CO2-Steuer abschaffen - Deutschland entlasten
Dienstag, Mai 5, 2026
CO2-Steuer abschaffen - Deutschland entlasten
StartGeopolitikDer Dritte Weltkrieg und die Seltenen Erden

Der Dritte Weltkrieg und die Seltenen Erden

Von WOLFGANG HÜBNER | China ist der einzige Staat auf dem Globus, der den USA in jeder Beziehung die Stirn bieten kann. Das zeigt sich erneut in dem Konflikt um den Export der sogenannten Seltenen Erden, bei denen China fast über ein Monopol verfügt. Denn nur dort werden diese für die moderne Industrieproduktion, speziell Rüstungsgüter, unverzichtbaren Metalle in größerer Menge aus den Bodenschätzen des riesigen Landes abgebaut.

Zwar sind Seltene Erden auch anderswo, zum Beispiel in den USA, gar nicht so selten, doch verlangt die Gewinnung erheblichen technischen Aufwand und ist auch mit Umweltbelastungen verbunden. Da westliche Staaten sowohl die damit verbundenen Kosten als auch die Risiken bislang scheuen, hat China bei der Produktion von einigen besonders gefragten Metallen einen Anteil von über 90 Prozent. Diese Marktmacht will die aufsteigende östliche Weltmacht nicht ungenutzt lassen.

Deshalb hat China nun die Ausfuhrregeln für Seltene Erden erheblich verschärft, wovon auch die deutsche Industrie betroffen ist. US-Präsident Donald Trump hat auf die chinesischen Maßnahmen wütend mit hohen Zolldrohungen reagiert. Ob er die allerdings auch realisieren wird, ist zu bezweifeln, denn die wirtschaftlich bedeutsame amerikanische Rüstungsindustrie ist auf die Lieferung Seltener Erden angewiesen.

Doch genau das ist Pekings Problem: Dort sieht man mit großer Sorge, wie die USA im Pazifik einen Bündnisgürtel um ihre vielen Stützpunkte schmieden, der im Konfliktfall China vom Seehandel isolieren kann und wohl auch soll. Zwar versucht Peking Alternativen wie die Neue Seidenstraße für den Handel über Land zu schaffen, ist dabei aber auf das Wohlwollen von instabilen Staaten angewiesen.

Letztlich ist der nun eskalierte Konflikt um die Seltenen Erden als Aspekt des bislang mit Ausnahme des blutigen Geschehens in der Ukraine noch nicht militärisch ausgetragenen Dritten Weltkrieges zwischen dem US-dominierten Westen, Deutschland inklusive, und den östlichen Mächten China, Russland und Verbündeten zu begreifen. Mit ideologischen Phrasen wie Demokratie contra Autokratie ist in diesem hochgefährlichen Konflikt zwischen allesamt kapitalistisch strukturierten Staaten wenig erklärt.


PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar. Am 17. Oktober stellt Hübner im Rahmen der Frankfurter Buchmesse seine politischen Memoiren „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ vor – mehr Infos dazu hier.

Beitrag teilen:
ÄHNLICHE ARTIKEL

4 Kommentare

  1. Es war schlicht falsch, Chinesen den Zugang zu westlichen Universitäten, überallhin wo sie kopieren konnten zu gewähren, eines der vielen Eigentore, an denen der Westen verliert und robusteren Gesellschaften den Weg frei geben muß

  2. Schweden stellt Sabotage-Ermittlungen
    zu Ostsee-Kabel ein

    Die schwedische Staatsanwaltschaft stellt ihre Sabotage-Ermittlungen zur Beschädigung eines Kommunikationskabels in den Tiefen der Ostsee ein. Der Anker eines verdächtigten Schiffes habe das Kabel zwischen Schweden und Lettland zwar beschädigt, das sei aber nicht absichtlich passiert, erklärte der zuständige Staatsanwalt Mats Ljungqvist.

    „Die Untersuchung zeigt deutlich, dass der Kabelbruch durch eine Kombination aus rauen Wetterbedingungen, technischen Mängeln und mutmaßlich mangelhafter Seemannschaft auf dem betroffenen Schiff verursachte wurde“, bekräftigte Ljungqvist. Er hatte ähnliche Angaben zu dem Fall bereits vor einiger Zeit gemacht. Die Untersuchung habe ergeben, dass es sich um einen Unfall handle, machte er nun fest. Die schwedischen Voruntersuchungen gegen den Frachter werden daher nun formal eingestellt.

    Rund um die Jahreswende waren immer wieder Schäden an unterseeischen Kabeln und Leitungen in der Ostsee gemeldet worden, bei denen Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte in Verdacht geraten waren. In den aufsehenerregenden Fällen stand häufiger die Vermutung schwerer Sabotage mit Hilfe von Schiffsankern im Raum, auch im Fall des Datenkabels zwischen Schweden und Lettland, an dem am 26. Januar ein Schaden entdeckt worden war.
    NTV

    ÜBRIGENS: Jedes Jahr gibt es nach Schätzungen weltweit 150 bis 200 Schäden an Untersee-Datenkabeln.

    ***********

    ACAB WIRD SEHR TRAURIG SEIN, DAß
    ES NICHT DER BÖSE PUTIN WAR.
    https://www.telepolis.de/features/Kabelsalat-in-der-Ostsee-Zwischen-Fakten-und-Fiktion-10260307.html

  3. „Ein Land zwei Systeme!“

    Das war das vereinbarte Motto zu China und der Insel

    Die Idee war absurd, aber sie funktionierte.
    Der Wohlstand ging durch die Decke.

    Warum der Westen dieses Fass wieder aufgemacht hat?
    Dreimal darf man raten…

Kommentarfunktion ist geschlossen.