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Donnerstag, August 20, 2026
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StartBuch-Tipp„Fangschuß“ von Kurt Hättasch – ein Gespräch mit Götz Kubitschek

„Fangschuß“ von Kurt Hättasch – ein Gespräch mit Götz Kubitschek

Der Staat hat Kurt Hättasch zum „Terroristen“ erklärt. Ein Handwerksmeister, Familienvater, Jäger und Lokalpolitiker sitzt in Untersuchungshaft, weil er offenbar das Falsche gedacht und getan hat: ein normales deutsches Leben führen, mit Handwerk, Jagd, Familie und Heimatverbundenheit. Nun erscheint sein Buch „Fangschuß“ im Antaios-Verlag von Götz Kubitschek – ein Tagebuch aus der Zelle, das mehr über den Zustand dieses Landes verrät als so mancher Regierungsbericht (PI-NEWS berichtete).

Kubitschek kennt Hättasch seit Jahren aus Akademien und Gesprächen in Schnellroda. „Kein typischer Intellektueller“, sagt er im Interview mit dem Freilich-Magazin, „sondern ein Mann, der weltanschauliche Fragen nicht nur bespricht, sondern lebt: Handwerk, Tierhaltung, Garten, Vereinsleben.“ Genau dieser Typus scheint dem Apparat besonders suspekt. Der Titel „Fangschuß“ ist doppeldeutig: Er meint den Schuß, der Hättasch traf, und zugleich das, was der Staat mit diesem Verfahren offenbar erledigen will – ein Exempel statuieren.

Kubitschek beschreibt, wie der Staat neue Schubladen aufmacht: Lagerfeuer, Nachtwanderung, Lagerwache – alles wird plötzlich zum möglichen Keim einer „terroristischen Vereinigung“. Kontaktschuld, Verhaltensunsicherheit, endlose Prozesse. Das Ziel? Nicht nur den einzelnen Mann brechen, sondern das Milieu verunsichern. Lebensjahre eines Familienvaters werden geopfert, während der Apparat weiterläuft.

Besonders eindrücklich sind Hättaschs Aufzeichnungen, die unter den Augen der Justiz entstanden. Handschriftlich, dann getippt, von Leserichtern geprüft, über Anwälte eingeschmuggelt. Kubitschek vergleicht sie mit Soldaten-Tagebüchern: kein literarischer Schnickschnack, sondern Schreiben aus der Not. Der ehrliche, direkte Ton eines Mannes, der nicht weiß, ob er im Oktober oder erst in fünf Jahren nach Hause darf. Besonders bewegend: die Besuche hinter Glas. Keine Berührung, kein Geruch der eigenen Tochter – nur eine Sprechanlage. Hättasch beantragte sogar Fußfessel und Meldepflicht. Vergeblich.

Antaios führt inzwischen eine regelrechte Reihe von Gefängnisliteratur. Ein trauriger Befund für die Bundesrepublik. Das Buch dient zugleich der Solidarität: Der gesamte Gewinn geht an Familie und Anwälte. Kubitschek betont: Ein Buch erreicht Tausende, macht den Fall präsent und gibt dem Gefangenen das Gefühl, nicht vergessen zu sein.

Kritisch äußert sich Kubitschek zur schnellen Distanzierung des sächsischen AfD-Landesverbandes. Wer sofort ausliefert, statt zu prüfen und abzuwarten, zeige nur wackeligen Stand. Politische Reife bedeute, erst zu analysieren und „cui bono“ zu fragen. Nach Monaten ohne stichhaltige Beweise wirke die voreilige Distanzierung besonders fragwürdig.

Am Ende bleibt die Mahnung: Briefe schreiben, das Buch verschenken, still helfen. Wenn Hättasch eines Tages frei ist, soll man ihn in seinem Garten in Ruhe lassen. Bis dahin gilt: „Gibt es etwas, das wir für Dich tun können? Halte durch!“. Ein Buch, das unter den Augen des Staates entstand – und dennoch frei und aufrecht spricht. Das sagt alles über die Zeiten, in denen wir leben.

Bestellempfehlung:

» Kurt Hättasch: „Fangschuß. Notizen aus der U-Haft“ Schnellroda 2026, 272 Seiten, 22 Euro – hier bestellen

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9 Kommentare

  1. So schauts aus:
    —-Menschen mit Haltung und Erfahrung.
    Wir stehen für Qualität, klare Rahmung und individuelle Förderung.—
    Die Betreuungsplätze richten sich an Kinder und Jugendliche ab dem Alter von 6 Jahren bis zur Volljährigkeit, die aufgrund ihrer Verhaltensweisen keinen stabilen Platz finden konnten. Jedes Kind erhält einen individuellen Rahmen.
    https://homebase-verein.at/team
    Wien
    Betreuer mit Teufelshörnern: Mädchen springt vor Angst aus Fenster
    https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2026/betreuer-mit-teufelshoernern-maedchen-springt-vor-angst-aus-fenster/
    Zuständig ist Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling von den Neos. Ihr Büro nimmt den Träger und dessen Chef in Schutz. Gegenüber der Zeitung teilte es mit: „Die Aufsicht der MA 11 prüfte den Vorfall und achtete darauf, dass dieser fachgerecht bearbeitet wurde. Ein fachliches Fehlverhalten des Trägers Homebase wurde dabei nicht festgestellt.“

  2. Wer das Buch gelesen hat, sieht diesen Staat mit anderen Augen und wird den Entschluss fellen, dass sich etwas ändern muss und die alten Teppiche ganz raus müssen. Da ist nichts mehr zu retten

  3. Puuh, der Wiki-Artikel ist ja mal richtig konfus. Hätte, könnte, sollte, möglicherweise….wenn das alles ist, was man dem Mann konkret vorwerfen bzw. ihm nicht beweisen kann….ich lass den Satz mal offen.

    Einzig interessant und aufschlussreich fand ich folgende Passage, ich zitiere:

    „Hättaschs Frau ist die Tochter des ehemaligen Anführers der verbotenen „Skinheads Sächsische Schweiz“ (SSS) und reiste 2019 mit ihm in die Ukraine, um sich mit Vertretern der Brigade Asow zu vernetzen.

    Naja, mit diesem Bekanntenkreis kann man immerhin noch Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden – und bleiben.

  4. Die wollten unter dem Vorwand einer angeblichen terroristischen Bedrohung einen von der Opposition abknallen

    Schöne Zustände

    Während fahren die neuen Helden der Alt-Parteien mit Autos in Umzüge und stechen unbeteiligten Menschen massenhaft in den Hals

  5. Es ist ein Wahnsinn, wie weit Deutschland schon
    wieder gesunken ist.
    Aus der Justiz scheint bereits ein Verbrechersyndikat
    geworden zu sein, dass nur noch im Auftrag der Regierung urteilt.
    Das hat mit einen Rechtsstaat nichts mehr zu tun !

  6. Was die Art seiner Ferstnahme angeht ,spricht alles eindeutig dafür ,daß man es auf Eskalation angelegt hatte ,was umso verwerflicher ist,als daß man dadurch auch noch seine Frau und insbesondere seine kleine Tochter unnötig gefährdet hat. Ich möchte mal zu gerne wissen,was man den betroffenen GSG 9 Beamten über Herrn Hättasch für Schauergeschichten vor der Verhaftung erzählt hat.
    Überhaupt die GSG9 für diese Verhaftung anreisen zu lassen ,ist eine lächerliche Schmierenkomödie,diese Festnahme hätten auch vor Ort beim Verlassen des Hauses ein paar örtliche Polizisten alleine bewältigen können. Schon diese Umstände der Verhaftung alleine beweisen m.E.,daß das ganze Verfahren eine Inszenierung ist,mit der wieder einmal „bewiesen“ werden soll ,wie groß doch die „Gefahr von Rechts“ ist.
    Wenn man in diesem Zusammenhang dann noch das Versagen der Behörden im Umgang mit islamischen Gefähdern und Hasspredigern und die oft lächerlich geringen Strafen ,die migrantische Verbrecher für schwere Straftaten erhalten sieht,dann sagt einem der gesunde Menschenverstand ,daß es mit unserem Rechtsstaat bereits sehr weit bergab gegangen ist.
    Komme mir jetzt bitte niemand mit dem Argument ,daß es in anderen Staaten in Punkto Rechtsstaat noch viel schlimmer zugeht. Das ist zwar richtig, ist aber dennoch kein Argument dafür, unseren Rechtsstaat derart verkommen zulassen,denn wenn dieser sich ersteinmal auf der schiefen Bahn nach unten bewegt sind den Steigerungsmöglichkeiten in Richtung Unrechtsstaat kaum noch Grenzen gesetzt.

  7. Einzig die Achse ( achgut) berichtet über den Prozess.
    Jetzt schon mehrere Teile.
    Allein was dort abläuft ist schon erschreckend.

  8. Je länger ich über den Einsatz der GSG9 bei der Festnahme von Herrn Hättasch nachdenke ,umso mehr frage ich mich, ob die dafür Verantwortlichen seinerzeit noch klar im Kopf waren. Die GSG9 ist die absolute TOP-Elite unter allen deutschen SEKs , die man auch nur gegen die „Elite“ unter den Gewaltverbrechern und Terroristen einsetzt. Vor jedem Einsatz sollten also auch den ausführenden Beamten vor Ort alle Informationen über die lokalen Verhältnisse und die „Zielperson“ mitgeteilt werden,die ja den Behörden vor Ort bestens bekannt gewesen sein dürften ,insbesondere daß sich seine Frau ,gegen die nichts vorlag, und seine kleine Tochter im Haus befanden. Gerade unter dem letzten Aspekt war die Erstürmung des Hauses grob fahrlässig, um es mal sehr beschönigend auszudrücken,denn wäre Herr Hättasch wirklich ein besonders gefährlicher Terrorrist gewesen,wovon die GSG9 -Beamten ja ausgegangen sind,wofür hätte man sie denn sonst hunderte von Kilometern weit anreisen lassen,dann hätte es im Gebäude noch zu einem schweren Schußwechsel kommen können,den Frau und Kind möglicherweise nicht überlebt hätten. Es erschließt sich mir auch nicht warum ein Elitepolizist ,der eine hervorragende Schießausbildung gehabt haben dürfte und es gelernt hat ,auch in schwierigen Situationen besonnen zu handeln offenbar direkt zu einem Kopfschuß ansetzt.
    Bedenkt man ,daß es zur Erstürmung seines Hauses auch noch etliche andere wesentlich gefahrlosere Möglichkeiten einer seperaten Festnahme außer Hauses gegeben hätte,dann haben hier meiner Meinung nach die Verantwortlichen geradezu kriminell gehandelt. Was ein derart brutaler Polizeieinsatz bei einem kleinen Mädchen für Traumata auslöst ,interressiert offenbar keinen der Verantwortlichen.
    Am Ende frage ich mich ,was wohl geschehen wäre,wenn Herr Hättasch den Schuß nicht überlebt hätte.Er wäre von unseren Hofberichterstattern als gefährlicher „Naziterrorrist“ dargestellt worden,den die Polizei leider in „Notwehr“ erschießen mußte und unsere unvergessliche damalige Innenministerin Nancy F. hätte wieder einmal einen überzeugenden „Beweis“ dafür präsentiert ,wie wichtig doch ihr K(r)ampf gegen Rechts ist.

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