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Europas politisches und moralisches Versagen

Von WOLFGANG HÜBNER | Wie soll Russland auf eine Europäische Union reagieren, der ein Verhandlungsangebot aus Moskau nur lästig ist und die sich zudem völlig uneinig ist, wer überhaupt und zu welchen Bedingungen mit dem leider so erfolgreich dämonisierten russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen könnte? Welche Empfindungen sollen die Völker in dem Riesenreich haben, wenn keine Regierung in der EU ihr Bedauern und Mitgefühl mit den vielen jungen Opfern des Terroranschlags von NATO-Ukraine in Starobilsk ausdrückt oder auszudrücken wagt?

Wie soll man im Kreml werten, dass sofort für die in einem Haus in Rumänien eingeschlagene Drohne die Russen einer friedensgefährdenden Provokation beschuldigt werden, obwohl das Geschoss aus der Ukraine kam? Welche Schlüsse soll der Moskauer Generalstab daraus ziehen, wenn der Außenminister eines Baltenzwergs mit dem Gedanken liebäugelt, wie die NATO in Rekordzeit die russische Enklave Kaliningrad plattmacht? Es ist ein Gebot politischer Klugheit und verantwortungsbewusster Staatskunst, sich auch gedanklich in die Lage des wirklichen oder vermeintlichen Gegners zu versetzen.

Wer sich dieser Pflicht verweigert wie Merz, Starmer, Macron samt den unzähligen Hetzern in Medien und Institutionen, der ist schuldig an der Situation, die offenbar unaufhaltsam auf einen großen Krieg in Europa mit absehbar apokalyptischen Folgen zutreibt. Moskau kann und wird nicht warten, bis auch Deutschland sich militärisch fähig fühlt, gemeinsam mit anderen europäischen innenpolitischen Pleitiers Russland zu zerschlagen und fette Beute zu machen. Wozu soll das allerorten auf dem alten Kontinent ausgebrochene Aufrüstungsfieber auch sonst dienen?

Russland muss wahrlich keine überschuldeten, wirtschaftlich niedergehenden, gesellschaftlich verwüsteten und gespaltenen Staaten wie Deutschland, Frankreich oder England angreifen oder gar erobern, um mächtiger zu sein. Das größte Land der Erde hat alles außer genug Menschen. Und mit diesem Mangel muss es sehr sorgsam umgehen. Deswegen setzt das russische Militär auf präzise Raketenschläge, nukleare nicht ausgeschlossen. Einen konventionellen Krieg wird es nicht geben, da kann Rheinstahl Panzer produzieren ohne Ende!

Die sogenannten EU-Eliten tun bei ihrem aggressiven Kurs gegen Russland so, als könnten sie das ignorieren. Und ihre Völker lassen das zu. Sie begreifen nicht, dass die USA keineswegs Freunde sind, sondern Europa als willenlose Manövriervasallen in ihrem imperialen Spiel betrachten und entsprechend behandeln. Europas Völker suchen zu ignorieren, dass es EU wie NATO nicht um Freiheit, Demokratie und Frieden in der geschundenen Ukraine geht, sondern darum, mit dem Blut und massenhaften Tod ukrainischer Männer Russland zu schwächen.

Wenn es in Deutschland noch eine kritische Öffentlichkeit, keine Demokratur des Parteienstaates und weniger Russenhetze gäbe, dann würden schon viel mehr Menschen wissen, wie gefährlich die Lage inzwischen ist. Die russische Führung hat sich nämlich entschlossen, nicht mehr auf Vernunft und Einsicht in Resteuropa zu hoffen, sondern auf die Wirkung ihrer hochentwickelten Waffen. Diejenigen, die diesen Richtungswechsel in Moskau besorgt registrieren, sind keine „Putin-Knechte“, sondern die wahren Patrioten.


Wolfgang Hübner.
Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ legte 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Hübner ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar. Seine politische Biographie „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ ist im Engelsdorfer-Verlag, 226 Seiten, ISBN 978-3-69095-029-9, 24,80 Euro, erschienen.

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1 Kommentar

  1. Die bundesdeutsche Nomenklatura hat alles daran getan, den selbst provozierten Konflikt immer mehr eskalieren zu lassen und mit ihrer Hetze und ihren Lügen Moskau fortgesetzt zu brüskieren. Sie haben sich damit als Gesprächspartner verabschiedet und sollten sich daher nicht wundern, wenn sie vom Putin inzwischen zwar für gefährlich gehalten, ansonsten aber nicht einmal mehr ernst genommen werden. Als Gesprächspartner haben sich an ihrer Stelle diejenigen qualifiziert, die die ganze Zeit über bemüht gewesen sind, die Diplomatie und damit eine Tür zu denen, die wir noch brauchen werden, aufrechtzuerhalten.

    Die werden von den üblichen Verdächtigen dafür als Putin-Freunde tituliert. Daß es den Betreffenden aus der AfD, aber auch anderen Richtungen um deutsche Interessen gehen könnte, die Idee ist ihnen, die sie deutsche Interessen samt ihrem Amtseid längst mit Füßen treten, indem sie unser Steuergeld fürs Töten anderer Leute verschleudern, noch nicht gekommen. Sie haben damit Blut an den Händen. Das kann von der AfD nicht gesagt werden.

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