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Donnerstag, Mai 14, 2026
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Was wollen die USA mit Grönland?

Von MANFRED ROUHS | In der deutschen öffentlichen Diskussion über die Politik der Regierung Trump gegenüber Grönland spielen objektive politische, insbesondere geostrategische Interessen der USA keine Rolle. Diese Interessen bestanden bereits, bevor Trump US-Präsident wurde, und sie werden auch nach dem Ende seiner Präsidentschaft bestehen. Wer die Fakten nicht kennt, kann sich über Trump und Grönland keine sachliche, gut begründete Meinung bilden.

Strategische Lage und Militärpräsenz

Grönlands geografische Lage zwischen Nordamerika und Europa macht die Insel zu einem strategisch bedeutenden Standort für die US-Luftabwehr. Die Thule Air Base im Norden Grönlands spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Basis ermöglicht es den USA, den arktischen Raum und den Nordatlantik effektiv zu überwachen, potenzielle Bedrohungen schnell zu erkennen und darauf zu reagieren.

Nehmen wir einmal an, Russland würde Boden-Boden-Raketen auf die USA abfeuern. Ohne die Thule Air Base wäre deren Aufklärung vollständig von einer Satellitenüberwachung abhängig, die mit Killer-Satelliten angegriffen werden kann. Zudem wären amerikanische Abfang-Versuche mit gegen Luftangriffe gerichteten Boden-Luft-Raketen ohne den Standort Grönland nur mit einer erheblichen Verzögerung möglich.

Ressourcenreichtum

Der technische Fortschritt bietet neue Möglichkeiten für Rohstoffabbau und Schifffahrt in der Arktis. Grönland verfügt über bedeutende Vorräte an Lithium, Erdöl, Erdgas und anderen Ressourcen. Diese Rohstoffe sind besonders für die Technologien der Zukunft von Interesse, wie etwa Akkus für Elektroautos und Erneuerbare Energien. Die Kontrolle über diese Ressourcen könnte den wirtschaftlichen und technologischen Einfluss der USA stärken, und sie käme der amerikanischen wirtschaftlichen Entwicklung zugute.

Die Eismassen in der Arktis sind für moderne Schiffe überwindbar geworden. Das verändert die globalen Handelsrouten. Die Nordwestpassage wird zunehmend als alternative Schifffahrtsroute interessant, die kürzere Wege zwischen Europa und Asien ermöglicht. Ein stärkerer Einfluss der USA in Grönland könnte die Kontrolle über diese Verkehrswege sichern und die US-amerikanischen Handelsinteressen fördern.

Kein Steckenpferd von Donald Trump

Das US-amerikanische Interesse an Grönland ist kein Steckenpferd von Donald Trump. Militärisch ist Grönland für die USA unverzichtbar. Wirtschaftlich wird die Insel immer wichtiger. Die Dänen haben ohne die USA keine Chance, die Kontrolle über diese gewaltige Insel zu behalten, die knapp 50 Mal so groß ist wie Dänemark selbst. Wie auch immer eine mögliche Einigung zwischen Dänemark und den USA über Grönland aussehen mag: Die USA haben im Ringen um Grönland ein deutliches Übergewicht, das Trump auszuspielen versucht.


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und täglich im Internet publiziert. Bitte folgen Sie ihm hier bei X! Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.

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20 Kommentare

  1. Das mag alles so sein, wie der Autor es beschreibt. Nur wird an einem Einverständnis aller Einwohner Grönlands kein Weg vorbeiführen. Die sollen allerdings schon bekundet haben, „keine Amerikaner“ werden zu wollen. Durch wen das Schreiben, sofern es tatsächlich existiert, veröffentlicht wurde, ist jedoch nicht bekannt. So ist selbst diese Nachricht, die über die deutschen Medien (gesehen bei n-tv) gekommen ist, mit einiger Vorsicht zu genießen. Sicherlich wird auch das dänische Königshaus eine Rolle zu spielen haben.

    Grundsätzlich wäre das möglich. Solche Dinge müssen jedoch vorsichtig angegangen werden und es muß sichergestellt sein, daß alles das im friedlichen Einvernehmen erfolgt. Militärische Drohungen sind fehl am Platze. Das wird auch ein ungehobelter Klotz wie Trump zu respektieren haben.

  2. @Tom62
    Und warum sollte da „kein Weg vorbeiführen“, wegen des „Völkerrechts“ oder einer „werte- und regelbasierte Ordnung?“
    Es ist ganz einfach, die USA können ohne die NATO, denn faktisch sind die USA = NATO. Denen würden auch bilaterale Verträge mit Staaten wie Südkorea, Japan, Türkei, „Taiwan“ ggf. Polen genügen. Die haben eine relevante Anzahl an Soldaten und/oder den Willen aufzurüsten, falls nicht bereits geschehen. Wozu also mit der EU rumärgern und sich beleidigen lassen?

    Wie schaut es mit der restlichen NATO aus, können die ohne die USA? Nicht wirklich, aber irgendwie lebt man da wohl noch in seiner EU-Bubble bzw. Echo-Chamber wo sich die Verlierer gegenseitig bestätigen – bringt aber am Ende des Tages genau Null!

    Ergo sehe ich nicht was es da zu diskutieren gibt. Man hat sich in diesem Bereich auf Kosten der USA ausgeruht und die „Friedensdividende“ lieber in der Welt verschenkt, anstatt diese sinnvoll zu investieren.

  3. Na, herzlichen Glückwunsch! Wie geil ist das denn?
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article6964e8d254e8233d6fbdeb52/groenland-gehen-davon-aus-dass-trump-ernst-macht-reservisten-chef-fordert-deutsche-soldaten-auf-arktisinsel.html#Comments
    Jetzt müssen die senilen Ommas gegen Räächtz schnellstens anfangen Wintersocken zu stricken, damit unsere Bw-Sturmtruppen keine blau-schwarz und eiskalten Füsse in Ihren Lederstiefeln bekommen… 😆
    Wenn wollen und können wir denn dahin schicken? Die fliegende Gebirgsmarine auf Mauleseln? 😆
    MACHT ZUNÄCHST MAL SCHRITT EINS BEVOR IHR WEITERE SCHRITTE UNTENEHMT: MACHT DEUTSCHLAND ERST WIEDER VOLKSTÜCHTIG, BEVOR IHR ES WIEDER KRIEGSTÜCHTIG MACHT. NEBENBEI ES SIND SEIT 1940 MEHERERE HUNDERTAUSEND DEUTSCHE SOLDATEN IN DER UKRAINE STATIONIERT, ALLE MINDESTENS 1,5METER UNTER DER GRASNARBE! DAS REICHT SOLANGE AUF VORRAT, BIS DAS 1.000JÄHRIGE REICH IM JAHR 2.933 ENDLICH ERLEDIGT IST!
    Dieser Kommentar ist mit Art. 5 GG konform.
    H.R

  4. Zwischen Grönland und Alaska liegt noch Kanada. Falls Donald Trump tatsächlich Grönland kaufen sollte, dann wäre Kanada das nächste logische Ziel. Damit könnten die USA ihr neues Territorium abrunden und wären dann nach Fläche ein ganzes Stück größer als Russland (22 Mio. km² zu 17 Mio km²).

    Und man spart auf jeden Fall Kosten, z. B. bei der Regierungsführung: Nur noch einen Außenminister, einen Finanzminister, einen Gesundheitsminister usw. statt jeweils zwei. Nur noch ein Parlament und alle zwischenstaatliche Grenzen fallen weg.

    Trump könnte jedem Grönländer 100.000 $ bieten und das wäre immer noch günstig für die USA. Bei Kanada wird es schon schwerer.

  5. Was wollen die USA mit Grönland?
    —————————————–

    Die Pläne zu Grönland liegen doch schon lange in der Schublade.
    Es braucht dann immer jemanden, der sie von da rausholt und in die Praxis umsetzt.
    Das war mit den Autobahnen doch ganz ähnlich.

  6. Ich würde bei einem Staatenwechsel jedem Eskimo 1.000.000,– Dollar auszahlen.

    Grönland hat ca. 57.000 Einwohner, d.h. über 56.000 Eskimos und unter 1.000 dänische Verwaltungsbeamte.
    Die Entscheidung würde ganz klar für die USA ausfallen.
    Eine vierköpfige Familie hätte dann mal eben 4 Millionen Dollar auf dem Konto.

    Ich, als Eskimo, wäre lieber zusätzlich US-Bürger, als Bürger von Dänemark.

    Die USA hat viermal so viel Einwohner und ein sechsmal so hohes Bruttoinlandprodukt wie unsere BRD.

    Die Kosten wären dann EINMALIG 50.000.000,– Euro.

    Deutschland haut JÄHRLICH über 100.000.000,– Euro für Asylanten raus.
    Das waren allein in den letzten zehn Jahren 20-mal Grönland.

    An diesem Beispiel ist leicht zu erkennen, welches der beiden Länder von Idioten regiert wird.

  7. Berichtigung:

    Natürlich meinte ich nicht 50.000.000,–€, sondern 50.000.000.000,–€
    und nicht 100.000.000,–€, sondern 100.000.000.000,– €.

  8. „Was wollen die USA mit Grönland?“
    „Haben, raffen, unterjochen, ausbeuten!“
    Bescheidenheit kennen Amis nicht. Es
    wird höchste Zeit, daß sie es mal lernen.

  9. Der russische Zar hat damals mal Alaska an die Amerikaner verkauft. Danach wurde in Alaska Gold gefunden und später Öl. War ein schlechtes Geschäft für die Russen.

  10. Ich hoffe, daß in sämtlichem Kriegsgerät, das
    Lump an die Koali der Kriegswilligen überteuert
    verkauft, Blockade-Chips drin sind, sodaß die
    kriegsgeilen Europäer sie nicht verwenden können.
    Zudem sollte Lump endlich Starlink abdrehen lassen.
    Dann würde ich ihm den Friedensnobelpreis gönnen,
    trotz der Kriege die er sonst noch führt.

  11. Merz kümmert sich nur um andere Länder. Die Ukraine ist ihm viele Milliarden wert. Jetzt will er soldaten nach Grönland schicken.

  12. Die „Grünen“ fordern die Stationierung von deutschen Soldaten in Grönland

    Da lachen ja die Hühner!
    Die Kriegsdienstverweigerer fordern Soldaten?

    Nur als Information für diese Grünen: Die USA würden die Witzfiguren aus der EU wegblasen! Und die Briten würden den USA dabei durch Verrat unterstützen

  13. Einige interessante Aspekte zu Grönland aus Sicht eines Schweizers:

    Eskalation um Grönland

    (mit folgenden Zwischenüberschriften:)

    NATO-Staat bedroht NATO-Staat?

    „Grönland gehört den Grönländern. Punkt!“

    Die dunkle dänische Vergangenheit in Grönland

    Skandale gegenüber den Inuit

    Trumps Griff nach Grönland ändert Dänemarks Auftreten

    Hat Trump schon mal etwas vom Völkerrecht gehört?

    https://haintz.media/artikel/international/eskalation-um-groenland/

  14. @ tlsegrxD 12. Januar 2026 um 16:36

    Welcher Unterschied besteht für Sie zwischen „kein Weg vorbeiführen“ (was Sie geschrieben haben) und „grundsätzlich wäre das möglich“ (was ich geschrieben habe)?

    Mit Ausnahme des Völkerrechts geht es mir nicht um die Dinge, die Sie in den Raum gestellt haben. Und schon gar nicht geht es mir um die „EU“. Wenn aber jeder sich einfach nimmt, was immer er für richtig hält, ist das Chaos bald perfekt. Was ist so schwierig daran, die zu fragen, denen das Land gehört? Welche Schwierigkeit bestünde darin, ein Referendum abzuhalten? Was ist das nächste? Für Kanada hat Trump bekanntlich auch schon Bedürfnisse angemeldet. Ich möchte, daß der Anstand regiert und nicht das Faustrecht.

    Eine „regelbasierte Ordnung“, die im Wesentlichen so aussieht, daß eine Seite „die Regeln macht“, und die andere „die Ordnung zu befolgen“ hat, die sich daraus ergibt, können sich die Herrschaften ohnehin in den Allerwertesten stecken. Wenn Trump das meint, sollte er sich zum Teufel scheren, das macht „Brüssel“ nämlich auch so.

    Natürlich kann man mit Sicherheitsfragen argumentieren. Trump hat, was das betrifft, nicht ganz unrecht; das extrem dünn besiedelte Grönland wäre schon aufgrund seiner schieren Größe tatsächlich für Dänemark bei einer feindlichen Besetzung kaum zu verteidigen. Eine Anfrage aber mit dem Damoklesschwert einer militärischen Annexion zu versehen, sollte man nicht spuren wie gewünscht, hat dann doch ein sehr, sehr übles Geschmäckle.

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