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Zwischen gestern und heute

Von RAINER K. KÄMPF | Am Donnerstagabend war Vera Lengsfeld Gast der Berliner Abgeordnetenhausfraktion der AfD (Video oben). Anlaß war das zweifelhafte zehnjährige Jubiläum der Erstürmung Deutschlands.

Das gemeinsame Feindbild Merkel als Scharnier zu sehen, greift zu kurz. Die Bürgerrechtlerin, einst selbst CDU-Mitglied, und die Alternative für Deutschland verbindet mehr als die Verurteilung der bedingungslosen Grenzöffnung.

Die Wurzel der Gemeinsamkeit findet man in der Geschichte, in der Verortung im Osten der heutigen Bundesrepublik. Bei Lengsfeld wird man das überlesen und wie selbstverständlich zur Kenntnis nehmen.

Aber wie jetzt? Wo finden wir den gemeinsamen Teil in der Geschichte bei der AfD? 2013 war doch die DDR nur noch Fußnote. Annektiert, gesellschaftlich eingeebnet, und die westdeutschen „Eliten“ wiegten sich im Glauben, sie hätten den Ossis jedes Quentchen Heimat und Stolz auf sich selbst unwiederbringlich ausgetrieben.

Vor einigen Tagen jährte sich ein anderes, vergessenes Ereignis: 35 Jahre seit der Unterzeichnung des „Vertrags über die Herstellung der deutschen Einheit“ zwischen der DDR und der BRD am 31. August 1990. Genau hier finden wir das Bindeglied zwischen den Bürgerrechtlern damals und der AfD heute.

Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, schrieb zu diesem Anlaß, daß die DDR besetzt wurde. Besetzt durch das Bonner System, das in der revolutionierenden DDR-Bevölkerung eine wachsende Gefahr sah. Und so versagten sie den „Brüdern und Schwestern“ im Osten das grundgesetzlich verbriefte Recht auf eine Verfassung und die freie Entscheidung nach Artikel 146.

Es ist nicht nur die tatsächliche Landnahme und die Vivisektion der ostdeutschen Wirtschaft, die Hunderttausende von Menschen ihrer Arbeit und ihrer Existenz beraubte. Es ist die Demütigung der Aufbruchstimmung in der damaligen Gesellschaft, der man die Möglichkeit und die Zukunft nahm, Deutschland im sich bietenden politischen Prozeß zu einem authentischen Nachkriegsdeutschland zu gestalten.

Der Autor erinnert sich sehr gern und mit etwas Wehmut an Persönlichkeiten, die im kleinen Finger mehr Kompetenz, Ehrgeiz und Mut hatten als manche hoch dotierte Systempolitiker heute. Mehr Anstand, Ehre und Nationalstolz sowieso.

Diese Menschen, diese möglich aufsteigende, neue und konkurrierende Elite, wurden im kalten Handstreich weggefegt. Stattdessen kamen Verweser der dritten Garnitur und deren Gefolge, um den jetzt freien Teil Deutschlands zu kolonisieren.

Genau an dieser Stelle verorten wir den Schnittpunkt und erkennen, warum die AfD Volkspartei des Ostens ist. Die Partei ist die letzte ehrliche Alternative, um 1989 fortzusetzen und letztlich doch noch zum Erfolg zu führen! Und Helmut Kohls Versprechen zu erfüllen. Diesmal jedoch in beiden Teilen der Republik.


PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.

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33 Kommentare

  1. Und so versagten sie den „Brüdern und Schwestern“ im Osten das grundgesetzlich verbriefte Recht auf eine Verfassung und die freie Entscheidung nach Artikel 146.

    Nicht nur im Osten, auch uns „Westlern“.
    Nur mal so am Rande:
    Gibt’s den Artikel 146 eigentlich noch, oder wurde der inzwischen gestrichen???

  2. Sehr Zweifelhaft, dieser Artikel.
    Der Autor schreibt so, als ob die AFD eine rein
    östliche Partei wäre und im Osten entstanden sei.
    Wir westlichen Patrioten haben das gleiche Verständnis
    von demokratischer Politik, wie die Patrioten im Osten.
    Die CDU hat es früher bei der Wiedervereinigung schon
    ehrlich gemeint, dass hatte mit einer Zwangsübernahme
    und Ausbeutung übehaupt nichts zu tun.
    Doch diese Partei hat sich seitdem schwer verändert, sie
    ist eine Unrechts-und Schurkenpartei geworden.

  3. Artikel 146 des Grundgesetzes (GG) sieht vor, dass das Grundgesetz seine Gültigkeit verliert, sobald eine neue Verfassung in Kraft tritt, die das gesamte deutsche Volk in freier Entscheidung beschlossen hat. Obwohl bei der Wiedervereinigung die Option bestand, eine neue gesamtdeutsche Verfassung nach diesem Artikel zu schaffen, entschied man sich stattdessen für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland nach dem damaligen Artikel 23 GG. Dies bedeutete die Anwendung des bestehenden Grundgesetzes auf ganz Deutschland.
    Fokus auf rasche Vereinigung:
    Viele Bürger in der DDR wünschten sich eine schnelle Veränderung und die Wiedervereinigung. Der Prozess der Verfassungsneuschöpfung erschien zu langwierig.

    Der Weg über Artikel 23 GG:
    Die Mehrheit der Bürger in beiden deutschen Staaten bevorzugte den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland nach dem damals geltenden Artikel 23 GG.

    Unterschiedliche Deutung:
    Während die Befürworter einer neuen Verfassung nach Artikel 146 GG die Möglichkeit der Mitwirkung des gesamten deutschen Volkes durch einen Volksentscheid sahen, gaben andere zu bedenken, dass das Grundgesetz eine gute Verfassung sei.

    Das Grundgesetz als „Verfassung auf Zeit“:
    Die Väter und Mütter des Grundgesetzes hatten es bewusst als ein „Grundgesetz“ und nicht als „Verfassung“ bezeichnet, um die Teilung Deutschlands nicht zu zementieren. Die Möglichkeit einer neuen Verfassung war somit von Anfang an eingeplant.

    der Ratsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
    plädiert für eine Streichung des Artikels 146 im kommenden Jahr, in dem sich die Wiedervereinigung zum 35. Mal jährt. Das Grundgesetz solle dann zur deutschen Verfassung erklärt werden.
    https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/stiftung/aktuelles/markus-meckel-fordert-streichung-des-grundgesetz-artikels-146

  4. Ist das ein schlechter Vortrag. Ganz ungewohnt von Lengsfeld.

    Lachmann redet ziemlich wirr. Alles in Allem eine missglückte Veranstaltung. Unter Niveau der AfD :((

  5. „Besetzt durch das Bonner System, das in der revolutionierenden DDR-Bevölkerung eine wachsende Gefahr sah. Und so versagten sie den „Brüdern und Schwestern“ im Osten das grundgesetzlich verbriefte Recht auf eine Verfassung…“

    Naja – für die „Brüder und Schwestern“ im Osten war wohl der üppige Umtausch ihrer schwindsüchtigen Ostmark in eine harte Westmark offensichtlich bedeutend verlockender, als eine eigene Verfassung, die dann eigentlich was hätte bewirken sollen?

    Auch für die bereits deutlich ermüdeten Helden der Arbeit und deren Beobachter war die Aussicht auf eine schöne Rente ohne vorausgegangene Einzahlung in die West-Rentenkasse wohl weitaus erstrebenswerter als eine eigene Verfassung mit mehr oder weniger rein ideellem Wert.

    Die stets schuldbewussten Westbürger, immer zu Opfern bereit – ausgenommen die autonomen Selbstdenker – warfen damals allerdings noch erstaunlich wenige Teddybären – höchstens vielleicht ein paar überreife Bananen – obwohl deren Renten doch nach unten angepasst wurden!

    Das wurde dann 2015 – dank sozialistischer Nachhilfe – allerdings wieder gutgemacht . . .

  6. Der Verfassungsschutz stufte das 2021 erschienene Buch „Kulturkampf um das Volk: Der Verfassungsschutz und die nationale Identität der Deutschen“ von Professor Martin Wagener, das auch den Verfassungsschutz kritisierte, als verfassungswidrig ein. Als erste Folge verlor der Professor Ende Oktober 2021 seinen Lehrauftrag beim BND und ist seitdem freigestellt. 2023 wurden von seinem Verlag aufgrund dieser Einstufung bereits ausgezahlte staatliche Fördergelder für das Buch in Höhe von 7.500 Euro zurückgefordert.
    https://apollo-news.net/verfassungsschutz-stuft-buch-von-professor-als-verfassungswidrig-ein-job-weg-frdergelder-zurckgefordert/
    GG Art.5 Meinungsfreiheit …eine Zensur findet nicht statt!

  7. Eine SED Stalinistin die sich gut zu tarnen wusste.

    All ihre politischen Entscheidungen zielten darauf ab, dass schon von Honecker gehasste Wirtschaftssystem der BRD zu sabotieren und zu zerstören.

    Den CO2 Klimaschwachsinn und Fukushima nutzte Angela Merkel als Feigenblatt für einen Generalangriff auf die Deutsche Wortschaftsordnung.

    Ziel: Alles zertrümmert um dann in der Armut das DDR System wieder aufzubauen.

    Süßes Gift in Form von leistungsloser Staatsknete verspritzen um damit die verarmten Massen einzuwickeln.

    Es dauerte zu lange bis das wahre Gesicht dieser Frau erkannt wurde.

    DDR Spione lernten die Täuschung meisterhaft.

    Die Moskauschülerin Merkel handelte stets in vollem Vorsatz.

  8. Paradox:

    Die politische Gruppierung, die damals wie heute der größte Gewinner der deutschen Einheit war und ist, ist die Linke aka SED, inklusive der mehrfachen Umlackierungen ihres Namens. Ich schreibe „politische Gruppierung“, weil die SED aka Linke zu keinem Zeitpunkt eine politische Partei war. Sie war zu jedem Zeitpunkt eine verbrecherische Organisation mit einem hohen Maß an krimineller Energie. Im 1889 bestand die Chance, den Terror dieser verbrecherischen Organisation aufzuarbeiten. Mit dem Vollzug der Einheit bereits im Herbst 1990 konnte dies nicht mehr geschehen, da die restlichen Schergen der SED die Karte einer angeblichen Hexenjagd ausspielten. Hinzu kommt, dass es in Deutschland damals wie heute Kräfte und Kreise gibt, die schützend ihre Hände über die Linke aka SED halten.

    Ob die mit hoher krimineller Energie verschobenen Milliarden und weitere Verbrechen der SED (Unterstützung des nationalen und internationalen Terrorismus, siehe RAF und arabischer Terrorismus, illegaler Waffenhandel weltweit über die IMES Import-Export GmbH, Menschenhandel via Häftlingsverkauf, Morde, Völkermord am eigenen Volk via Schießbefehl, Zersetzung unabhängig Denkender durch physischen und psychischen Terror, zerstörerische Einflussnahme auf hunderttausende Biografien, Zwangsadoptionen, systematische Unterdrückung freiheitlicher Bestrebungen und Staatsterror bereits gegen Kinder) sind nur einige Beispiele des Terrorregimes der SED.

    Genau diese verbrecherische SED konnte ab 1990 ungestört weitermachen. Es gab und gibt weder eine notwendige Strafverfolgung noch eine angemessene Erinnerungskultur. Im Gegenteil! Die umlackierte SED ist seitens der Altparteien wieder zu einem Machtfaktor in Deutschland geworden. Begonnen hat dies bereits 1994 mit dem „Magdeburger Modell“, eingeführt von der SPD. Dabei begann die Connection zwischen SED und SPD schon vor der Wende, beschleunigt ab 1987. Damals betrieb die SPD-West auch schon auf ideologischer Ebene eine enge Zusammenarbeit mit der SED, siehe die damaligen Aktivitäten der sogenannten „Grundwertekommission“ der SPD. Zwei Jahrzehnte später gesellte sich sogar die CDU unter Merkel in diesem Marsch ein.

  9. Korrektur:

    Im 1889 bestand die Chance, den Terror dieser verbrecherischen Organisation aufzuarbeiten.

    =

    Im Herbst 1989 bestand die Chance, den Terror dieser verbrecherischen Organisation aufzuarbeiten.

  10. Die von mir beschriebene Unterlassung (damals wie heute), die SED und deren Strukturen zu zerschlagen, ist ein schwerer historischer Fehler und ein existentieller Webfehler der deutschen Wiedervereinigung. Dieses politische Manko und die Tatsache, dass die umlackierte SED seit Jahren wieder ein Machtfaktor in Deutschland ist, wird für die Zukunft Deutschlands noch katastrophale Folgen haben.

    Die damals amtierende britische Premierministerin Margaret Thatcher hatte Ende 1989, Anfang 1990 mit ihrer Skepsis zur Wiedervereinigung Deutschlands vollkommen recht. Sie hatte sich nicht gegen die deutsche Einheit ausgesprochen. Das ist eine in Deutschland oft aufgetischte Lüge. Sie sprach sich dafür aus, dass sich die DDR zunächst in einen demokratischen Staat hätte wandeln sollen, um dann die Vereinigung zu vollenden. Es kam anders. Der beschriebene Weg verhinderte die Zerschlagung der SED. So ist es bis heute geblieben.

  11. DFens 5. September 2025 Beim 23:41
    Paradox:
    ——
    Die Hinrichtungen erfolgten zunächst weiterhin mit dem Fallbeil, seit 1968 jedoch durch den „Unerwarteten Nahschuß“. Als Henker fungierte von 1969 bis 1981 der Hauptmann Hermann Lorenz. Auch die Leichen der in Leipzig Hingerichteten wurden nicht den Angehörigen übergeben, sondern unter größter Geheimhaltung zum nahe gelegenen Südfriedhof gebracht und anonym verbrannt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_in_der_DDR_hingerichteten_Personen
    Ihre Angehörigen wurden entweder bewusst falsch informiert oder bewusst nicht informiert. Viele Angehörige erfuhren erst nach der Wiedervereinigung von deren Hinrichtung.
    In der DDR war die Todesstrafe ein Staatsgeheimnis, das bis 1987 galt und gegen „Staatsfeinde“ und Schwerstverbrecher eingesetzt wurde. Die Hinrichtungen fanden heimlich in Leipzig statt, zunächst mit der Guillotine und ab 1968 mittels eines Genickschusses. Das letzte Todesurteil der DDR wurde 1981 an dem Stasi-Hauptmann Werner Teske vollstreckt, ein Jahr vor der Abschaffung des tödlichen Urteils im Jahr 1987.

    https://www.deutschlandfunk.de/ddr-unrecht-opfer-entschaedigung-100.html
    …eine Bekannte von mir bekommt heute eine geringe Opferrente sie wollte als junges Mädchen einfach mal eben im Zug von Ost nach Westberlin fahren und landete dann erstmal für einige Zeit im Knast….

    Die Aufarbeitung des DDR-Unrechts war schwierig und unvollständig, da das System die Stasi zu einem Sündenbock machte, die politische Macht hinter der Stasi unbehelligt blieb und die SED sich neu erfinden konnte. Viele Betroffene sahen keine Chance auf Erfolg, die Gesetze waren zu allgemein, die Aufarbeitungsverfahren zu langwierig, und nicht alle Unrechtstaten wie „Zersetzungsmaßnahmen“ waren juristisch nachweisbar, was zu einer unvollständigen Wiedergutmachung führte.

    Zwangsadoptierte DDR-Kinder suchen heute noch nach ihren Eltern!

  12. Fortbestand der politischen Akteure
    Die SED, die hinter dem Unrecht stand, konnte sich nach der Wiedervereinigung unter dem Dach der PDS und späteren Linken neu erfinden und blieb politisch aktiv.
    Auch die ehemaligen Blockparteien, wie die Ost-CDU, konnten sich unter dem Dach ihrer westdeutschen Pendants relativ unbeschadet fortsetzen.

    Nach dem Mauerfall war Merkel nicht in die CDU eingetreten, sondern Mitglied beim Demokratischen Aufbruch (DA) geworden. Erst als dieser in der CDU aufging, wurde sie Christdemokratin…
    https://schmid.welt.de/2020/04/10/im-grunde-parteilos-heute-vor-20-jahren-wurde-angela-merkel-cdu-vorsitzende/
    Es wäre Merkels Aufgabe gewesen das DDR Unrecht aufzuarbeiten, stattdessen wird eine „Neue Unsere Demokratie“ installiert.

  13. Mantis 6. September 2025 Beim 00:13

    Verbrechen dieser Art der SED als Teile eines umfassenden Terrorsystems und sind typisch für linke Machtausübung. Linke Machtausübung gipfelt immer im Terror. Ausnahmslos! Wie weit der Terror der Linken geht, hängt ausschließlich davon ab, wie total ihre Macht ist und wie ungestört sie diese ausüben können. Das ist vielen Menschen nicht wirklich bewusst. Links hat nichts mit „sozial“ oder „progressiv“ zu tun.

    Nochmal zum Wesen der SED und deren umbenannten Derivate linker Bauart: Meisterstücke waren die „Direktive 67“ und der „Vorbeugekomplex“. Flächendeckend über das Land verteilte Konzentrationslager für 86.000 Menschen. Status Herbst 1989. Ich stand selbst auf dieser Liste. Ich war bei der Erstürmung der Stasizentrale des Bezirkes Potsdam am 15. Januar 1990 dabei und engagierte mich danach in Bürgerkomitees zur Auswertung dieser Pläne. Schockierend war bei der Auswertung des „Vorbeugekomplexes“ die Tatsache, dass die Planungen, was mit den Häftlingen mittelfristig zu geschehen hat, im Konzept dieses Vorhabens, die formulierten Vorgaben und Befehle plötzlich endeten. Total untypisch für die SED und ihre Stasi. Normalerweise planten und dokumentierten sie alles bis ins letzte Detail. Hier aber nicht. Dieses abrupte Ende der Maßnahmenplanung kann nur eines bedeuten: physische Vernichtung.

    Dass der „Vorbeugekomplex“ nicht aktiviert wurde, war übrigens keine Entscheidung der SED. Noch Mitte Oktober 1989 wurde eine Abordnung in Straußberg vorstellig, um sich bei den Sowjets die Erlaubnis zum Losschlagen zu holen. Moskau sagte: Njet! Die haben uns damals den Arsch gerettet.

    Frage in Bezug auf die Erinnerungskultur, die in Deutschland angeblich so wichtig ist: Wie viele Deutsche haben je etwas vom „Vorbeugekomplex“ gehört oder wissen etwas darüber?

  14. Ergänzend zur SED:

    Oft wird behauptet, die heutige Linke hätte nichts mit der alten SED zu tun. Das ist Unsinn, denn die Linke ist nicht der Nachfolger, sondern vollkommen identisch mit der SED. Die SED wurde nie aufgelöst. Sie wurde lediglich umbenannt. Darüber hinaus geht es um den Geist des Hauses:

    – Die sogenannte Linke hat zu keinem Zeitpunkt eine ernstzunehmende Aufarbeitung ihrer Historie vollzogen. Weder in Deutschland, noch anderswo.

    – Linken Ideologien sind im vergangenen Jahrhundert weltweit mindestens 153 Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Es gibt Untersuchungen, die von bis zu 230 Millionen Toten ausgehen. Ein Leichenberg, der alles in der Geschichte übertrifft.

    – Linken Ideologien gelingt es durch strukturelle Hegemonie und Deutungshoheit in Bildung, Kultur und Medien, die eigenen Verbrechen von sich abzuspalten, zu vertuschen und zu verharmlosen.

    – Linke Ideologien können auf Dauer nur durch Unterdrückung und Terror an der Macht bleiben. Ausnahmen gibt es keine! Dazu schreibe ich gleich einen Extrakommentar.

  15. Ergänzend zum Thema alte SED und neue Linke und der These, dass sie nichts miteinander zu tun hätten: Was bedeutet Links? Was ist der Kern linker Ideologie, ganz gleich, ob in Deutschland oder anderswo? Was ist deren Natur, wenn genügend Macht zur Verfügung steht?

    Hierzu verwende ich in wesentlichen Teilen einen am 28.08.2025 bei „WELT-online“ erschienen Artikel von Tobias Käufer mit dem Titel: „Wie die Linken die konservative Opposition ausschalten“ (Quelle: Link unten). Ich habe den Eindruck, dass der Autor zwischen den Zeilen subversiv auch die zunehmend erschreckenden Entwicklungen in Deutschland benennt. Aus dem Artikel:

    Konservative, rechte und rechtskonservative Politiker werden in von Linken regierten Ländern niedergeschossen, verhaftet oder verboten. In Bolivien, Venezuela, Nicaragua oder Kuba ist die Opposition entweder ganz verboten, im Exil, im Gefängnis oder zumindest teilweise vom Wahlzettel eliminiert. In Honduras bedroht der Armeechef offen Medien und Institutionen, die nicht den Narrativen der Linken folgen. Fast immer ist dabei eine asymmetrische Justiz das wichtigste Instrument. Sie ermittelt gezielt gegen die Politiker der rechten Opposition. Doch das Entscheidende an dieser Entwicklung ist eben die Asymmetrie: Denn gleichzeitig garantiert diese Justiz den linken Machthabern Straffreiheit – trotz schwerster Verbrechen wie Folter und Mord (Venezuela, Nicaragua, Kuba), trotz Korruption (Brasilien) und trotz Missbrauchsvorwürfen (Bolivien). Sie ermöglicht, dass diese an der Macht bleiben können, die rechte Opposition aber kontinuierlich geschwächt wird. Das Drehbuch haben die brutalen Machthaber in Venezuela und Nicaragua bereits angewandt. Es zeigt stets den gleichen Mechanismus. Erst sorgt das mit eigenen Leuten besetzte Oberste Gericht dafür, dass alle Ermittlungen und Klagen gegen die mächtigen linken Eliten abgeschmettert werden, dann folgt eine juristisch abgesicherte Verfassungsänderung. In den Linksdiktaturen Nicaragua und Venezuela entscheidet inzwischen die Regierung, wer für die Opposition ins Rennen gehen darf und wer nicht. In Kuba ist ohnehin jegliche Opposition verboten.

    Wer jetzt noch immer keine Parallelen zur Entwicklung bei uns sieht, will sie nicht sehen!

    https://www.welt.de/debatte/article68aef6fd8d607631961f94f5/Suedamerika-Demokratie-aber-ohne-Rechte.html

  16. .
    DFens,

    2:01 + 2:27 h, mega !

    (Zwischen heute und übermorgen)
    Kosmopolitische Einblicke, höchstes Niveau. Quantensprung in Qualität der Beiträge

    ____________Friedel_1830 _____________-_-________________
    .

    „Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein“
    Hier ist ein Märchen von übermorgen:

    ES GIBT KEINE NATIONAL-STAATEN MEHR !
    NUR NOCH DIE EINE LINKS-FASCHISTISCHE WELT-REGIERUNG.

    Friedel
    .

  17. dfens heute wieder in hochform. ein klares danke und bitte weiter so mit der informativen arbeit. vorbeugekomplex hatte ich zuvor nie gehört.

  18. Dem Artikelschreiber wie auch DFens Danke für die aussagekräftigen Artikel und die fünf inhaltsschweren Kommentare, die so einiges von dem hervorholen, was den meisten Zeitgenossen bisher unbekannt gewesen sein dürfte. Daß die Russen nicht bloß das Auffahren ihrer Panzer verweigert, sondern auch Mielkes mir an sich bekannten KZ-Phantastereien verhindert haben, wußte ich bis dato auch nicht.

    Ich habe damals in der Tat eine große Freiheit empfunden: Sie begann mit dem Ende der SED-Vorherrschaft und endete ziemlich abrupt mit der feindlichen Übernahme durch die Statthalter der westlichen Vorherrschaft, repräsentiert durch die USA damaligen Zuschnitts, die von ihr dominierte NATO und unter die Knute der sogenannten EU. Das konnte man spüren! Doch man hat sich damals verkauft. Das Ziel war die D-Mark, der Preis am Ende wieder die eigene Freiheit derer, die statt eines freien Nationalstaates die „EU“ und anstelle der D-Mark die Weichwährung „Euro“ erhalten haben, wozu sie niemand befragt hat, ob sie das denn auch so haben wollten.

    Diese Übernahme der früheren DDR, alias der mitteldeutschen Länder, die man bezeichnenderweise als „Anschlußgebiet“ bezeichnete, allein zu den vom Westen diktierten Bedingungen und unter Brüskierung der Russen (die uns als einzige der früheren Besatzungsmächte in die volle Freiheit entlassen haben) hat man uns als Wiedervereinigung in „Freiheit und Würde“ verkauft. Um eine wirkliche Wiedervereinigung ganz Deutschlands sind wir jedoch betrogen worden, um einen freien Nationalstaat mit einer vom Volk beschlossenen Verfassung gemäß Artikel 146 GG auch. Auch die heutigen Zustände in und um die Ukraine sind übrigens einige der Folgen dieser Politik.

    Die jetzige Ordnung unter einem von den Regierenden allein beschlossenen Ummodellierung des im Auftrag der Alliierten erstellten und inzwischen – im Sinne der jeweiligen Tagespolitik – ungezählte Male abgeänderten Dauerprovisoriums mit dem Namen „Grundgesetz“ lediglich hin zu einem „in Verfassungsrang stehenden“ Konstrukt ist somit illegal und damit, folgt man dem Gesetzestext, verfassungsrechtlich nicht bindend, da die Befragung und Zustimmung des Volkes fehlen. Artikel 146 GG wartet daher noch immer auf seine Vollendung.

  19. @ Erbsensuppe mit fettem Schweinefleisch 6. September 2025 Beim 09:06

    Bei den Opferklassen sind islamische Migranten immer oben und Deutsche ganz unten.

  20. MerKILL’SS ‚Wir (?) schaffen das ist doch wohl eher berüchtigt als ‚berühmt‘. –

    Ansonsten kann ich Vera Lengsfeld nur recht geben!

  21. Wir dürfen – neben den im Beitrag noch zitierten Aussprüchen noch zitierten – den Satz Merkels nicht vergessen (Nov. 15 in einer Talkshow): ‘Ich kämpfe (!) füt den Plan, den ich habe … aus illegaler Einwanderung LEGALE zu machen! — DAS muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: GENAU das hat sie getan!

    https://afdbayern.de/merkel-will-illegale-einwanderung-legalisieren/

    UND: Herbst der Kanzlerin. Geschichte eines Staatsversagens
    Von Stefan Aust, Wolfgang Büscher, Martin Lutz, Claus Christian Malzahn, Manuel Bewarder, Martin Lutz und Claus Christian Malzahn

    SOGAR die Welt damals: *ttps://www.welt.de/politik/deutschland/article148588383/Merkels-Fluechtlingskrise-Chronik-eines-Staatsversagens.html

  22. friedel_1830
    Tom62

    Und alle im heimisch vertrauten PI-NEWS Wohnzimmer: vielen Dank.

    Das Thema ist meine Passion. Im linken SED Regime widerständig gelebt, deshalb mehrere Jahre Stasi-Haft mit Zwangsarbeit und Gewalt, war die Wende in Deutschland für mich nicht die Maueröffnung oder der Zehnpunkteplan von Helmut Kohl. Auch nicht die peinliche Blamage der SED Granden im Herbst 1989. So wichtig diese Ereignisse waren, das wichtigste Ereignis fand für mich am 15. Januar 1990 in Potsdam statt, bei der sogar etwas Gewalt im Spiel war. Gute Gewalt.

    An diesem Tag stand ich am Eingangstor der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit des Bezirkes Potsdam mit ein paar weiteren Leuten. Wir stürmten das Gebäude und waren noch schneller, als die Berliner in der Normannenstraße. Wir in Potsdam waren die Ersten. Beim Sturm bekam eine Plastejacke von der Stasi von mir eins auf die Nase, weil er sich nach dem Aufdrücken der Tür in den Weg stellte. „Keine Gewalt“ ist eine gute Losung, manchmal gibt es aber kleine Ausnahmen.

    Dieser Sturm war für mich die eigentliche Wende, da die Herzkammer des Systems robust und handfest angegriffen wurde. Dem Regime gingen wir damit wirklich an die Eier. Zu meiner politischen Haft: Erst war ich in Bautzen, dann in verschiedenen Zwangsarbeitslagern. Während dieser Haft machte mir ein Obrist von der Stasi das Angebot, in den Westen auszureisen. Ich lehnte ab und bemerkte, dass ich nicht dafür bereitstünde, seinem Dreckssystem auch noch Westgeld durch den Freikauf in die Kasse zu spülen. Dieser Typ bekam ein Anfall von Tobsucht. Oh man … ich war für diese Clowns wie eine Nemesis. Das hat mitten in der Hölle Spaß gemacht.

  23. Hier noch ergänzend:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article162582074/Fluechtlingskrise-Fast-haette-Angela-Merkel-die-Grenze-geschlossen.html


    Fast hätte Merkel die Grenze geschlossen
    Veröffentlicht am 05.03.2017Lesedauer: 3 Minuten

    Der Einsatzbefehl lag vor: Die Zurückweisung von Flüchtlingen scheiterte im Herbst 2015 nicht an mangelndem politischem Willen. In der entscheidenden Stunde wollte kein führender Politiker die Verantwortung übernehmen.

    Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im September 2015 entschied Angela Merkel, Tausende Migranten, die von Ungarn her unterwegs waren, nach Deutschland zu holen. Seitdem ist ihre Politik der offenen Grenzen heftig umstritten. Die Kanzlerin begründete die Grenzöffnung vom 4. September mit einer humanitären Notlage als Ausnahme.

    Bis heute fragen sich viele: Warum blieb sie auch in den folgenden Monaten dabei? Angela Merkel, so scheint es, hatte nie vor, die Grenze zu schließen. Nun aber stellt sich heraus: Sie hatte diese Absicht sehr wohl. Die Zurückweisung von Flüchtlingen wurde in der Großen Koalition vereinbart. Der entsprechende Befehl der Bundespolizei war schon geschrieben. ( …)

  24. Ja Jens du bist halt der lebende Beweis für die politisch gesteuerte Justiz!

    https://www.mmnews.de/politik/238935-spahn-afd-wuerde-mich-vor-gericht-stellen

    Du kennst auch die Leute ganz genau die schützend ihre Hände über deine Machenschaften halten, jeder andere wäre alleine schon wegen dem Fall bei Fiege fällig.

    Die Nummer gegen die Menschen die sich deine Moderns Pissbrühe nicht spritzen lassen wollten wird separat verhandelt.

    Bei welchem Kurs bist Du denn aus den Moderna Aktien ausgestiegen?

    Wäre zu geil wenn Du deine Kohle verloren hättest weil du den Ausstieg verpasst hast.

    Aktuell könnte man ja auf dem niedrigen Level über einen Widereinstieg nachdenken?

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