Von ELENA FRITZ | Nach dem offenbar wenig erfolgreichen chinesisch-amerikanischen Spitzentreffen rückt nun eine andere diplomatische Achse in den Vordergrund: Moskau und Peking.
Die USA hatten versucht, China stärker in eine Art „Große Zwei“ einzubinden – ein Modell, das an frühere Konzepte einer amerikanisch-chinesischen Doppelstruktur erinnert. Unter dem Begriff „Chimerica“ wurde einst die enge ökonomische Verflechtung zwischen den Vereinigten Staaten und China beschrieben. Heute hätte ein solches Modell jedoch eine andere Funktion: Washington möchte Peking in eine kontrollierbare Ordnung einpassen.
Für China ist das nur begrenzt attraktiv. Denn eine amerikanisch-chinesische „Große Zwei“ würde kaum echte Gleichrangigkeit bedeuten. Sie liefe vielmehr darauf hinaus, China als wirtschaftlich starken, aber politisch eingebundenen Akteur innerhalb einer weiterhin von den USA dominierten Weltordnung zu halten.
Hier liegt der entscheidende Unterschied zu Russland.
Moskau kann Peking nicht die ökonomischen Möglichkeiten bieten, die der Westen über Jahrzehnte geboten hat. Russland verfügt weder über die Konsummärkte noch über die Finanzarchitektur der USA. Dafür bietet es China etwas anderes: strategische Tiefe, militärisches Gewicht, Rohstoffe, Energieversorgung, nukleare Abschreckung und politische Bereitschaft, den amerikanischen Führungsanspruch offen in Frage zu stellen.
China wiederum bringt industrielle Stärke, wirtschaftliche Masse, technologische Entwicklung und globale Handelsverflechtung ein. Russland ergänzt dies durch sicherheitspolitische und geostrategische Fähigkeiten. Gerade diese Kombination macht das Verhältnis beider Staaten für Washington so problematisch.
Es entsteht keine klassische Allianz nach westlichem Muster. Russland und China bleiben eigenständige Akteure mit eigenen Interessen. Aber ihre Interessen überschneiden sich dort, wo es um die Begrenzung amerikanischer Dominanz geht.
Deshalb ist der Besuch einer hochrangigen russischen Delegation in Peking mehr als diplomatische Routine. Es geht um eine Abstimmung über die nächste Phase der internationalen Ordnungskonkurrenz: Energie, Handel, Sicherheit, Sanktionen, Ukraine, Taiwan, globale Institutionen und die Rolle des Globalen Südens.
Der entscheidende Punkt ist:
Die USA versuchen, China in eine bestehende Ordnung einzubinden. Russland bietet China die Möglichkeit, diese Ordnung gemeinsam zu verändern.
Damit werden die Gespräche zwischen Putin und Xi zu einem Gradmesser dafür, wie geschlossen Moskau und Peking in den kommenden Monaten auftreten werden. Für Europa ist das von besonderer Bedeutung. Denn je enger Russland und China ihre Interessen koordinieren, desto stärker verschiebt sich das internationale Machtgefüge weg von der unipolaren Nachkriegsordnung hin zu einer multipolaren Konstellation.
Die Ergebnisse dieser Gespräche dürften daher weit über bilaterale Fragen hinausreichen. Sie betreffen die Grundfrage der kommenden Jahre:
Bleibt die amerikanische Hegemonie der Ordnungsrahmen der Weltpolitik – oder entsteht eine Gegenstruktur, die diesen Anspruch dauerhaft relativiert?

PI-NEWS-Autorin Elena Fritz, geboren am 3.10.1986, ist vor 24 Jahren als Russlanddeutsche nach Deutschland gekommen. Nach ihrem Abitur hat sie Rechtswissenschaften an der Universität Regensburg studiert und erfolgreich mit einem Diplom abgeschlossen. Seit 2018 engagiert sie sich in der AfD, war von 2019 bis 2021 im bayerischen Landesvorstand tätig und wurde am 15. November zur Direktkandidatin der AfD für den Wahlkreis Landshut/Kelheim bei der Bundestagswahl 2025 nominiert. Sie ist stolze Mutter eines Jungen. Hier gehts zum Telegram-Kanal von Elena Fritz.



Deutschland zwischen den Mühlsteinen!
Es werden auf weite Sicht die Großmächte USA, China und Rußland die Welt neu unter sich aufteilen.
Deutschland wird selbstverschuldet weiter zwischen diese Mühlsteine geraten und mit Europa ein inkompetenter Zuschauer sein – wenn nicht sogar Kriegsschauplatz!
Die USA bieten eine Einbindung Chinas an und wollen so ihre Hegemonie für die nächsten Jahre gegenüber China zementieren.
Das ist die doppelzuengige Sprache Washingtons seit Jahrzehnten.
Kontrollierbare Ordnung ???
Die Amerikaner werden die ersten sein, die sich nicht an diese Ordnung halten, wie immer.
Xi ist nicht so dumm, dieses vergiftete Angebot nicht zu durchschauen.
Die Amerikaner bieten den Chinesen etwas an, dass die schon lange haben.
Die Chinesen brauchen die Amerikaner nicht, die steigen auch so zur neuen N° 1 auf.
ZU:
erich-m 20. Mai 2026 Beim 10:27
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Ich teile Ihre Prognose, dass China die Nummer 1 wird.
Es werden sich aber China und Rußland weiter wirtschaftlich und militärisch verzahnen – zumal ihre Staatsformen zwar nicht identisch, aber ähnlich autokratisch strukturiert sind.
Die USA werden – schon aus Gründen des wirtschaftlichen Erfolgs – mit beiden Mächten gutes Einvernehmen praktizieren. Man darf nicht vergessen, dass die Verschuldung der USA extrem ist und weitere größere Kriegsausgaven auch den US-Dollar als Leitwährung sprengen würden.
Politisch spielt Deutschland (und auch Europa) keine ausschlaggebende Rolle nehr.
z+russland-und-china-die-strategische-abstimmung-gegen-die-unipolare-ordnung/
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Zumindest sehen beide schon fast gleich uniformiert aus im Outfit von Anzug und Krawatten.Jetzt fhelt nur noch Trump. Ebenfalls blau-rot Outfit. Fritze Merz kann seinen blauen Strampelanzug im Schrank lassen. Dem seinen Irrsinn an Großmannssucht braucht kein Mensch.!
Verrückte Zeiten !