Gesichert unbequem ... und stolz darauf!
Mittwoch, April 29, 2026
Gesichert unbequem ... und stolz darauf!
StartDeutschlandEU-Regierungen stimmen Mercosur-Abkommen zu

EU-Regierungen stimmen Mercosur-Abkommen zu

Von MANFRED ROUHS | Nach rund 25 Verhandlungsjahren haben sich die EU-Regierungen mit ihren südamerikanischen Verhandlungspartnern am Freitag auf die Details des Mercosur-Abkommens geeinigt, das am 12. Januar unterschrieben werden soll. Das Abkommen wird allerdings erst schrittweise unter umfassenden bürokratischen Kontrollen innerhalb der kommenden zehn bis 15 Jahren wirksam werden – falls die EU so lange durchhält.

In den Ländern der EU und der Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) leben rund 700 Millionen Menschen. Das jetzt getroffene Abkommen soll eine der größten Freihandelszonen der Welt schaffen. Davon könnten im Erfolgsfall die europäische Industrie und südamerikanische Landwirte profitieren. Europas Bauern dagegen haben von der Konkurrenz, die ihnen in einigen Jahren erwachsen soll, nichts Gutes zu erwarten.

Bei den EU-Strategen besteht die Hoffnung, dass die bevorstehende Vereinbarung helfen wird, die Abhängigkeit von China zu verringern und verloren gegangene Absatzkapazitäten aufgrund amerikanischer Zölle auszugleichen. Während die Regierungen von Deutschland und Spanien das Abkommen unterstützen, gibt es erhebliche Widerstände in Polen, Belgien, Frankreich und Österreich, wo Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft bestehen.

In den letzten Tagen haben Landwirte in ganz Europa, darunter in Frankreich und Belgien, gegen das Abkommen demonstriert. Sie befürchten, dass die Erhöhung der Einfuhren von preiswert produzierten Lebensmitteln wie Rindfleisch, Geflügel und Zucker die heimische Produktion gefährden wird. In Polen blockierten Landwirte Straßen und demonstrierten, um gegen die Auswirkungen des Abkommens auf ihre Landwirtschaft zu protestieren.

Fraglich bleibt, wann das Mercosur-Abkommen welche realwirtschaftlichen Auswirkungen haben wird. Es sieht eine Angleichung der Standards in der südamerikanischen landwirtschaftlichen Produktion mit denen in Europa vor. Hinzu kommen Schutzklauseln, Mechanismen der Marktüberwachung sowie Milliardenhilfen für europäische Landwirte ab 2028.

Bislang steht nur ein Gewinner des Abkommens fest: Die europäische Bürokratie, der die EU-Institutionen in den kommenden Jahren die Gelegenheit geben werden, zu neuer Höchstform aufzulaufen. Alles andere bleibt ungewiss.


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und täglich im Internet publiziert. Bitte folgen Sie ihm hier bei X! Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.

Beitrag teilen:
ÄHNLICHE ARTIKEL

26 Kommentare

  1. Ich gehe mal davon aus das die günstigeren Einkaufspreise den Gewinn bei den Großhändlern steigern werden und nicht an den Endverbraucher weitergeben werden. Ob die Ware mit “ aus Mercosur “ Staaten ausgezeichnet wird ist die andere Frage. Immerhin werden dort noch Pestizide verwendet welche innerhalb der EU schon seit längerem verboten sind. Der Verbraucher sollte im Sinnr der eigenen Gesundheit entscheiden können ob er das kauft oder nicht.

  2. Mit Hormonen und Gentechnik manipiluiertes Rindfleisch (deshalb sind die argentinischen Rindersteaks nämlich so zart) bekommt nun freien Zugang in die EU. Die EU-Bauern sind die Verlierer denn sie müssen sich strengen Aufzuchtsregeln unterwerfen. In Argentinien kann das niemand kontrollieren, höchsten auf dem Papier und Papier ist bekanntlich geduldig.
    Oder können sich junge Deutsche auf EU-Kosten als vor Ort die Aufzucht der Rindviecher kontrollierende Gauchos bewerben auf einer Rinderfarm?
    Macron hat wohl dagegen gestimmt. Er hat den FN/Le Pen im Nacken.

    Allein die Tatsache das Merz und UvdL das Abkommen gut finden zeigt doch daß dieses Abkommen eben nicht gut sein kann, gegen deutsche Interessen gerichtet selbst wenn man sich persönlich nicht weiter mit der Thematik befassen will.
    Gut hingegen für die deutsche Industrie, welche produziert. Nämlich zunehmend im Ausland.

  3. Für Deutschland ist das Wurscht!

    Hier muckt sowieso niemand auf.

    Aber die französischen Bauern werden Macron die Hosenträger wegfliegen lassen.

  4. Diese EU-Bonzen sind die Handlanger der großen Investoren Trusts wie Black-Rock und Vanguard.

    Diese Leute arbeiten bewusst daran, damit die bäuerliche Landwirtschat in Form von Familienbetrieben wirtschaftlich kaputt gemacht wird, damit die Bauern gezwungen werden ihre Höfe und Ländereien zu verkaufen, die dann von den Großinvestorwn als billige Insolvenzmasse auf dem Markt für die eigene Geldanlage aufgekauft werden kann.

    Ich frage mich wie viel Geld diese EU Leute von den Kapitalfonds bekommen, damit sie sich als gefügige Werkzeuge in deren Dienste stellen.

  5. gonger 9. Januar 2026 Beim 17:05
    Mit Hormonen und Gentechnik manipiluiertes Rindfleisch (deshalb sind die argentinischen Rindersteaks nämlich so zart) bekommt nun freien Zugang in die EU.
    ++++

    Also, ich habe mich vor allem auf Geschäftsreisen in der ganzen Welt mit Steaks durchgefressen.

    Die argentinischen Steaks waren meistens nicht so zart.

    Dann schon eher die von hormonbehandelten Rindviechern in den USA.

    Auch Wagyu und australische Steaks waren gut, aber sehr teuer.

    Deutsche Steaks sind meistens eher katastrophal.

    Wohl, weil das Rindvieh hier meistens eher auf Milchertrag gezüchtet wird.

  6. Nachdem sich die Preise für Rindfleisch in den letzten Jahren gut verdreifacht haben – worauf Grüne schon faktenresistent über den halbierten Verkauf von Rind frohlocken – könnte man ja annehmen, dass zumindest mehr Konkurrenz das Geschäft belebt aber ich vermute mal dafür sind die Abkommen nicht gedacht und nichts wird günstiger werden

  7. Gonger
    ++++

    In SPO sind die Kneipen Deichkind und Insel nicht so schlecht.

    Man sollte aber mit dem Kellner vorher etwas übers Steak reden. 😉

    Voraussichtlich bin ich schon im Februar wieder für ein paar Tage in SPO.

    Fahre da gerne hin, auch weil es dort fast keine Neger, Muselnucken und Zigeuner gibt.

    Und man gut mit dem Auto dort hinkommt.

    In warme Dreckländer brauche ich nicht mehr.

    Die kenne ich schon alle und ich kann ehrlich gesagt auch keine Flugzeuge mehr sehen.

  8. schlimm, daß wird unssere Bauern, die hier mit ganz anderen Unkosten zurechtkommen müssen, wie ein Schlag mit der Brechstange.
    Danke vdL, höchste Zeit daß Du abservierst wirst.

  9. Es gibt auf dieser Welt wenige Politiker, die noch verlogener sind als Emmanuel Macron. Mit dem kann nicht mal Friedrich Merz mithalten. Jahrelang wirbelt er für den Vertrag, und jetzt stimmt er dagegen, um seinen Landsleuten Sand in die Augen zu streuen. Seine Ablwhnung ändert nämlich nichts an den Mehrheitsverhältnissen.
    Was selten Thema ist, wenn über die Proteste der französischen Bauern berichtet wird: Mercosur wird nicht nur die kleinen und mittleren Bauern ruinieren, es sind jetzt schon reichlich aus dem Leben geschieden, sondern die Kukturlandschaft Frankreichs wird zerstört. Der Tourismus wird massiv zurückgehen, von wegen „Ferien aufm Bauernhof“. Ausländische Touristen verbringen ihren Urlaub doch nicht in dem islamisierten Moloch Paris, sondern aufm Land. Das ist dann aber nicht mehr da.

  10. @ eule55
    musste wegen SPO zwar erst mal googeln
    aber das klingt verdammt gut. Kulinarisch bin
    ich eher simpel gestrickt, das ist also wurscht.
    Der Rest klingt super.

  11. Löst sich heute der Brandenburger Landtag auf?

    https://www.youtube.com/watch?v=4JGFgDoDoG4

    ——————————————————————————————————-

    Altparteien wollen keien Neuwahl. Die sind für eien Minderheitsregierung. Aus Angst vor der AfD gibt es keien Wahl. MIt Demokratie hat das nichts zu tun.

  12. „… – falls die EU so lange durchhält.“
    Die Frage dürfte doch eher sein, ob der MIGA Tramp nicht die Unterschriftsleister entführen lässt oder die ganze Weltgegend dort annektiert.

  13. Ich bin ganz klar gegen dieses Abkommen. Wie hier schon geschrieben, macht mir die Landwirtschaft die grössten Probleme. Was nützt billigeres Fleisch, wenn es dafür gesundheitsschädlicher ist. Es gelten dort nämlich nicht die gleichen Gesundheitsstandards wie in Deutschland, bzw. Europa. Wenn unsere Bauernhöfe sterben, sind wir Bürger gezwungen, einen Teil unserer Lebensmittel aus dem Ausland zu konsumieren. Den globalen Superreichen geht es doch nur darum, uns in Abhängigkeit zu bringen. Am Ende gibt es dann nur noch ein paar Großkonzerne, wo wir unsere Nahrung beziehen können. An die ganzen erlaubten Pestizide und sonste Gefährlichkeiten will ich gar nicht denken. Weg damit !

  14. Goldfischteich 9. Januar 2026 Beim 18:16
    …………………..
    da kann ich sie ganz beruhigen. ich bin bekennender frankreich fan. aber urlaub auf dem bauernhof würde mir in so einer kulturlandschaft als letztes einfallen. wir sind eigentlich meistens am meer. atlantik, mittelmeer und gern mal orleon oder reims.

  15. wolaufensie 9. Januar 2026 Beim 18:44
    @ eule55
    musste wegen SPO zwar erst mal googeln
    aber das klingt verdammt gut. Kulinarisch bin
    ich eher simpel gestrickt, das ist also wurscht.
    Der Rest klingt super.
    ++++

    Ich denke, dass gonger am besten in jeder Hinsicht über SPO Bescheid weiß.
    Der wohnt da glaube ich.

  16. Unabhängig davon dass die Europ. Bauern erst vor Wochen in Brüssel vor der EU dagegen protestiert hatten, hat man diese nochmals gefragt oder umgestimmt? Ich galube nicht. Ausserdem trotz BLa, Bla für Nachhaltigkeit und Umweltschutz was wurde aus der Abholzung der Urwälder in den Ländern als gäbe es kein Morgen. Bei solchem Abkommen geht es in 1 .LInie um Profit – selbst wenn die Lat. Amerik. Länder vom Mercosur Abkommen profitieren sollten… wer glaubt dass sich diese an div. Ausdehnungen von Anbauflächen und der riesigen Mengen Podukten an strenge Regeln halten, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
    Auch wenn ich den lat. Am. Ländern ein besseres Einkommen und Lebensbedingungen gönne, die Europ. Bauern werden wie schon lange in Europa selbst, die Dummen sein die von der EU über den Tisch gezogen werden. Letztendlich auch der Konsument in Deutschland als würden die Produkte aus allen Ländern zu jeder Jahreszeit (sogar untypisch )immer noch nicht reichen.
    Die EU ist der Wahnsinn und gehört längst in dieser Form abgeschafft. !!!

  17. Wenn es billigere Nahrungsmittel zu kaufen gibt, hat der Pöbel mehr Geld übrig – und kann noch mehr von seinem Einkommen an die Regierung abgeben.

    Und auf die brachliegenden Felder der bankrotten deutschen Bauern pflanzen wir Kasernen und Flüchtisiedlungen.

    Nebenbei: Wie kommen denn die südamerikanischen Feldfrüchte in deutsche Supermärkte, ohne dass auf dem Transportweg pöhses CO-2 freigesetzt wird?
    Das ist ist doch sonst das Mass aller Dinge.

  18. nicht die mama 10. Januar 2026 Beim 00:52

    Nebenbei: Wie kommen denn die südamerikanischen Feldfrüchte in deutsche Supermärkte, ohne dass auf dem Transportweg pöhses CO-2 freigesetzt wird?
    ++++

    Ich habe in der letzten Zeit schon ein paar Mal Spargel aus Peru gegessen.

    4,99 €/500g.

    Wirkt frisch und schmeckt gut.

    Wie machen die das zu dem Preis?

    Bei dem langen Transport?

  19. Heute Nachmittag koche ich Lammkarree aus Neuseeland mit groben Salz aus dem Himalaya. Der Pfeffer stammt aus Indonesien.
    Dazu gibt es Spargel aus Peru und Kartoffeln aus der Heide. Die Butter ist aus Irland.
    Und 1 Flasche Margaux aus Frankreich.

    Mein Schneidbrett aus Bambus ist aus Vietnam und das Besteck aus Solingen.

    Zum Einkaufen fahre ich immer mit meinem 3 ltr. V6 Diesel, wegen CO2, damit es wärmer wird. 🙂

  20. nicht die mama 10. Januar 2026 Beim 00:52

    Und auf die brachliegenden Felder der bankrotten deutschen Bauern pflanzen wir Kasernen und Flüchtisiedlungen.
    ++++

    Wenn unsere sozialistische Regierung nicht so dämlich wäre, könnte man auch eine anständige Fabrik auf dem Acker bauen!

  21. So wird Global-Politik gemacht!

    https://youtu.be/j9z4jVnIu_Y?si=ERI3kdP9A9YjkUHX

    Geld regiert die Welt!

    Die Interessen der Menschen vor Ort in deinem Landkreis oder deiner Gemeinde in der Du lebst sind für die nur verschiebbare kapitalverwertungsmasse.

    Je mehr NPCs die nichts hinterfragen, um so besser für die!

  22. eule55 10. Januar 2026 Beim 02:30

    Keine Ahnung, wie die das machen. Vielleicht wird das Gemüse bestrahlt oder in Formaldehyd eingelegt?
    Falls es in Südamerika sowas wie Kontrollen, was die Belastung von Lebensmitteln angeht, überhaupt gibt, bin ich mir recht sicher, dass die Freigabe-Stempel auch unkompliziert auf dem kleinen Dienstweg zu bekommen sind.

    In der Bundestags-Kantine wird das Zeug vermutlich also nicht verkocht werden.
    :mrgreen:

  23. Typisch EU
    Nur Scheiße

    Was will den die EU liefern?
    Überteuerte Landmaschinen?

    Die Technik kommt dann aus Asien und besonders China (wegen Qualität und Preis)
    Und unsere Bauer werden krepieren (durch EU Bürokratie und Auflagen)
    Dann kommen Blackrock, Bill Gates und die Wallstreet und kaufen am Ende alles auf
    Der holländische Bauernfeind Marc Rutte ist nicht umsonst jetzt NATO-Laberkopf geworden und belohnt. Die freien selbstständigen Bauer werden als Gefahr betrachtet. Die können ihr eigenes Essen herstellen. Die Herrschaft über die Lebensmittel ist ein Teil des Dominanzstrebens

Kommentarfunktion ist geschlossen.