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Ewige deutsche Suche nach dem Nazi in uns

Von WOLFGANG HÜBNER | Renate Künast, frühere Spitzenpolitikerin der Grünen, weiß nun endlich, dass ihr Vater und auch ihr Onkel Mitglieder der Hitler-Partei waren.

Seit Ende März 2026 Zugriffe auf die NSDAP-Datenbank des US-Nationalarchivs möglich sind, haben mehr als eine Million Deutsche von dieser Gelegenheit Gebrauch gemacht. Sie wissen jetzt, ob ihre Eltern oder Großeltern zu den mehr als acht Millionen Menschen gehört haben, die aus Gründen der Überzeugung oder des zeitgeistigen Opportunismus einer Partei angehört haben, die Deutschland ins größte historische Unglück gestürzt hat.

Bei der inzwischen 70-jährigen Künast hat das nach eigenem Bekunden zwar keinen „Schock“ ausgelöst, doch es beschäftige sie. Offenbar so sehr, dass sie dem „SPIEGEL“ ganz schnell davon berichtet hat, um mit seiner gewiss gerne geleisteten Hilfe dieses weltbewegende Ereignis auch öffentlich zu machen. Schließlich war von ihr schon länger nichts in den Medien zu hören. Sowas irritiert Menschen wie sie, die es lange Jahre gewohnt waren, mitten im Rampenlicht der politischen Arena zu stehen.

Hinsichtlich der Vergangenheit ihres Vaters, Jahrgang 1914, habe es, berichtet die ehemalige Bundesministerin, schon lange „rumort“. Da tut es doch sicher gut, endlich Gewissheit zu haben, was ihr verschwiegener Vater in seinen jungen Jahren so alles gemacht hat. Welche Folgen seine „Jugendsünde“, der Vater war bei seinem Parteibeitritt 1933 erst 19 Jahre alt, für ihr restliches Leben haben könnte, wissen weder Künast noch wir. Und wir wissen auch nicht, was eine so große Zahl von Nachgeborenen dazu bewegt, diese spezifische Information über die nächsten Vorfahren in Erfahrung zu bringen.

Was wir aber vermuten können: Sehr viele Zeitgenossen sind noch immer auf der Suche nach dem Nazi in sich, dem verfluchten Erbe ihrer biologischen Erzeuger. Womöglich treibt sie das sogar mehr um als der gegenwärtige Niedergang ihrer Nation, an dem sie in der einen oder anderen Weise mitverantwortlich sein könnten.

Die politische Bilanz der grünen Politikerin Renate Künast dürfte von dieser Mitverantwortlichkeit jedenfalls nicht frei sein. Da ist es doch tröstlich, einen Vater gehabt zu haben, der zusammen mit mehr als acht Millionen anderen NSDAP-Mitgliedern der Schuld an noch größerem Unglück verdächtig ist.


Wolfgang Hübner.
Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ legte 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Hübner ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar. Seine politische Biographie „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ ist im Engelsdorfer-Verlag, 226 Seiten, ISBN 978-3-69095-029-9, 24,80 Euro, erschienen.

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1 Kommentar

  1. Die Nazikeule und der „Schuldkult“ wie Höcke das mal so zutreffend formulierte sind ganz, ganz wichtige Instrumente um den Deutschen ein permanet schlechtes Gewissen einzureden und endlich (noch) mehr Geld für’s Ausland und natürlich die hier lebenden Ausländer rauszutun. Das funktioniert bekanntlich perfekt.
    So mancher Deutsche wacht vermutlich nachts schweißgebadet auf und schaut sicherheitshalber unter dem Bett nach ob dort eine Wiedergeburt des GröFaz liegt.
    „Nahtzie“: Wenn es IHN nicht gegeben müsste man ihn erfinden und es gäbe noch mehr beschäftigungslose Historiker und natürlich NGO’s, welche Warntöne im Dauermodus absondern.

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