Sommer, Sonne, Spenden…
Donnerstag, August 20, 2026
Sommer, Sonne, Spenden…“
StartBuch-TippBuchtipp: "Wie nennt ihr dieses Land hier? – Unter Siedlern"

Buchtipp: „Wie nennt ihr dieses Land hier? – Unter Siedlern“

Von PETER BACKFISCH | Der amerikanische Autor und Regisseur Tuvia Tenenbom beschreibt in seinem neuesten Buch „Wie nennt ihr dieses Land hier? – Unter Siedlern“ einen achtmonatigen Aufenthalt mit seiner Frau unter jüdischen Siedlern in Judäa und Samaria. Er sprach mit Religiösen, Säkularen, Politikern, IDF-Soldaten und Arabern und tat genau das, was viele links-grüne Nahost-Korrespondenten aus dem Mainstream-Journalismus seit Jahren verweigern, nämlich das Gespräch suchen, zuhören, Fragen stellen und die Wirklichkeit festhalten.

Tenenbom, selbst säkularer Jude, zerlegt Klischees, die in den Siedlern eine fanatische rassistische, außerhalb der Gesetze stehende Bewegung sehen. In dieser Sichtweise sind sie immer die Angeklagten, die vom Staat in einem rechtlosen Raum freie Bewegungsfreiheit zugestanden bekommen.

In den historischen Betrachtungen geht er weit zurück und spricht vom „biblischen Israel“, Judäa und Samaria das Kernland des ersten Israel.

Noch vor den Siedlern besucht er die uralte Glaubensgemeinschaft der Samariter, die seit 2700 Jahren dort leben. Samariter verstehen sich als Nachkommen der biblischen Israeliten. Sie sind weder Juden, Christen noch Moslems und pflegen zu allen Religionsgemeinschaften beste Beziehungen.

Bei den Siedlern angekommen, wird er anfangs mit großer Skepsis empfangen, dann aber schnell in das Gemeinschaftsleben integriert.

Er lernt freundliche, friedliche Menschen kennen, die den Rechtstaat achten und nichts anderes tun als jüdisches Leben, was bedeutet Familien gründen, das Land bestellen und ihre Herden darauf weiden zu lassen. Dass es sich bei dem Errichten von Siedlungen um Annexionen handelt, weist Tenenbom zurück. „Israel würde die gesamte Unterstützung der USA verlieren, wenn dies geschehe.“

Das Buch ist nichts anderes als ein Reisebericht der Begegnungen mit den Siedlern. Allerdings beschönigt der Autor dabei nichts, tatsächlich gibt es Übergriffe auf Palästinenser, aber das wird von einer kleinen extremistischen Minderheit betrieben. Er nennt dazu Zahlen. Während 500.000 Siedler friedlich dort leben, sorgt unbestritten eine kleine, extremistische Minderheit, er spricht von insgesamt 70 Jugendlichen, mit Brandstiftungen und Sachbeschädigungen und Zusammenstößen mit IDF-Soldaten, weltweit für Schlagzeilen.

Die israelische Regierung hat dieses Problem erkannt und mehrfach angesprochen. Handlungsbedarf besteht tatsächlich, deshalb wurden Programme zur Verbesserung der Lage gefährdeter Jugendlicher aufgelegt und Gesetze beschlossen, die Sanktionen und Bestrafungen der Straftäter ermöglichen.

Bestellempfehlung:

» Tuvia Tenenbom, „Wie nennt ihr dieses Land hier?“, 615 Seiten, 24 Euro – hier bestellen

Beitrag teilen:
ÄHNLICHE ARTIKEL

4 Kommentare

  1. Jeder will einen eigenen Staat haben:
    Kurden, Ukrainer, Katalanen, Basken,
    „Palästinenser“, „Rohinga“, Taiwanesen,
    Südtiroler, US-Amerikaner, Reichsbürger,
    Juden, Bajuwaren, Schwaben, Bretonen,
    Iren, Schotten, Uiguren, Tschetschenen usw.
    Manche wollen auch noch ein bißchen mehr.

  2. Maria-Bernhardine 26. Juli 2026 Beim 21:58

    Jeder will einen eigenen Staat haben:
    —————————–
    Was verständlich ist. Je kleiner, desto besser. Den Kleinstaaten geht’s doch blendend. San Marino, Andorra, Singapur, Liechtenstein und nicht zu vergessen; Monaco.
    Diese Großreiche zerfallen alle früher oder später.
    Ich jedenfalls bin ein Fan der Kleinstaaten. Napoleon soll der Teufel holen.

  3. Ein tragisches Buch: „Warum ich geschworen
    habe, für mein Land zu kämpfen“

    Juli 2026 um 11:00
    Ein Artikel von: Marcus Klöckner

    David Matei hat ein Buch geschrieben. Es ist ein tragisches Buch geworden. Nicht, weil es den Titel „Deutschland ist es wert: Warum ich geschworen habe, für mein Land zu kämpfen“ trägt, sondern weil es Zeile für Zeile zeigt, was passiert, wenn ein Autor seine Grundhaltung auf Ignoranz und Unwissen stützt. Während im Hintergrund ein hochkomplexer geopolitischer Konflikt zwischen der NATO und Russland abläuft, lässt sich das schwierige Thema Landesverteidigung nicht mit einem Buch erfassen, das alles ausklammert, was nicht ins Weltbild passt. Unfreiwillig wird das Buch zum Abbild einer 160 Seiten umfassenden Gegenwartsdiagnose. Borniertheit und intellektuelle Laxheit fluten den Debattenraum, Überzeugungen verdrängen fundierte Argumente. Die Tragik des Buches ist zugleich eine Tragik dieser Zeit…

    Eine Rezension von Marcus Klöckner
    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar:
    +https://www.nachdenkseiten.de/?p=154112
    28 Min.

    Mathias_M @matze2001
    Auch Goebbels nutzte „kriegstüchtig“
    Manche Formulierungen sind seit Hitler verboten. Andere verbieten sich. Dass ausgerechnet der Begriff „kriegstüchtig“ auch heute wieder von Politik & Medien wie damals verwendet wird, ist eine Zumutung.
    Mathias_M @matze2001, 7. Feb. 2024
    +https://x.com/matze2001/status/1913817981848572247

  4. @ Viper 26. Juli 2026 um 23:13

    Und nein, ich bin auch kein Fan von
    Großreichen, weder dem von Napolion,
    noch vom alten Röm. Reich für das sich
    ein gewisser Schicklgruber begeistert haben
    soll, auch nicht dem von Kaiser Karl. d. Gr.
    Oder dem Großreich den die Amis errichtet
    haben u. zwar weltweit. Gehören Deutschland
    u. GB nicht auch zum Großreich USA? Und was

    ist mit der Russischen Föderation (RF)? Wollen
    Sie den Mainsstream unterstützen, der Rußland
    zerschlagen möchte? Bärbocks Weisheit:
    „Rußland dekolonialisieren“, wer auch immer es
    ihr vorsagte u. falls sie es überhaupt fehlerfrei
    nachplappern konnte.

    Einige „Islamistan“ sind nach dem Fall der UdSSR
    abgesprungen, einige gehören noch zur RF. Ich
    glaube nicht, daß es gut für uns sein würde,
    wenn die anderen „unabhängig“ wären. Einige würden
    in den Dunstkreis der Türkei, der EU oder USA
    gelangen. Moslemmassen würden sich Richtung
    Europa, vor allem Deutschland aufmachen, wenn
    die RF zerfiele.

    Sollte die Ukraine frei von der EU u. Rußland
    werden? Nach diesem Krieg ist sie im Eimer.
    Von 45 Mio. heute nur noch halb soviele Einwohner.
    Wer sollte das Land aufbauen? Oder mit einem
    „Marshall-Plan“ ewiger Vasall der USA werden?
    Nun gut, ist sie ja jetzt schon: Knechtstaat der USA.
    Es heißt vom Kreml, Rußland wolle sich nicht die
    Ukraine ans Bein binden.

    Was sollte aus Südtirol werden? Los von Rom
    wäre gut. Aber dann? Anschluß an Nordtirol
    bzw. Österreich oder an Deutschland?

Kommentarfunktion ist geschlossen.