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Björn Höcke: „Wir wollen eine Renaissance für Deutschland und Europa“

Bei der Auftaktveranstaltung der Politischen Akademie Bayern der AfD am 9. Mai hat Thüringens AfD-Vorsitzender Björn Höcke ein leidenschaftliches Plädoyer für eine geistige Wende in Deutschland gehalten. Vor engagierten jungen Patrioten betonte er die enge Partnerschaft zwischen den Landesverbänden Thüringen und Bayern und begrüßte die rasche Umsetzung der Akademie-Idee im Freistaat.

„Wir leben in einer geistigen Tiefzeit Europas“, so Höcke. Die Lilie im Logo der Akademie stehe nicht für bourbonische Könige, sondern für die Lilie der Renaissance – die Wiedergeburt. Genau diese Renaissance für Deutschland und Europa sei das große Ziel der AfD seit über 13 Jahren. Statt ideologischer Zerstörung brauche das Land eine geistige Erneuerung.

Höcke richtete drei klare Forderungen an die Teilnehmer der Akademie: „Bleibt authentisch. Werdet Elite. Lebt akademische Freiheit.“ Authentizität stellte er besonders heraus und führte den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) als abschreckendes Negativbeispiel an.

Voigt, der im Wahlkampf mit harten Positionen zu Migration, Haushalt und Windkraft punkten wollte, habe nach der Machtübernahme alle zentralen Versprechen gebrochen. Keine Migrationswende, Rekordverschuldung, Zerstörung des Thüringer Waldes. Dazu Plagiatsvorwürfe, Lügen im Landtag und rhetorische Phrasendrescherei im Konrad-Adenauer-Stil. „So dürft ihr niemals werden“, warnte Höcke. Politik brauche Kompromisse, aber es gebe unverhandelbare Grundsätze: Schluss mit der Energiewende-Ideologie, mit Gender-Wahn, mit Kriegsrhetorik und der Auflösung der deutschen Identität.

Zweitens rief Höcke dazu auf, Elite zu werden – nicht im Sinne abgehobener Funktionäre, sondern als schöpferische Minderheit, die dem Gemeinwohl dient. Er zitierte den konservativen Denker Gerd Klaus Kaltenbrunner aus seinem Buch „Elite für den Ernstfall“: Eliten zeichneten sich durch asketische Tugenden aus – Dienen, Verzichten, Disziplin, Selbstbeherrschung. Eine parlamentarische Demokratie brauche eine solche Elite, um Interessenblockaden aufzulösen. Alfred von Schlieffen hat es in einer kurzen knappen Aussage zusammengefasst: „Wenig hervortreten, viel leisten, mehr Sein als Schein“ – dieser preußische Geist solle die jungen Akademisten prägen.

Drittens: Die Akademie müsse akademische Freiheit leben. Keine Parteischulung im engen Sinne, sondern ein Ort echter Bildung im Humboldtschen Geist – Selbstbildung, Tiefenbewusstsein, Begegnung und Innovation. Statt reiner Kompetenzvermittlung brauche es ein solides Fundament aus historisch-philosophischem Verständnis. Die AfD-Thüringen praktiziere bereits systematische Bestenauslese nach Eignung, Leistung und Charakter. Nur so sei man auf die Regierungsverantwortung vorbereitet, die schneller kommen könne als gedacht.

Höcke schloss mit bewegenden Worten seines Kindes: „Papa, es ist gut für sein Land zu kämpfen.“ Genau dafür lohne sich der Einsatz. Die Politische Akademie Bayern sei ein wichtiger Baustein für diese notwendige Erneuerung.

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1 Kommentar

  1. Das ist alles auf durchaaus hoherm Niveau vorgetragen, aber es fehlt der AfD zu diesen Zielprojektionen an realistischen Konzepten zur Umsetzung!

    Hier in Namibia (und auch in UK) gibt es den Spruch der Ureinwohner Namibias (das sind die San).
    Der lautet wie folgt.
    Auf Africaans:
    „Krokodille is nie gevaarlik nie sodra jy dit reggekry het om hulle op hul rug te draai!“
    Auf Englisch:
    „Crocodiles aren’t dangerous once you’ve managed to flip them onto their backs!“
    Übersetzt ins Deutsche:
    „Krokodile sind ungefährlich, wenn man sie erst einmal auf den Rücken gelegt hat!“

    Ja, aber wie legt man ein Krokodil auf den Rücken? Im übertragenen Sinne:
    Welche konkreten Pläne, die umsetzbar sein müssen, hat die AfD?

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