Gesichert unbequem ... und stolz darauf!
Freitag, April 17, 2026
Gesichert unbequem ... und stolz darauf!
StartWirtschaftDen Sozialismus in seinem Lauf...

Den Sozialismus in seinem Lauf…

Von MANFRED SCHILLER | Der heutige Beitrag handelt – auch – vom verabschiedeten Staatshaushalt 2026, aber vielleicht in etwas anderer Form, als man erwartet. Jeder kennt die Rekordzahlen: 631,2 Milliarden Euro Ausgaben (Gesamt inklusive „Sondervermögen“), Sozialetat: 197,4 Milliarden Euro (was 37,6 Prozent des Kernhaushalts entspricht), hiervon allein 127,4 Milliarden Euro Zuschüsse in die Rentenversicherung, Zahlungen an die EU: 47,7 Milliarden, Verteidigung inklusive Sondervermögen: 108,2 Milliarden Euro (davon mindestens 83 Milliarden Euro über Kredite) – Gesamtkreditaufnahme: 181,5 Milliarden Euro. Fritze Merz betonte in der Generaldebatte, dass zusätzlich 170 Milliarden Euro für die Ukraine zur Verfügung gestellt werden sollen (vermutlich aus entwendetem russischen Staatsvermögen – oder doch eher von Oma Erna ihr klein Häuschen?).

Ich möchte an dieser Stelle kurz die Hintergründe der Tricksereien beleuchten, die die Not dieser Regierung(en) verdeutlichen, den unvermeidlichen Absturz so lange wie möglich zu verschleiern. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte im Interview mit der WELT am Sonntag, dass jeder in der Regierung den Ernst der Lage „spüre“ (aber wohl eher nicht am eigenen Geldbeutel). Auf die Frage, wie sie ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent für 2026 errechne, wo die Wirtschaftsweisen nur auf 0,9 Prozent kämen, antwortete sie: ein Teil des Wachstums käme von einigen Feiertagen, die im kommenden Jahr auf Wochenenden fielen. Da lachen doch die Hühner. Deutschland braucht ab 2027 ein utopisches Mindestwachstum der Wirtschaft um jährlich acht Prozent, um die trotz Neuschulden bestehende Finanzierungslücke zu schließen. So rechnete Peter Boehringer in der Schlussrunde im Bundestag mit der Regierung ab (zum Vergleich: die US-Wirtschaft wuchs seit 2019 um 12 Prozent, China um ganze 27 Prozent und Deutschland um 0,3 Prozent).

Geballte Wirtschaftskompetenz finden wir auch bei Bärbel Bas, der Ministerin für Soziales, die dieser Tage den Arbeitgebern den Kampf ansagte, nachdem sie von ihnen Hohn und Spott für ihre Aussage kassiert hatte, dass die Beitragssätze in der Rentenversicherung doch stabil blieben – da die „Renten-Haltelinie“ steuerfinanziert werde.

Der gesamte Haushalt ist verfassungswidrig und … im Jahr 2029, schätzt der haushaltspolitische Sprecher der AfD, dass der gesamte Haushalt nur noch für folgende Ausgaben aufgebraucht wird: Zinsen, Renten, Pensionen, „Verteidigung“.

Für die Füchse unter den Lesern, für Leute, die gerne in Details schauen wollen, sei hier ein allgemein verständlicher Hinweis gegeben auf die „Zahlenakrobatik auf hohem Niveau“. Diese Bundesregierung trickst und täuscht nämlich, wo es geht. Sie gibt an, im Kernhaushalt eine Investitionsquote von zehn Prozent einzuhalten (Voraussetzung für das 500 Milliarden Euro-Schuldenpaket SVIK), was nicht stimmt. Gemäß Grundgesetz und noch existenter Schuldenbremse dürfen für konsumtive Ausgaben keine Schulden gemacht werden. Denken Sie einfach mal an einen Privatmann: Dieser sollte auch nicht einen Kredit aufnehmen für die nächste Urlaubsreise. Und das ist der Punkt. Die Sondervermögen dürfen Schulden machen, aber nur, wenn sie für zusätzliche Investitionen eingesetzt werden – und nicht beispielsweise für die Instandhaltung von Brücken oder von anderen Verkehrswegen etc.

Genau das umgeht die Regierung aber mit einem Trick: Sie verschiebt konsumtive Ausgaben in die Sondervermögen (wo eigentlich keine laufenden Kosten finanziert werden dürfen) und damit erscheinen diese nicht mehr im Kernhaushalt. Damit wächst automatisch die Quote der Investitionen im Kernhaushalt, denn ein Teil der Ausgaben sind ja verschwunden/ausgelagert. Das deutsche Verkehrsforum DVF (Verkehrsverband) beklagt, dass hierdurch nur jeder dritte Euro tatsächlich zusätzlich im Verkehrshaushalt ankommt und das könnte sogar noch von steigenden Preisen aufgefressen werden.

Der Bundesrechnungshof kritisiert genau das: sogar Zuschüsse an Sozialversicherungen, laufende Ausgaben von Ministerien und militärische Beschaffungen werden buchhalterisch in die Sondervermögen verschoben, nur damit die Investitionsquote im Kernhaushalt gehalten werden kann. Aber das ist ja beileibe nur die Spitze des Eisbergs.

Eine erschreckende Grafik als Sinnbild einer düsteren Zukunft hat vor kurzem die Wirtschaftswoche erstellt:

Im Zeitraum von zehn Jahren (2015 bis 2025) haben wir ein reales Wachstum des Staatskonsums von 26,4 Prozent zu verzeichnen, bei einem Wachstum des BIP von nur 8,5 Prozent und wir erleben eine Stagnation der privaten Investitionen (Zunahme nur 0,5 Prozent) – reales Wachstum bedeutet bereinigt um die Inflation.

Das heißt: um die Wirtschaft einigermaßen am Laufen zu halten, muss der Staat immer mehr Geld ausgeben, denn die Marktwirtschaft hat er ausgehebelt. Er heizt die Inflation künstlich an – und das tut er zu allem Graus praktisch nur auf Pump, denn es gibt keine Mehreinnahmen aus dem BIP. Aber da er nicht wirklich real investiert, sondern nur konsumiert, gibt es auch keinen wirtschaftlichen Mehrwert. Im Gegenteil, viel „Konsum“ verpufft wortwörtlich in Waffen und Rüstung. Die Folge ist dann eine Stagflation – Stagnation bei gleichzeitiger Inflation. Inflation: klar, die Gelddruckmaschine des Staates wirft Geld in den Markt, Stagnation: die Privaten und Firmen können und wollen nicht mehr investieren. Es könnte auch zur Deflation führen, also zu fallenden Preisen, weil die Leute kein Geld mehr haben zum Ausgeben. Der Staat frisst alles auf.

Überschuldung, wachsende Arbeitslosigkeit, Abwanderung, steigende Preise, Abbau von internationaler Wettbewerbsfähigkeit in Technik und Innovation, mangelnde und marode Infrastruktur (auch IT), wachsende Unzufriedenheit und Unmut der Bevölkerung, fehlende Planungssicherheit, Überfremdung und eine Staatsquote, die sich der 50 Prozentmarke nähert, sind eine explosive Mischung, deren Folgen ich hier nicht abschätzen kann und will. Worauf bereitet uns Fritze vor? Ich verweise auf die Anfangsausführungen. Möge sich jeder sein eigenes Bild machen…


PI-NEWS-Kolumnist Manfred Schiller, geboren am 23. September 1961 in Schirmitz, ist römisch-katholisch, verheiratet, hat vier Kinder und ist leidenschaftlicher Motorradfahrer. Seit Juli 2024 ist er als Nachrücker von Petr Bystron Bundestagsabgeordneter der AfD aus Weiden in der Oberpfalz und ist im Februar 2025 über die Liste Bayern erneut in den Bundestag eingezogen. Schiller ist Leiter des AfD-Arbeitskreises Petitionen, rechtmäßiger Vorsitzender des Petitionsausschusses und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss “Wirtschaft und Energie”.

Beitrag teilen:
ÄHNLICHE ARTIKEL

15 Kommentare

  1. Den Verschiebebahnhof von „Sondervermögen“ in die Sozialhaushalte und in den Schuldendienst hatte bereits der Bundesrechnungshof reklamiert. Nur der wurde „stillgelegt“, so wie die meisten Güterbahnhöfe auch.
    Solches Verhalte wird an Fahrt aufnehmen!
    Denn eine Heidi Reichinnek hat sich garantiert ihre versprochene Enthaltung bei der Abstimmung am Freitag verdammt teuer erkaufen lassen. Ergebnis: Noch mehr Geld für Asyl.
    Die Union und Mauermörder-Nacholger-Partei: Da haben sich zwei neue Freunde gefunden!
    Merz betrügt nicht nur die Wähler vor und nach der Wahl. Jetzt sogar seine eigenen Parteigenossen!
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article692ec8fc1b3201955317e8b6/rente-linke-macht-ploetzlich-weg-frei-fuer-renten-paket-koalition-zieht-ueberraschend-antrag-zurueck-liveticker.html

  2. Ahh ja, der „Sozialismus“. Sorry, es ist eure Demokratie, die man in ihrem Lauf nicht aufhält, denn die tumben Massen wählen ganz demokratisch den eigenen Untergang, im Wissen um die Folgen, die sie jeden Tag ja vor der Haustür besichtigen können. So wie sie ja gleichzeitig die Islamisierung und Unterwerfung unter den Islam wählen.

    Das sind mithin grundsätzliche Baufehler eurer Demokratie, die im System nicht behebbar sind, selbst es gewollt wäre, nennt sich GG, Entscheidungen Höchstgerichte, internationale Verträge / Mitgliedschaften (EU z.B.). Und diese „Nazis“ sagen euch das seit Jahrzehnten, aber es interessiert euch nicht. Ihr wollt das tote und gescheiterte System BRD retten, na dann macht halt, aber hört auf euch über die Ergebnisse zu beschweren, denn das ist schon ganz lange lächerlich.

  3. Wenn der sozialistische Scheißladen wie gewohnt zusammenbricht, lassen die Sozen gerne für ihren Machterhalt in die Massen schießen.

    Das wäre in der Ostzone auch passiert, aber Gorbatschow hatte damals die Rote Armee zurückgepfiffen.

  4. Wir haben einen Linksstaat, wo nur linke Gesinnungen erlaubt sind. Alles andere wird mit Gewalt und Terror begegnet. So wie in Gießen.

  5. ….und der Islamismus nimmt seinen Lauf
    https://wien.orf.at/stories/3332527/
    Palästina-Flaggen von Votivkirche entfernt
    Für Aufsehen haben in Wien seit dem Wochenende zwei auf den beiden Spitzen der Votivkirche angebrachte Palästina-Flaggen gesorgt. Am Dienstagnachmittag wurden diese dann mit Hilfe eines Krans entfernt.

  6. @ BinTolerant 3. Dezember 2025 Beim 22:35

    Deutschland bezahlt für alle anderen. Nur für die eigenen Bürger ist kein Geld da. So etwas macht kein anderes Land.

  7. Heute Abend mal wieder der Föööhrrrer in der Wochenschau…
    https://tvheute.at/ntv-programm/sendung/adolf-hitler-doku_259287691
    Diesmal eine australische Produktion. Mal was anderes, oder?
    Bäääh, ich kann das bald nicht mehr angucken.
    Steht NTV eigentlich für Nazi-TV? Ich frage für einen Freund.
    So häufig wie der GröFaZ da in einem Jahr gesendet wird,
    hatte er zwischen ’33+’45 nicht mal annähernd Sendezeit im Volksempfänger
    und im Kinosaal bei der Wochenschau… 😆
    H.R

Kommentarfunktion ist geschlossen.