Von PROF. EBERHARD HAMER | „Es geht uns doch so gut!“. Die Wähler sehen deshalb nicht, dass wir in einem künstlich aufgeblähten Finanzballon leben, der jederzeit platzen kann. Sie sehen nicht, dass wir nicht nur selbst mit 2,9 Milliarden Euro überschuldet sind, sondern zusätzlich die Bürgschaft für ca. 2,8 Billionen Euro Schulden der schwachen Euroländer übernommen haben, davon 900 Milliarden aufgelaufener Target-Schulden für gelieferte Exporte, die wir auch nie mehr bezahlt bekommen.
Sie sehen nicht, dass die südlichen Euronationen weit über eigene Verhältnisse leben, aber dennoch erzürnt sind, wenn die Nordeuropäer Solidität von ihnen verlangen. Mangels Reformen sinken sie ständig weiter wirtschaftlich ab und können nur noch durch kriminelle EU-Umverteilung vor dem Bankrott bewahrt werden. Ebenfalls sehen sie nicht, dass das „üppige Geld“ nur künstlich geschaffenes Kontogeld der EU-Zentralbank ist, das zu Niedrigzinsen an die Schuldnerländer verteilt wird, um deren Konkurs aufzuhalten, dass aber dadurch die Finanzblase immer größer, immer gefährlicher und ihr Platzen immer wahrscheinlicher wird.
Den deutschen Wählern werden diese gefährlichen Fehlentwicklungen durch die herrschende Politik und ihre Medien vernebelt. Es wird ihnen vorgegaukelt, dass es dabei nicht mehr um nationale Wohlfahrt, sondern um globale Klimarettung gehe und dass Schulden gar nicht schlimm, sondern eigentlich „Vermögensfonds“ seien, weil man frei darüber verfügen könne.
Migrationskosten werden geschönt
Es wird ihnen vorgegaukelt, dass man deshalb mit Niedrigzins und Bürgschaften nationale Zusatzverschuldung in Kauf nehmen könne, um die europäischen und internationalen (USA) Pleitestaaten noch eine Weile liquide zu erhalten. Es wird ihnen vorgegaukelt, dass man gegen die internationale Armut durch unbegrenzte Aufnahme aller Armen in unser Sozialsystem „internationale Solidarität“ beweisen müsse.
Ferner wird ihnen vorgegaukelt, dass man auch das Weltklima durch Verzicht auf die billige Atom- und Russenenergie, dagegen durch teure ökologische Zwangsmaßnahmen und Ökosteuern (CO2) zu retten versuchen müsse und dass die Zeiten nationaler Souveränität vorbei seien, vielmehr durch globale Herrschaft der Hochfinanz und ihrer internationalen Behörden (EU) ersetzt werden müsse.
Dabei scheuen sich die Regierung und ihre Medien nicht, der Bevölkerung die Folgen etwa der Schuldenorgie für die Renten, für die Ersparnisse und das Währungssystem vorzuenthalten oder zu verschweigen. Ebenso werden die Migrationskosten geschönt und nicht mehr thematisiert. Die Leute sollen nicht beunruhigt werden. Wahlen sollen nicht gestört werden. Deshalb wird auch in Wahlkämpfen über Reformen erst gar nicht geredet.
Reformen nur durch „Zwangsentzug“
Wer dagegen über die großen Crash-Risiken (Spekulations- und Schuldenblase, Geldbetrug, Überlastung der Sozialsysteme oder die Kriegslust der USA) redet, wird von der Presse als Verschwörungstheoretiker, Miesmacher oder „rückständig“ abgetan. Und wer die Gefahren der Massenzuwanderung nennt, gilt gar als „Nationalist“ oder sogar „Rassist“. Die herrschende Elite aus Weltfinanz, ihrer politischen Gefolgschaft und ihren Medien wollen „weiter so“, wie ein Drogensüchtiger, der sich vor dem Entzugsschock fürchtet und durch weitere Drogen immer wieder „Zeit zur Lust“ gewinnen will.
Die Crash-Theorie zeigt dagegen, dass echte Reformen falscher Entwicklungen selten durch politische Vorsorge und Vernunft, sondern regelmäßig durch markterzwungene Crashs, Krisen und Zusammenbrüche erzwungen worden sind: So die preußischen Reformen nach dem Zusammenbruch 1806, die politischen Reformen nach den beiden Weltkriegen und die Finanzreformen nach den Finanzexplosionen 1923 und 1929 und 1947.
Ebenso wie ein Drogensüchtiger nur durch Zwangsentzug geheilt werden kann, können auch polische und wirtschaftliche Systeme offenbar nur durch Marktzwang von Crash und wirtschaftlichem Zusammenbruch zu Reformen gezwungen und geheilt werden.
Macht der Marktkräfte
Erst wenn Staaten, Unternehmen und Privatleute kein Geld mehr haben, erkennen sie, dass sie bisher in einer Finanzblase gelebt haben. Wenn Mitarbeiter entlassen und arbeitslos werden, sich keinen Urlaub mehr leisten, die Mieten nicht mehr zahlen können und wenn sie ihr Vermögen verloren haben, wären sie für eine notwendige korrigierende Wirtschaftskrise bereit. Und erst dann erkennen sie auch, dass die Parteien sie betrogen haben, dass Schuldenorgien und Massenzuwanderung kein Wohlstandsprogramm, sondern ein Verarmungsgrund waren.
Und weil diese Fehlentwicklungen politisch nicht rechtzeitig zurückgedreht wurden, kann nur ein harter wirtschaftlicher, politischer und sozialer Zusammenbruch die Menschen zu Vernunft, zu Reformen zwingen, wieder zu einem neuen soliden Finanz- und Währungssystem, zur Ausweisung der arbeitsscheuen Sozialimmigranten, zum Zusammenschnitt (wie nach dem Kriege) des erstickenden Gesetzesgeflechtes oder zur Absenkung des übermäßigen Abgaben- und Umverteilungssystems (ein Drittel Leistungsträger ernähren zwei Drittel Transferempfänger).
Wo Vernunft nicht ausreicht, muss eben die Macht der Marktkräfte die Scheinwelt zusammenschlagen. Wie auch in der Natur nur Winter und Frost einen neuen Frühling bringen, haben in der Geschichte meist erst Krisen und Zusammenbrüche falsche, nicht lebensfähige Strukturen zerstört und neuen politischen und wirtschaftlichen Aufschwung erzeugt.
Wiederaufbau wie nach dem letzten Weltkrieg
Das Herumgeeiere der schwarz-rot-bunten Sozialisten um die Schuldenfolgen der Inflation und Teuerung, um die Immigrationsfolgen von Kriminalität, Wohnungsknappheit und Mietenverteuerung, über das Zusammenbrechen der Sozialsysteme vor dem Ansturm von Millionen, die ohne selbst zu leisten Leistungen verlangen oder die durch unser immer dichteres Gesetzesnetz und die ausufernde Bürokratie schwindende individuelle Freiheit wird mit Ablenkdiskussionen über steigende Abgaben oder sinkende Leistung vernebelt. Selbst die Reformvorschläge der Opposition werden durch eine politische Brandmauer verhindert. So werden wir nie zu wirklichen politischen Reformen kommen.
Bleibt also nur die Hoffnung, dass die Marktkräfte stärker werden als der politische Missbrauch, dass das politische Totalversagen möglichst bald zu einem wirtschaftlichen Totalzusammenbruch von Währung und Wirtschaft und daraus zu einem wirtschaftlichen Zwang zu Totalreformen führt, wie dies nach den beiden Weltkriegen gewesen ist.
Noch hat Deutschland genügend Einheimische, die den Wiederaufbau nach dem letzten Weltkrieg mitgeleistet oder erlebt haben. Noch sind die Eigenleistung ablehnenden Sozialschmarotzer in der Minderheit und noch haben wir eine Kultur, die Selbstverantwortung und Arbeit für eigenen Unterhalt voraussetzt, statt wie im Islam die Männer in den Teehäusern sammelt und den Frauen die Arbeit überlässt.
„Der Markt lässt sich nicht betrügen!“
Noch wäre Deutschland reformfähig, wenn unsere Regierung reformwillig wäre und den Mut auch zu unpopulären Reformen hätte. Noch könnten wir freiwillig über die Reformschritte entscheiden. Für 2029 schon haben die EU, die EZB und unsere Zentralbanken den Übergang zur digitalen Währung vorbereitet, was nichts anderes heißt als Währungsreform, Abwertung und Vernichtung von Geldwert – also Zwangsreform. Dazu hat die EU eine neue Behörde AMLA (in Frankfurt) gegründet, die auch unser Sachvermögen erfassen und für die Plünderung vorbereiten soll.
Der Zusammenbruch unserer Scheinwelt von Schulden „Vermögensfonds“ und dem angeblich reichen Land wird also von den internationalen Tätern längst vorbereitet. Wenn wir Reformen nicht selbst gestalten, werden sie uns international oder von den Marktkräften aufdiktiert.
Man kann zwar Wähler betrügen, aber nicht den Markt. Die Ökonomen wissen: „Der Markt lässt sich nicht betrügen!“ Die Korrektur kommt entweder gewollt oder ungewollt zwangsläufig. Demokratie setzt eigentlich voraus, dass man den besten Weg gemeinsam diskutiert und ein Kompromiss gefunden wird. Solange wir aber mit Brandmauer jeden Kompromiss verhindern, schalten wir die demokratischen Konsensmöglichkeiten aus und machen uns für den bittersten Weg der Zwangskorrektur schuldig.

PI-NEWS-Autor Prof. Dr. Eberhard Hamer (* 15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kolumne erscheint einmal wöchentlich auf PI-NEWS.



Vorab: Danke an Herrn Prof. Dr. Hamer für einen, wieder einmal, tollen Beitrag !
Unsere Familie ist mittlerweile zweigeteilt, in Mainstream-Idioten und Vernünftige mit Durchblick.
Wir mit Verstand (Mutter, jüngere Schwester und ich) haben uns schon auf den Super-Gau, so gut es geht, vorbereitet.
Für Deutschland wählen wir die AFD und sonst bleibt uns nur die Macht, für uns selbst vorzusorgen.
Alle Gelder, die wir verflüssigen konnten, stecken mittlerweile in einem Waldgrundstück in Nova Scotia / Kanada (3,5 ha >80m x 435m< 80m Seeufer) und in Goldbarren.
Wenn es hier zum Bürgerkrieg kommen sollte, werden wir in Kanada politisches Asyl beantragen.
Das dortige Grundstück ist bestens zur evtl. Selbstversorgung geeignet und wurde auch deshalb so auserwählt.
Zumindest sind unsere Aussichten deutlich besser, als die der gläubigen Mainstream-Idioten.