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Thor v. Waldstein: Die Zerstörung des Völkerrechts

Wenn Boris Pistorius im Herbst 2025 lapidar feststellte, „wir sind nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im kompletten Frieden“, dann klingt das wie eine harmlose Feststellung. Ist es aber nicht. Das zeigt Thor v. Waldstein in seinem Essay „Die Zerstörung des Völkerrechts“.

Dieses diffuse Dazwischen ist kein Zufall. Es ist das logische Ergebnis einer systematischen Zerstörung des klassischen europäischen Völkerrechts seit 1919. Wer verstehen will, warum Europa heute am Rande eines Krieges taumelt, warum Säbelrasseln und „Spezialoperationen“ den Alltag bestimmen, der muß dieses Buch lesen.

Von Waldstein beginnt dort, wo alles einmal klar und ehrlich war: beim Westfälischen Frieden von 1648. Nach dem mörderischen Dreißigjährigen Krieg schufen die europäischen Mächte eine geniale Ordnung der Binarität: Entweder Krieg oder Frieden – tertium non datur.

Ein Krieg begann mit förmlicher Kriegserklärung und endete mit Friedensschluß. Es gab klare Regeln zum Schutz der Zivilbevölkerung, das Monopol der Staaten auf Kriegsführung und die Anerkennung des Feindes als justus hostis – als gerechten Feind, nicht als Verbrecher.

Montesquieu brachte es auf den Punkt: Im Frieden möglichst viel Gutes tun, im Krieg möglichst wenig Böses zufügen. Eine realistische, anthropologisch fundierte Ordnung, die den Krieg nicht abschaffen wollte (das wäre naiv), sondern ihn hegen und zähmen.

Diese Ordnung hielt – mit allen menschlichen Unzulänglichkeiten – bis ins frühe 20. Jahrhundert. Die Haager Landkriegsordnung von 1907 war ihr letzter großer Höhepunkt. Dann kam 1914 bis 1919 die große Katastrophe. Nicht allein der Erste Weltkrieg selbst, sondern vor allem der Versailler Vertrag markierte den Bruch. Hier wurde aus dem besiegten Deutschland nicht einfach ein unterlegener Gegner, sondern ein moralisch verurteilter Verbrecherstaat gemacht.

Kriegsschuldartikel 231, astronomische Reparationen bis ins Jahr 1988 (die letzte Zahlung erfolgte tatsächlich 2010!), Demütigungen bis hin zu absurden Champagner-Paragraphen – das war kein Friedensschluß, das war ein „unsauberer Frieden“ (Carl Schmitt), eine „Selbstzerstörung des europäischen Völkerrechts“.

Waldstein vergleicht Versailles meisterhaft mit früheren Friedensschlüssen: Wien 1815, Frankfurt 1871, sogar Brest-Litowsk 1918. Überall dort blieb die Souveränität des Besiegten weitgehend gewahrt, es gab keine moralische Ächtung, keine ewigen Tribute. Nach Versailles dagegen begann die Ära des diskriminierenden Kriegsbegriffs: Der Feind ist nicht mehr ebenbürtig, sondern böse. Und wo der Feind böse ist, darf man ihn nicht nur besiegen, sondern muß ihn vernichten – moralisch, wirtschaftlich, später auch juristisch.

Der Autor zeigt, wie die USA ab 1917 diese Zerstörung aktiv vorantrieben. Von Wilsons heuchlerischem „War to end all wars“ über den Völkerbund (dem die USA selbst nie beitraten) bis zum Kellogg-Pakt 1928, der den Krieg „ächtete“, ohne ihn zu definieren. Plötzlich konnte man Kriege führen, solange man sie nur nicht „Krieg“ nannte. Der Höhepunkt dieser Entwicklung: die UNO-Charta von 1945 mit ihren bis heute gültigen Feindstaatenklauseln (Art. 53 und 107), die sich de facto immer noch gegen Deutschland richten!

Und natürlich Nürnberg 1945/46 – für Waldstein keine „Gerechtigkeit“, sondern Siegerjustiz in Reinform, ein Schauprozeß, der gegen fundamentale Rechtsgrundsätze verstieß und den Krieg lediglich mit anderen Mitteln fortsetzte. Ein „Superversailles“, das die Deutschen dauerhaft in die Rolle des moralisch ewigen Schuldigen drängte.

Waldstein schreibt klar, schonungslos und mit beeindruckender Kenntnis der Quellen. Er zerlegt die heutige „regelbasierte Ordnung“ als das, was sie ist: eine hohle Rhetorik, hinter der pure Machtpolitik steht.

Das Erschütterndste: Waldstein sieht das 21. Jahrhundert als das wahrscheinlich tragischste der Menschheitsgeschichte voraus – genau weil der Liberalismus und seine universalistischen Illusionen vom „ewigen Frieden“ gescheitert sind. Statt hegemonialer Lügen brauche es wieder realistische Ordnungen, die den Menschen nehmen, wie er ist: konfliktfähig und kriegsfähig, aber auch kulturfähig genug, den Krieg zu hegen.

Fazit: „Die Zerstörung des Völkerrechts“ ist kein weiteres langweiliges Völkerrechtsbuch für Juristen. Es ist ein Weckruf. Ein intellektuelles Florett, das die gesamte Nachkriegslegende der „Befreier“ und der „regelbasierten Weltordnung“ durchsticht. Wer verstehen will, warum Deutschland bis heute keine echte Souveränität besitzt, warum der Ukraine-Krieg eskalieren konnte und warum der nächste große Konflikt schon in den Startlöchern steht, kommt an Thor v. Waldstein nicht vorbei.

Dieses Büchlein ist Pflichtlektüre für alle, die die verlogene Gut-Böse-Propaganda der Systemmedien und der Berliner Republik satthaben. Lesen Sie es – bevor die nächste „Friedensmission“ beginnt…

Bestellempfehlung:

» Thor v. Waldstein: „Die Zerstörung des Völkerrechts“, 88 Seiten, 10 € – hier bestellen.

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11 Kommentare

  1. Die AfD ist die einzige Partei im Bundestag, die gegen Krieg und für das Völkerrecht ist.

    Die dämlichen Kartellparteien sind allesamt widerliche Kriegstreiber!

    Jagd dieses dämliche Gesindel an die Front!

  2. https://www.friedenskooperative.de/termine?thema=69
    Am Osterwochenende 2026 finden in zahlreichen deutschen Städten wieder die Ostermärsche für Frieden und Abrüstung statt. Zudem macht der Internationale Bodensee Friedensweg Station in Konstanz und Kreuzlingen.
    https://www.ohne-ruestung-leben.de/nachrichten/article/alle-termine-ostermarsch-2026-aufruf-frieden-demo-abruestung-bodensee-friedensweg-829.html

    Als große deutsche Friedensorganisation ruft Ohne Rüstung Leben zur Teilnahme an den Ostermärschen 2026 auf!
    Kleine weiße Friedenstaube, fliege übers Land; Allen Menschen, groß und kleinen, bist du wohlbekannt.

    Du sollst fliegen, Friedenstaube, allen sag es hier, daß nie wieder Krieg wir wollen, Frieden wollen wir.

    Fliege übers große Wasser, über Berg und Tal; Bringe allen Menschen Frieden, grüß sie tausendmal.

    Und wir wünschen für die Reise Freude und viel Glück, Kleine weiße Friedenstaube, komm recht bald zurück!

    Das Kinderlied »Kleine weiße Friedenstaube« wurde 1949 von der Kindergärtnerin Erika Schirmer komponiert und getextet. Als Inspirationsquelle diente ihr ein Plakat von Pablo Picasso, das ursprünglich für die Pariser Weltfriedenskonferenz entworfen wurde.

  3. Ein neuer Angriff auf US-Stützpunkte,
    durch den Iran, soll 500 amerikan.
    Militärs das Leben gekostet haben,
    berichtet auch NTV s.u.

    ZUCKERBROT & PEITSCHE

    Trump will sich an EU- & Nato Ländern rächen,
    weil sie nicht (genug) bei seinem Iran-Krieg
    mitmachen würden. Er hat dabei besonders
    Deutschland im Auge u. droht wiedereinmal

    mit Abzug des US-Militärs. Schon vor dem
    Krieg gegen den Iran gab es allerdings Ärger,
    weil sich der radikale US-Imperialist Grönland
    krallen möchte. Wenn EU u. Nato nicht
    gehorchen, dann holt der US-Boss die Peitsche
    heraus. Wieviel u. was (genug) Unterstützung
    für die USA sei, bestimmen natürlich die Amis.

    Ramstein & Co. geben die Amis bestimmt nie
    völlig auf. Ärger bekommt sicherlich bald die
    AfD, wenn sie sich nicht völlig transatlantisch
    einfärben läßt.

    „Die AfD möchte dem wohl zuvorkommen – bei seiner Rede vor dem AfD-Landesparteitag in Sachsen hat Co-Bundeschef Tino Chrupalla, wie die Bild berichtet, massiv gegen die US-Regierung geschossen und einen Rauswurf der US-Streitkräfte aus Deutschland angedroht. Chrupalla hat Trump bereits in den vergangenen Wochen Verrat am US-Wähler vorgeworfen – der Republikaner habe sich zu einem ‚Kriegspräsidenten‘ entwickelt.“
    (US-TRÖTE „APOLLO-NEWS“, 28.03.2026)

    NTV
    Weitere US-Marinekräfte sind im Nahen Osten eingetroffen. Das amphibische Angriffsschiff „USS Tripoli“ hat nach Angaben des für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos Centcom das Einsatzgebiet erreicht. Es dient als Flaggschiff einer kombinierten Seestreitkraft mit rund 3500 Einsatzkräften.

    Israel ordnet Zwangsumsiedlung von
    sieben Dörfern im Südlibanon an
    (Israel tötet libanes. Bauern, Sanitäter,
    Journalisten. Was soll das?)

    ➡ 13:33 Iran greift angeblich ukrainische
    Verteidigungsanlage in Dubai an +++

    „Das ist eine Lüge“, sagt ein Sprecher des ukrainischen Außenministeriums. „Das iranische Regime führt oft solche Desinformationsoperationen aus – genau wie die Russen.“

    SELENSKI IN DUBAI
    Derzeit weilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Dubai. Er berät mit dem Scheich der Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, über gegenseitige Hilfe.

    Das iranische Militär will einen großen Schlag gegen die USA ausgeführt haben. „Iranische Streitkräfte haben zwei Orte in Dubai, an denen sich mehr als 500 US-Soldaten versteckt hielten, mit Raketen und Drohnen angegriffen und ihnen schwere Verluste zugefügt“, sagt Sprecher des Revolutionsgarden-Hauptquartiers Khatam al-Anbiya.

    „Trump und die Führung des amerikanischen Militärs müssen erkennen, dass die Region sich in einen Friedhof für amerikanische Soldaten verwandeln wird und dass ihnen keine andere Wahl bleibt, als zu kapitulieren.“
    https://www.n-tv.de/politik/22-21-Presseverband-beklagt-gewaltsame-Festnahme-eines-CNN-Teams-id30415311.html

  4. Schlimm: Revolutionsgarden rekrutieren
    12-jährige Knaben für Hilfsfunktionen.

    Der Iran senkt jetzt das Alter für
    „Freiwillige Sicherheitskräfte“ auf ab 12 J.
    https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/iran-wenn-sie-sich-freiwillig-melden-kinder-ab-zwoelf-sollen-in-teheran-patrouillieren-69c588f28f57616717160b53

    Es heißt immer „Kinder“. Das stimmt schon, doch man
    hört/liest nirgends, daß auch Mädchen dabei seien.

    Hengaw Organisation für Menschenrechte; deutsch:
    +https://hengaw.net/de/news/2026/03/article-19

    Trump will nicht nur das Öl des Irans
    rauben, er will sich auch unsere
    Nordstream-Gaspipelines unter den
    Nagel reißen.

    EU u. Euro von Anfang an an USA u. Dollar
    gekoppelt. Eine Spielwiese für amerikan.
    Spekulanten.

    Die USA werden gegen den Iran evtl.
    taktische Atomwaffen einsetzen, also
    solche mit einer Zerstörungskraft wie
    jene damals auf Hiroshima & Nagasaki.

    Vom Iran soll ja noch was übrig bleiben,
    was die USA auf Dauer aussaugen können.

  5. Militärischer Einsatz gegen militärische Ziele ?

    „US-Israeli attacks target water reservoir in southwestern Iran
    Iranian officials say strikes have hit a key water facility as regional tensions continue to rise.“
    https://www.trtworld.com/article/fef82abef392

    Davon ab, sind auch iranische Schurnalunken mit Kommastellen ueberfordert
    „The 10,000-cubic-metre water reservoir…“
    https://www.aa.com.tr/en/middle-east/us-israeli-offensive-targets-water-reservoir-in-southwestern-iran/3883470

  6. Wichtiger Nachtrag zum US/ISR Angriff auf einen zivilen Trinkwasser-Staudamm
    siehe LEUKOZYT 29. März 2026 Beim 07:17

    „According to Iran International, Ali Fouladvand,
    head of research at Iran’s Organization of Defensive Innovation and Research (SPND),
    was killed along with members of his family in an airstrike in Borujerd“
    https://www.ynetnews.com/article/syc7d3ssbg

    Es ging also um Herrn F., der leider wohl nahe des getroffenen Staudammes weilte.
    Das muss man wissen, wenn man „Attacken auf Trinkwasserversorgung“ hoert.

  7. Unseredemokratie, Unserejustiz, Unsereethik, Unservölkerrecht.

    Politische Opportunisten pervertieren alles, wählt sie ab!

  8. Ein brillanter Vortrag.

    Der Satz „wir sind nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im kompletten Frieden“ vom Kriegstreiber der SPD ist mir auch sofort aufgefallen.

    Es ist Absicht. Das ist so geplant. Seit die USA,GB und die NATO über Europa herrschen, regiert der Mob.
    Die halten sich an keine Regeln und Begriffe, wie Ehre und Würde sind denen fremd

    Diese Nachgeburt der französischen Halsabschneider von Danton, Napoleon und Robespierre haben nichts mit der Kultur des alten Europas. welches aus Germanen, Christentum und Antike besteht, zu tun

  9. „Von Waldstein beginnt dort, wo alles einmal klar und ehrlich war: beim Westfälischen Frieden von 1648.“

    Was die dargestellten Inhalte über Krieg und Frieden selbst betrifft, ist das richtig, aber unvollständig. So ganz stimmt die Geschichte vom „Frieden, Freude, Eierkuchen“ auch hier nicht. Am Ende des Westfälischen Friedens stand vor allem die Festschreibung der Zertrümmerung dessen, was einmal das Heilige Römische Reich Deutscher Nation gewesen war – der letzte Teil des Titels wird in der linken Wikipedia und anderswo natürlich unterschlagen -, in ungezählte Staaten und Kleinstaaten hinein, womit der Keim für weitere Kriege gelegt worden ist.

    Das betrifft auch die spätere Auseinandersetzung mit dem „Erbfeind“ Frankreich, das sich an den deutschen Ländern gerne bediente, wann immer es das für richtig hielt. Erst unter Bismark ist das mit dem Sieg über Frankreich und der Reichseinigung beendet worden, doch die Rache der Franzosen (und die Wut der Engländer) ließen auf sich nicht lange warten. Mit dem weiteren Schandfrieden, dem von Versailles, ist der Keim zum nächsten großen Weltkrieg gelegt worden. Nicht umsonst spricht man von den beiden „Dreißigjährigen Kriegen“, was den ersten und die Zeit von 1914 bis 1945 als zweiten betrifft.

  10. Spiel mit dem Feuer
    Die baltischen Staaten stellen der Ukraine ihren Luftraum für Angriffe auf Russland zur Verfügung

    In den letzten Tagen sind ukrainische Drohnen bei Angriffen auf die russische Region St. Petersburg unbestritten über die baltischen Staaten und auch Finnland geflogen. Offensichtlich haben die NATO-Staaten ganz offiziell ihren Luftraum für Angriffe auf Russland geöffnet, was eine offene Kriegsbeteiligung darstellt…
    https://anti-spiegel.ru/2026/die-baltischen-staaten-stellen-der-ukraine-ihren-luftraum-fuer-angriffe-auf-russland-zur-verfuegung/

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