Von PROF. EBERHARD HAMER | Eine steigende Arbeitslosenzahl von bald drei Millionen zeigt, dass sich der bisher komfortable „Arbeitnehmermarkt“ mit Fachkräftemangel und guten Beschäftigungsperspektiven für Arbeitnehmer wieder zu einem Anbietermarkt der mitarbeiterbeschäftigenden Unternehmen wandelt.
Unabhängig vom Arbeitsmarkt ist der öffentliche Dienst. Schon die Ampel-Regierung hat zehntausende von Parteigenossen in die öffentlichen Ämter gehievt, obwohl sie zumeist gering oder falsch qualifiziert waren. Sie sind aber nun einmal da, können nicht entlassen werden, auch wenn sie unbrauchbar sind. Die schwarz-rote Merz-Regierung hat die Personalvermehrung des öffentlichen Dienstes sogar fortgesetzt, zum Teil zu Recht, weil sie die unqualifizierten grünen Beamten durch qualifizierte schwarze und rote ersetzen wollte. Jedenfalls ist der öffentliche Sektor der einzige und am stärksten wachsende Wirtschaftszweig unserer Volkswirtschaft, zwar unproduktiv, aber eben wie ein Krebsgeschwür unabhängig von der Konjunktur ständig weiterwachsend.
Arbeitskräfteknappheit kein Problem der Kapitalgesellschaften, sondern des Mittelstandes
In der privaten Wirtschaft gibt es zwei Unternehmenstypen für die Beschäftigung von Mitarbeitern:
- Die Kapitalgesellschaften
- Die Personalunternehmen
Beide Unternehmenstypen sind von ihrem Arbeitskräftebedarf sehr unterschiedlich:
- Die Kapitalgesellschaften arbeiten in der Regel kapitalintensiv mit Maschinenproduktion. Sie brauchen dafür vor allem unqualifizierte Arbeitskräfte und zu etwa einem Viertel hochqualifizierte Arbeitskräfte, welche die komplizierten elektronischen Maschinen bedienen und reparieren können sowie ihr Verwaltungspersonal.
Soweit die Kapitalgesellschaften über ein Defizit an geringqualifizierten Mitarbeitern klagen, hängt dies mit der falschen Sozial- und Arbeitspolitik der Bundesregierung zusammen. Diese hat nämlich 6,5 Millionen meist geringqualifizierte Mitarbeiter aus dem Arbeitsmarkt herausgekauft durch existenzsicherndes Bürgergeld und Sozialleistungen, die es diesen Leuten nicht mehr lohnend erscheinen lassen, für geringes Aufgeld überhaupt noch zu arbeiten. Dies gilt vor allem für die Asylanten, von denen sich die großen Kapitalgesellschaften Arbeitskräfte versprochen haben, aber nicht bekommen.
Ihre hochqualifizierten Mitarbeiter bekommen die Konzerne aber immer noch durch höhere Gehälter als der Mittelstand sie zahlen kann. Per saldo ist also echte Arbeitskräfteknappheit kein Problem der Kapitalgesellschaften, sondern des Mittelstandes.
Überproportional steigende Arbeitslosigkeit der Hochschulqualifizierten
Unter Arbeitsmarktgesichtspunkten ist es deshalb falsch, dass die Bundesregierung nur die Kapitalgesellschaften mit Subventionen beglückt und sich von ihnen den Aufschwung erhofft. Sie wird dabei ebenso scheitern wie Kohl mit seiner gleich falschen Ostpolitik.
- Echten Facharbeitermangel haben die mittelständischen Firmen. Im Gegensatz zu den dominant mit dem Faktor Kapital arbeitenden Kapitalgesellschaften sind die Personalunternehmen individuelle Produzenten und Dienstleister durch, mit und für Menschen, also personalintensiv bis zu 80 Prozent (freie Berufe). Bei den Anbietern personeller Leistungen müssen die Mitarbeiter in der Lage sein, das fachliche Angebot des Betriebes auch selbst voll zu bieten. Ein Geselle eines Handwerksbetriebes zum Beispiel muss bei einer Reparatur selbst in der Lage sein, Fehler zu entdecken und zu reparieren. Er muss also fachlich voll qualifiziert sein, um überhaupt mitarbeiten zu können. Der Mittelstand kann deshalb die Analphabeten aus der Zuwanderung nicht gebrauchen. Wer nicht lesen und nicht schreiben kann, kann nicht die Vorschriften zur Kenntnis nehmen und nicht berechnen, was falsch ist und repariert werden müsste. Die Zuwanderung hat deshalb dem Handwerk nichts gebracht, hat seinen Fachkräftebedarf nicht gelöst.
Entsprechend hat sich die steigende Arbeitslosigkeit vor allem in den Randgruppen der Unqualifizierten und der Hochqualifizierten ausgewirkt. Unter den geringqualifizierten Kräften ist die Arbeitslosigkeit mit 42 Prozent seit 2019 deutlich gestiegen, in der Gruppe der Hochqualifizierten gibt es sogar heute 66 Prozent mehr Arbeitslose als noch vor fünf Jahren. Dass die Unternehmen in Rezessionen und schwierigen Zeiten vor allem die Unqualifizierten freistellen, ist immer so gewesen. Die überproportionale Arbeitslosigkeit der Unterschichten ist deshalb nicht die Überraschung, sondern die überproportional steigende Arbeitslosigkeit der Hochschulqualifizierten.
Jobs für unproduktive Akademikerausbildungen werden immer weniger
Die fünf Millionen mittelständischen Betriebe und Praxen haben eine Million vor allem Soloselbständige in den letzten zwei Jahren verloren, die überwiegend hochqualifiziert waren. Dazu versuchen die Kapitalgesellschaften, immer mehr hochqualifizierte Mitarbeiter durch KI zu ersetzen, so dass auch dort gegenüber den ausscheidenden qualifizierten Kräften nur eine geringere Neubeschäftigung anfällt.
Die mittelständischen Unternehmen brauchen ihre qualifizierten Kräfte für ihre qualifizierte Produktion und Dienstleistung existenziell, können also darauf nicht verzichten und halten diese so lange, wie überhaupt möglich. Dass so viele Hochschulqualifizierte arbeitslos werden, hängt vor allem mit ihrer Fehlausbildung zusammen.
Den Luxus der Beschäftigung von Unproduktiven, Feministen, Ökologen, Soziologen, Sozial“wissenschaftlern“ und ähnlichen Schwafel-Qualifizierten konnte sich die Wirtschaft nur leisten, solange sie im Boom war. Sobald die Unternehmen sparen mussten, müssen die unproduktiven Hochqualifizierten zuerst raus. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich noch verschärfen, weil Jobs für unproduktive Akademikerausbildungen immer weniger werden. Das ist aber ökonomisch kein Nachteil, sondern ein Regenerationsvorteil für die Wirtschaft. Betroffen sind vor allem die unproduktiven Abteilungen der Kapitalgesellschaften sowie die unproduktiven Dienstleistungs- und Verwaltungsbereiche. Der Mittelstand ist schon immer bei der Einstellung und der Nutzung seiner Mitarbeiter hoch leistungsorientiert gewesen. Solange also der Mittelstand noch Aufträge bekommt, kann er auf seine qualifizierten Mitarbeiter nicht verzichten und hält sie erfahrungsgemäß so lange wie möglich (manchmal zu lange).
Schere zwischen Angebot und Bedarf auf Arbeitsmarkt geht weiter auseinander
Das Problem der fehlqualifizierten Akademiker betrifft also nicht den Mittelstand, sondern den öffentlichen Dienst und die Kapitalgesellschaften. Wie falsch der Arbeitsmarkt jetzt schon besetzt ist, zeigt der dramatische Mitarbeitermangel der produktiven Handwerksbetriebe bei Lehrlingen und Gesellen einerseits und die inzwischen mehrheitlich unproduktive Produktion von Akademikern durch die geisteswissenschaftlichen Hochschulen. Wären allein die 40 Prozent gescheiterten Studenten rechtzeitig in eine praktische Ausbildung ins Handwerk gegangen, wäre die Schere zwischen Angebot und Bedarf auf dem Arbeitsmarkt nicht ständig weiter auseinandergegangen.
Mit der vorstehenden Entwicklung der falschen Ausbildung hängt es zusammen, dass nicht wie früher die Arbeitslosigkeit vom Alter her ein Problem der zunehmend älteren Mitarbeiter ist – die Arbeitslosenquote der Älteren liegt nur bei knapp 21 Prozent –, sondern dass von 2019 bis heute der Anteil arbeitsloser junger Menschen auf rund 29 Prozent gestiegen ist.
Auch hieran zeigt sich, dass der Mittelstand vor allem auch seine älteren Mitarbeiter hält, weil sie für ihn unverzichtbar sind. Solange nicht ausreichend jüngere Mitarbeiter von der theoretischen in die praktische Qualifikation überwechseln, wird zunehmen, dass die falsche Ausbildung der Jüngeren durch unproduktive Qualifikation direkt in die Arbeitslosigkeit dieser fehlausgebildeten Akademiker führt. Vergleicht man die Branchen, in denen sich die Arbeitslosigkeit am stärksten auswirkt, so wirkt sich der Zusammenbruch des Baugewerbes auf minus 52,5 Prozent der Beschäftigung, bei der Digitalisierung des Finanz- und Versicherungswesens auf – 48,1 Prozent, der Rückgang des verarbeitenden Gewerbes auf – 44,6 Prozent und die sonstigen Dienstleistungen auf – 38,9 Prozent aus.
Mehr als 70 Prozent der Großunternehmen gehören Ausländern
Ob die Regierung durch einseitige Subventionsförderung und Steuerermäßigung (30 Prozent Sonderabschreibung) der Kapitalgesellschaften den Arbeitsmarkt wesentlich beeinflussen kann, scheint fraglich, wenn man bedenkt, dass der Anteil der Großunternehmen an den Sozialversicherungsbeschäftigten durch zunehmende Automatisierung der Massenproduktion auf inzwischen nur noch 13 Prozent gesunken ist.
Berücksichtigt man ferner, dass mehr als 70 Prozent der Großunternehmen Ausländern gehören, also deren Gewinne steuerfrei ins Ausland gehen, wird der Steuersenkungs- und Subventionseffekt der Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft noch geringer.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Betrieben der privaten Wirtschaft hängt eben von den mittelständischen Personalunternehmen ab, vor allem von den 83,5 Prozent Kleinstunternehmen, in denen der Unternehmer und Freiberufler allein mit höchstens bis zu zehn Mann seine Wirtschaftsleistung erbringt. 14 Prozent weitere Unternehmen sind kleine Unternehmen mit Beschäftigung von bis zu 25 Mitarbeitern. Nur zwei Prozent der mittleren Unternehmen haben bis 250 Mitarbeiter. Der Mittelstand ist also kleinbetrieblich dominiert und damit auch personalintensivst.
Im Mittelstand keinerlei Begeisterung und Aufbruchstimmung spürbar
Wer die Großwirtschaft fördert und für die Masse der kleinen und mittleren Personalunternehmen Steuern und Sozialabgaben erhöht, kann im Mittelstand keine Begeisterung und Aufbruchstimmung erzeugen. Und wenn der Mittelstand nicht optimistisch ist, wird die ganze Wirtschaft keinen Aufschwung bringen.
Die Arbeitsmarktstatistik zeigt also, wo die eigentlichen Korrekturen notwendig wären: Von unproduktiver zu produktiver Ausbildung. Nicht die kapitalintensiven Konzerne, sondern der personalintensive Mittelstand bringen Arbeitsplätze.
Deshalb bringt nicht die Subventionierung und Steuerbefreiung von vier Prozent unserer Kapitalgesellschaften, sondern nur von 96 Prozent unserer Inhaberbetriebe und nicht mehr Subventionen und Sozialleistungen, sondern mehr Freiheit (von Bürokratie) und Selbstverantwortung (nur Entnahme als Gewinn besteuern) einen neuen Aufschwung und vielleicht ein Wirtschaftswunder, wie wir es unter Ludwig Erhard schon einmal gehabt haben.

PI-NEWS-Autor Prof. Dr. Eberhard Hamer (* 15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kolumne erscheint einmal wöchentlich auf PI-NEWS.



Die Schmarotzer fordern mehr Umverteilung durch sozialistischen Raub!
https://youtube.com/shorts/ZC3vHNAWUmU?si=ojy_U_CZ3CL1FLxd
Investoren und Unternehmen verlassen Deutschland wegen dieses grün-lackierten Ökosozialismus mit all seinen Lügen, die eigen geschaffen werden im Geld zu rauben.
Die schlimmste Lüge ist die von der Erderhitzung durch CO2 mit der die Kommunisten direkt die produktive Substanz unseres Landes und damit unsere Wirtschaftsordnung angreifen.
Es sind Schmarotzer und Verbrecher.
Wenn man ideologisch verblendeten Scheissdreck herstellt den nur ein paar doofe Irre kaufen geht’s halt abwärts….so läuft Wirtschaft.
Und wenn man ein total irres und Autohassendes Weibsbild als Vorstand zulässt wird der Volkswagen halt zum Deppenkarren mit EU-Vorgabe-Motoren die mit 80.000 die Grätsche machen. So gehts sicher zum Bankrott…..aber klar, der Steuerzahler wird dann schon helfen und den Vorständen wieder die Milliarden reinpumpen.
Irrenhaus, dämliches…..
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China läßt sich nicht vor den Koffer schei§en, Deutschland schon; Energiepolitik
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1.) Vor einigen Tagen: USA droht China:
Solltet Ihr weiter russ. Öl, Gas etc. kaufen gibt es 500% Zölle..
2.) Reaktion China:
Macht doch ! Wir lassen uns grundsätzlich nicht vorschreiben, wo wir Energie kaufen.
3.) DIESED SELBSTBEWU?TSEIN BRAUCHT Deutschland.
4.) Rußland-Sanktionen SOFORT WEG ! Nord Stream reparieren (USA Rechnung stellen)
5.) Das verkackte US-Fucking-Gas, riesige Umweltkatastrophe, Mondpreise (komplett unwirtschaftlich) können sich die US-Amerikaner in ihre Gesäßspalte stecken.
6.) Herr Hamer, ohne niedrige Energiepreise wie früher kommt weder die Industrie/ „Middelstand“ in Schwung
noch die 42 Mio. Deutschen Privathaushalte, denen exorbitant Kaufkraft entzogen wird.
7.) Weiter müssen alle linken Ideologie-Projekte, die bisher kumulativ 2 – 6 Billionen EUR gekostet haben (je nachdem wie man rechnet), gestoppt werden + rückabgewickelt.
8.) Ich schreibe, weil ich Dt.land liebe; habe nur ein Vaterland + eine Muttersprache
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Heino, 2006: „Wir tanzen Polka, denn wir lieben Germany“ (3 Min.)
https://tinyurl.com/3c3htrys
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Sterben die Großindustrien, sterben die Zulieferer, sterben die Dienstleister. Von der Spedition bis zur Pommesbude neben dem VW-Werk, wo man noch echte Schweine-Currywurst genießen darf.
In der Automobilindustrie ist diese Entwicklung nachzuvollziehen und wird sich nach Veröffentlichung der schlechten Zahlen von Daimler, Porsche, Audi und VW weiter fortsetzen. Natürlich ist Trump Schuld (ersatzweise Putin, die AfD und der Klimawandel) aber seine Zölle treten wohl erst am 7.8. in Kraft sofern die Bosse nicht in letzter Minute nachverhandeln statt zu jammern (nicht die EU!!!). Daher keine Ausrede.
Ohne billige Energie läuft gar nichts.
Ergänzung zum Niedriglohnbereich:
Da sich der wirtschaftliche Niedergang inzwischen auch im Niedriglohnbereich durchschlägt, werden auch dort die Jobs weniger. Man merkt das hier im Tourismus Gewerbe. Die Leute gehen weniger Essen, höchstens ein Kaffee oder ein Bierchen trinken. Die Selbstversorgungs-Supermärkte sind hingegen voll. Also zunehmend schlechte Zeiten auch für vielleicht arbeitswillige aber unausgebildete Asylanten. Es bestreitet wohl niemand daß es die auch gibt.
Das Problem mit den Geschwätz-Universitäten könnte man einschränken indem man kein BaFög oder Stipendien mehr an die Studenten m/w/d vergibt. Damit trocknen sie aus, Problem gelöst. Wer „Irgendwas mit Medien“ oder Sozial“wissenschaften“ studieren will kann das selbstverständlich tun: Auf privater Basis.
Noch wat‘: Aufpassen beim BVMW-Vorstand (Mittelstandsverband) Ahlhaus. Prof. Hamer weiß wen ich meine. .
Er hat sicherlich seine Fachkompetenzen aber konnte Merz beim Kanzlertreffen vorletzter Woche nicht überzeugen ihn teilnehmen zu lassen.
Er fungierte mal als nicht-gewählter Kurzzeit Bürgermeister von Hamburg. Während seiner kurzen Amtszeit residierte er sehr „präsidial“ und ließ sein Villa nahe der Elbe aufwendig „sichern“, was ihm viel Kritik einbrachte und auch zum Absturz der Hamburger CDU wesentlich beitrug. Ich hoffe inzwischen haben alle Handwerker ihr Geld erhalten.