump hat mit Rutte ÜBER die Grönländer verhandelt weil die Dänen und Grönis alleine wohl ebenfalls nichts hinbekommen hätten. Die Strafzölle zum 1.2.26 sind wohl erst einmal vom Tisch.
    Dann hätte sich „Davos“ gelohnt.

  5. die EU ist die weltgrößte Meggabürokratie, oder Wasserkopf die in erster Linie sich auf Kosten der Steuerzahler der Nettozahlenden Länder versorgt, um immer mehr Macht über die Mitgliedsstaaten an sich zu reißen, auf dem Wege zu einer EUdssr, die einer Diktatur gleich wie einst die Sowjetunion alles beherrschen will und scheitert, weil sie von unfähigen, links-grünen idiologisch verkorksten Schwätzern geführt wird.
    Allein das Wort Kommissar/in sollte aufschrecken, es wurde schon in der Sowjetunion deren Apparatschicks verpasst, die als Vollstrecker einer kleinen Schicht der NKWD späer KGB Leuten folgen mußten, letzteren gehörte auch Putin an, wie man an seiner brutalen Kriegsführung erkennt.

  6. DÄNEMARK IST SKEPTISCH

    (…)

    Trotzdem blickt die dänische Regierung mit Skepsis auf
    das Ergebnis der Gespräche zwischen Rutte und Trump.

    Am Donnerstagmorgen ließ die dänische Premierministerin Mette Frederiksen verlauten: „Wir können über alle politischen Aspekte verhandeln: Sicherheit, Investitionen, Wirtschaft. Aber wir können nicht über unsere Souveränität verhandeln.“ Die „territoriale Integrität“ Dänemarks müsse gewahrt werden.

    Weniger diplomatisch ausgedrückt: Dänemark ist
    nicht bereit, Gebiete in Grönland abzutreten,
    wenn auch nur für Militärbasen.

    Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag wiederholte Frederiksen ihre Aussage – da hatte Trump in einem Interview mit dem TV-Sender Fox News erneut bekräftigt, dass die USA „uneingeschränkten und unbegrenzten“ Zugang zu Grönland erhalten würden und dass das die USA nichts kosten würde…

    Dass Frederiksen erneut eine rote Linie zieht,
    zeigt, dass es Sorgen gibt, dass die dänischen
    und grönländischen Anliegen übergangen werden…

    Aaja Chemnitz*,
    https://image.sermitsiaq.ag/308411.webp?imageId=308411&width=960&height=770&format=jpg
    grönländische Abgeordnete im dänischen Parlament,
    ➡ wurde noch grundsätzlicher:
    +https://www.tagesspiegel.de/internationales/trumps-wackeliger-gronland-deal-danemark-will-ubergabe-von-land-an-die-usa-nicht-mittragen-15167829.html

    *Aaja Chemnitz
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aaja_Chemnitz

  7. @ Herrn Hübner
    Auch ich wünsche Ihnen Entspannung und Erholung. Man muß vom Politik-Zirkus auch mal Abstand halten und danach : Welcome Back.

  8. Einmal alles über Merzosur
    Martin Sonneborn, 22.01.2026 | 6 Min.
    Friedrich Merz hat die Kommission gerade aufgefordert, das EU-Parlament und den EuGH zu übergehen und den Mercosur-Deal vorläufig anzuwenden.
    Der Sprecher der frz. Regierung warnte in diesem Zusammenhang vor einer „Vergewaltigung der Demokratie“.
    Wir sagen: demokratischer Geisterfahrer!
    Smiley
    https://www.youtube.com/watch?v=-15kQF0imWU

  9. Despot Lump war gerade in Davos, um seine
    ganz große-PR-Maga-Show abzuspulen:

    „Europa taugt nichts, kann nichts, ist nichts
    ohne mich, mich, mich u. die heiligen USA.“

    Danach kam der nervige zwergige Showman u.
    penetrante Bettelsack Selenski doch noch angereist,
    nachdem er zunächst abgesagt hatte u. putzte
    seine europäischen Brötchengeber herunter.

    Er meint wohl, wenn er wie Donald Lump
    verbale Prügel verteilen würde, daß die
    Geschlagenen dann zerknirscht u. voller
    Reue spuren würden: in seinem Falle ihm
    u. seiner Bagage, äh, der armen Ukraine
    Milliarden Euronen ´rüberschieben würden.
    https://t1p.de/wz2rd

    ++++++++++++++++++++++

    Zelenskys Fake-Meetings & EU-Verrat:
    Was in Davos wirklich passiert ist!

    Alexander Raue, 22.01.2026 | ~9 Min.
    Genau jetzt platzt eine Geschichte, die so in Davos niemand hören wollte. Erst sagt Zelensky kurzfristig ab. Dann taucht er plötzlich DOCH auf. Abgeschirmt. In großer Panik und mit massivem Sicherheitsaufgebot.
    https://cdn.unitycms.io/images/8Ieg-yx7Kb-BtiGFm91vvk.jpg

    Und mit Bildern, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten liefern. Gleichzeitig ist aufgeflogen, dass Zelensky seine gestrige Videoansprache massiv manipuliert hat, um das Leid von Millionen Ukrainern zu seinem Vorteil zu nutzen! Der Gipfel ist dann Zelensky Davos-Rede, wo er der EU Unfähigkeit und Verrat vorwirft.

    Dieser Zelensky ist extrem widersprüchlich und manipulativ.
    Ist das Zufall? Oder ein perfekt inszeniertes Narrativ?
    +https://www.youtube.com/watch?v=bzSdqVZ2eJc

  10. DIE GIERIGEN US-GEIER

    Einstieg in Bergbau und Wasser
    US-Milliardäre haben Grönland längst
    unter sich aufgeteilt 🙁
    22.01.2026, 17:25 Uhr

    (…)

    Warum ausgerechnet Grönland – eine Insel, die fast
    komplett von Eis bedeckt ist, mit nur ~57.000 Einwohnern?

    Zum Kauf inspiriert wurde Trump anscheinend von seinem engen Freund Ronald Lauder, dem milliardenschweren Erben der Kosmetikmarke Estée Lauder. Beide kennen sich seit über 60 Jahren. Sie waren beide in den 1960er Jahren auf der renommierten Eliteschule Wharton Business School in Pennsylvania.

    Export von „Luxus“-Gletscherwasser

    Ronald Lauders Vorschlag ist, wie es aussieht, mit seinen Geschäftsinteressen verknüpft. Der 81-Jährige ist nämlich längst selbst unternehmerisch in Grönland aktiv und hat dort viel Geld investiert.

    Der Milliardär ist zum einen in ein lokales Unternehmen eingestiegen, das Grönlands Gletscherschmelzwasser als „Luxus“-Quellwasser exportieren will.

    Zu den Eigentümern von „Greenland Water Bank“
    gehört auch Jørgen Wæver Johansen. Er ist
    Funktionär der Regierungspartei Siumut und mit
    ➡ Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeld
    verheiratet. Sie war bis 2018 auch im Vorstand
    des Wasser-Unternehmens und verhandelt
    derzeit regelmäßig mit der US-Regierung über
    die Zukunft ihrer Insel…

    Der Kosmetik-Erbe ist keine Ausnahme. Seit mehreren Jahren sichern sich US-Milliardäre heimlich Anteile rund um die eisbedeckte Insel. Hinter Trumps Grönlandplänen stecken vor allem ihre Interessen, sagt Wirtschaftsexpertin Sandra Navidi bei ntv. „Seitdem haben sich viele andere Oligarchen dazugesellt, die Trumps Wahlkämpfe finanziert haben, die ihm auch heute noch Geld zustecken. Und natürlich auch die Tech-Titanen, die dort investieren wollen und auch schon investiert haben.“

    Einige Tech-Investoren aus dem Silicon Valley haben die arktische Insel als Standort für eine „Freiheitsstadt“ – eine „Freedom City“ – auserkoren. Eine libertäre Utopie mit minimaler Regulierung von Unternehmen. Frei von Gesetzen und Steuern. Mit einem Zentrum für künstliche Intelligenz, Weltraumstarts und Mikro-Kernreaktoren, autonomen Fahrzeugen und Hochgeschwindigkeitszügen. Bewohnt von den Aktionären, mit den Tech-Chefs als „Königen“, erklärt Navidi.

    Einer der Geldgeber ist der Tech-Milliardär Peter Thiel, Mitgründer von Paypal. Er hat Anfang 2021 das Startup Praxis mitfinanziert, das die „Freedom City“ auf Grönland bauen will. Auch andere bedeutende Investoren unterstützen das Projekt, wie Open-AI-Gründer Sam Altman, Joe Lonsdale von der Softwarefirma Palantir, Marc Andreessen von Andreessen Horowitz oder die Winklevoss-Zwillinge, die durch ihren Rechtsstreit mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg berühmt geworden sind…

    Grönland ist kein Einzelfall: Ähnliche Tech-Städte existieren bereits in Honduras und Nigeria. Auch in Kalifornien ist eine solche Stadt geplant. Trump unterstützt die Idee: im Wahlkampf hatte er den Bau von zehn solcher „Freedom Cities“ in den USA versprochen…

    Tech-Bosse investieren in KI-Bergbaufirma

    Namhafte Tech-Milliardäre sind anscheinend überzeugt davon, an die Bodenschätze in Grönland heranzukommen. Amazon-Chef Jeff Bezos, Microsoft-Gründer Bill Gates und Finanzinvestor Michael Bloomberg haben seit 2019 mehrere Hundert Millionen Dollar in die Bergbaufirma Kobold Metals investiert, berichtet Forbes. Sam Altmann von OpenAI ist seit 2022 dabei. Auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Hedgefonds wie Andreessen Horowitz haben Geld in das Unternehmen gesteckt…

    Was auffällt, ist: Die Investoren hinter Critical Metals Corp überschneiden sich mit denen bei Trump Media, schreibt das Magazin „The New Republic“. Viele dieser Personen hätten auch Hunderte Millionen Dollar für Trumps Wahlkampagne 2024 gespendet…

    MEHR HIER:
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/US-Milliardaere-haben-Groenland-laengst-unter-sich-aufgeteilt-id30269980.html
    LANGER ARTIKEL, auch audio.

  11. Das Mindeste wäre gewesen, dass man die Landwirtschaft aus dem Mercosur-Abkommen herausnimmt. Niemals dürfen wir zulassen, dass unsere heimischen Landwirte ihre Höfe aufgeben müssen. Unsere Nahrung ist sowieso schon zu sehr von Pestiziden vergiftet und das würde noch schlimmer werden. „Wer die Nahrung in der Hand hat, hat automatisch auch die Menschen in der Hand.“

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