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StartTrumpWie Trump in Saudi-Arabien Freunde findet – und bindet

Wie Trump in Saudi-Arabien Freunde findet – und bindet

Von MEINRAD MÜLLER | Trump liebt Geschäfte. Und besonders jene, bei denen Geschäftspartner selbst gerne mitmachen. Einen potenziellen Kunden zu umgarnen, statt ihn am Handgelenk zu fesseln, darin zeigt sich Meister Trump von seiner besten Seite.

Seine 50-minütige Rede am Dienstag in Riad beim Saudi-US-Wirtschaftsforum war mehr als eine politische Ansprache. Es war ein Verkaufsgespräch zur Erreichung von Kooperation. Der gesamte Saal erhob sich und beklatschte seine Ideen. Was Trump dort sagte, war kein kurzfristiger Wahlkampfauftritt. Es war ein strategischer Schritt für eine friedlichere Weltordnung. Der Nutzen auch für Europa ist dabei ein Nebeneffekt. Wer in einer instabilen Welt lebt, weiß: Jeder geschlossene Brandherd zählt. Und wenn das Pulverfass Naher Osten entschärft werden kann, ist das eine Entwicklung, die auch Paris, Berlin und Rom spüren werden, in Gaspreisen, in nachlassenden Migrationsströmen und in Sicherheitsfragen.

Das Königreich als gleichwertiger Partner

Trump präsentierte Saudi-Arabien nicht als Befehlsempfänger, sondern als gleichwertigen Partner. Das allein ist bemerkenswert. Er redete nicht mit technologischer Überheblichkeit. Stattdessen pries er die Fortschritte der Golfregion als „modernes Wunder auf arabische Art“. Solche Worte fielen auf fruchtbaren Boden. Sie wirken, gerade in diesem Umfeld, wie ein Ritterschlag. Trumps Lob war nicht nur schmeichelhaft, sondern eine Geste auf Augenhöhe. Und auf dieser Augenhöhe entstehen Kooperationen, die tragen.

Trump denkt langfristig. Das zeigt sich besonders in seinem Bezug auf die Abraham-Abkommen, jene historischen Vereinbarungen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten. Ohne großes Aufsehen deutete er an, dass Saudi-Arabien bald folgen könnte, dies aus freier Entscheidung, nicht unter Zwang. Er sprach von Hoffnung, von Zukunft, von der Chance, Geschichte zu schreiben. Wer genau hinhörte, erkannte: Trump baut nicht nur Brücken zwischen Staaten, sondern auch zwischen Mentalitäten, zwischen jahrzehntelang verfeindeten Völkern.

Bedeutung für Europa

Eine stabile Golfregion, eng vernetzt mit den USA, ist auch für Europa ein Gewinn. Jeder Schritt in Richtung Frieden, jede neue Handelsbeziehung, jedes abgewendete Sicherheitsrisiko wirkt sich auf unsere Energiepreise, unsere Routen, unsere Außenpolitik aus. Trumps Politik ist kein amerikanischer Sonderweg, sondern eine Realität, die uns allen nützt.

Trumps Methode, Freunde zu finden und zu binden, beruht auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip: Er glaubt an Partnerschaft durch Stärke. Aber eben auch durch gegenseitige Achtung, durch Anerkennung und durch wirtschaftliche Perspektiven. Dass diese Haltung funktioniert, zeigt der Applaus, den er in Riad erhielt.

Ein bemerkenswertes Detail am Rande: Der saudische Kronprinz verabschiedete Trump nicht nur in seinem Palast, sondern auch noch an der Flugzeugtreppe zur Air Force One. Eine seltene Geste.


Meinrad Müller.
Meinrad Müller.

Meinrad Müller (71), Unternehmer im Ruhestand, kommentiert mit einem zwinkernden Auge Themen der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für diverse Blogs in Deutschland. Der gebürtige Bayer greift vor allem Themen auf, die in der Mainstreampresse nicht erwähnt werden. Seine humorvollen und satirischen Taschenbücher sind auf Amazon zu finden. Müllers bisherige Beiträge auf PI-NEWS gibt es hier, seinen Ratgeber für Hobbyautoren hier.

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8 Kommentare

  1. In der Politik gibt es keine Freunde, zwischen Staaten auch nicht. Wer diese Grundlagen ignoriert, der fährt immer voll gegen die Stahlbetonwand.

  2. In der Politik gibt es keine Freunde, zwischen Staaten auch nicht. Wer diese Grundlagen ignoriert, der fährt immer voll gegen die Stahlbetonwand.

  3. Na, das war eine ganz schöne Rede!

    Hauptsache der von den Chinesen vermittelte Frieden zwischen Saudi-Arabien und dem Iran hält und man lässt sich nicht verführen. Der Islam ist über die lange Zeit das festere Bindeglied. Der Westen hat immer wieder die verschiedenen Strömungen und Ethnien der islamischen Länder gegeneinander ausgespielt. Mit vielen Opfern und viel Leid. Teile und Herrsche nannte man das im alten Rom. Al Afghani hat davor gewarnt. Muslime sollten sich nicht gegenseitig umbringen.

  4. Na, das war eine ganz schöne Rede!

    Hauptsache der von den Chinesen vermittelte Frieden zwischen Saudi-Arabien und dem Iran hält und man lässt sich nicht verführen. Der Islam ist über die lange Zeit das festere Bindeglied. Der Westen hat immer wieder die verschiedenen Strömungen und Ethnien der islamischen Länder gegeneinander ausgespielt. Mit vielen Opfern und viel Leid. Teile und Herrsche nannte man das im alten Rom. Al Afghani hat davor gewarnt. Muslime sollten sich nicht gegenseitig umbringen.

  5. Daß Trump auch in Syrien „schön Wetter“
    macht, gefällt mir gar nicht.

    Aber ob in Syrien oder bei den Saudis,
    es ist der Beweis, daß die Amis sich
    nicht wirklich daran stören, daß es in
    Deutschland Probleme mit der
    Meinungsfreiheit gibt. Sondern diese
    Tatsachen nur benutzen, damit wir
    uns schlecht fühlen u. die 5% unseres
    BIP an die Nato blechen. Wadephul hat
    just verkündet, daß wir es artig tun werden.

    Und letzte Woche wurde in den USA gemeldet, daß die US-Regierung Deutschland unter anderem die Lieferung von 125 Langstreckenraketen aus US-Produktion an die Ukraine genehmigt hat, was auf ATACMS hindeutet.
    (New York Times, Anti-Spiegel)

    Bisher haben die Amis noch mit jedem
    Schweineregime zusammengearbeitet.
    Und wenn es nicht mehr paßte, in die
    Tonne getreten.

  6. Daß Trump auch in Syrien „schön Wetter“
    macht, gefällt mir gar nicht.

    Aber ob in Syrien oder bei den Saudis,
    es ist der Beweis, daß die Amis sich
    nicht wirklich daran stören, daß es in
    Deutschland Probleme mit der
    Meinungsfreiheit gibt. Sondern diese
    Tatsachen nur benutzen, damit wir
    uns schlecht fühlen u. die 5% unseres
    BIP an die Nato blechen. Wadephul hat
    just verkündet, daß wir es artig tun werden.

    Und letzte Woche wurde in den USA gemeldet, daß die US-Regierung Deutschland unter anderem die Lieferung von 125 Langstreckenraketen aus US-Produktion an die Ukraine genehmigt hat, was auf ATACMS hindeutet.
    (New York Times, Anti-Spiegel)

    Bisher haben die Amis noch mit jedem
    Schweineregime zusammengearbeitet.
    Und wenn es nicht mehr paßte, in die
    Tonne getreten.

  7. Gauner macht mit Banditen Geschäfte:
    Saudi-Arabien, Katar, Ver. Emirate.
    Trump besuchte Protzmoschee u.
    hat die angebl. herausragenden
    Errungenschaften des Islams gelobt.

  8. Gauner macht mit Banditen Geschäfte:
    Saudi-Arabien, Katar, Ver. Emirate.
    Trump besuchte Protzmoschee u.
    hat die angebl. herausragenden
    Errungenschaften des Islams gelobt.

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