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Messias müssen wir selbst sein!

Von RAINER K. KÄMPF | In Zeiten der Krise, des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Abstiegs, kommen tatsächlich Leute auf die Idee, die unsinnige Diskussion nach der imaginären politischen Mitte wieder aufzuwärmen. Man setzt noch einen drauf, und sehnt sich nach einem Messias. Das ist von vornherein unsinnig, weil der Messias vor 2000 Jahren alles andere als mittig war. Der hat polarisiert bis zur letzten Konsequenz.

Das Schwafeln von einer „Mitte“ machte sich breit, nachdem Willy Brandt 1972 auf dem Dortmunder Wahlparteitag der SPD, woher soll der Unsinn auch kommen, die schwammige Zielsetzung formulierte und in Umlauf brachte. Seitdem geht dieser Begriff in Deutschland nicht nur um, sondern zieht es, wie alle feststellen können, permanent nach unten.

Selbst die Bundeszentrale für Politische Bildung meint zu diesem Thema:

„Eine politische Mitte zu definieren, erscheint aus ähnlichen Gründen problematisch, zumal sie sich im Rahmen des gesellschaftlichen und politischen Wandels inhaltlich kaum festmachen lässt.“

Inhaltlich kaum festzumachen. Genau dieser Umstand macht die Idee einer politischen Mitte so beliebig wie billig. Dahinter kann alles und nichts versteckt werden. Die Protagonisten legen sich nicht fest, alles ist willkürlich zu interpretieren, und geht dann was schief, wie meistens, ist der Verursacher kaum dingfest zu machen. Weil eben die Mitte keine Konturen hat. Die herbeiphantasierte Komfortzone für Weicheier, Feiglinge und Hasardeure auf Kosten der Gesellschaft.

Ob Deutschland einen Messias braucht oder nicht, sei dahingestellt. Was es dringend braucht, sind Politiker und Macher, die sich nicht unpositioniert durchlavieren wollen, sondern Männer und Frauen, die einer Konfrontation nicht aus dem Weg gehen und sich klipp und klar bekennen.

Die neue Marschrichtungszahl muß uns konsequent und unbeirrt gegen den Strom führen. Alles andere landet über kurz oder lang ganz weit links. Also da, wo das gesamte systemkonforme Establishment zu verorten ist.

Es braucht Politiker mit Ecken und Kanten, Sturköpfe, die nicht „Everybodys Darling“ sein wollen, sondern aus der Konfrontation mit dem politischen Gegner die Kraft und Zuversicht schöpfen, Deutschland aus dem Tal der Tränen herauszuführen.

Denen man zweifellos abkauft, daß sie sich für eine Erneuerung einsetzen, den rechten Weg beschreiten und das Land zurückführen zu den Werten einer konservativ geprägten Gesellschaft, die einst die sichere und geliebte Heimat aller Deutschen garantierte.

Den messianischen Glauben, die Hoffnung und die erforderliche Tatkraft auf dem Weg dahin, sollten wir uns allerdings bewahren!


PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.

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7 Kommentare

  1. „Das Schwafeln von einer „Mitte“ machte sich breit, nachdem Willy Brandt 1972 auf dem Dortmunder Wahlparteitag der SPD, woher soll der Unsinn auch kommen, die schwammige Zielsetzung formulierte und in Umlauf brachte.“

    Whisky Willy, ein schwerst kranker Alkoholiker, der in Warschau besoffen stolperte und zum Symbol der Linken wurde.

    Er war ein Fan von Dimpl., den er kistenweise von der CIA bekommen hat. Als Nutten Fan ist der endlich über seine Schlafwagen Affäre gestolpert, aber heute zum Säulenheiligen aller Linken geworden.

  2. @ghazawat Ne ne, da täuschen Sie sich. Der Brandt war ein Guter. Der den Sie meinen hieß Herbert Ernst Karl Frahm.

  3. Eine politische Mitte genau zu definieren, das ist mehr oder weniger eine geistige Plumpheit.

    Meine Auffassung von Politik orientiert sich an den „normalen“ Grund-Bedürfnissen des Menschen. Und die kann man am besten orten, wenn man „Naturmenschen“ beobachtet bzw. mit ihnen spricht.

    Meine seinerzeitigen Forschungen bei den SAN („Buschleute“; seit 20.000 Jahren die Ureinwohner Namibias) ergaben, dass jedes politische Streben des Indoividuums und der Gruppe darauf gerichtet ist, dass die beiden Grundtriebe – eigenes Überleben und Vermehrung – gesichert werden.

    Das heißt in Kurzform: Ernährung und Familie bilden den Kern-Lebenskreis. Und dies bezeichne ich als „normal“.
    Dieses „Normale“ aber gerät unter zivilisatorischen Umständen ins Wanken. Daraus ergeben sich dann tiemlich unsinnige politische Ortsbestimmungen wie „Mitte“, wobei das „Anormale“ dann auch leicht von daran interessierten Politikern zum „Normalen“ erklärt wird – womit die Bedürfnisse der „normalen“ Menschen politisch manipuliert werden. Politisch gewollte Zerstörung der Familien in Deutschland ist so ein Beispiel.

  4. Bayrischer Freigeist 18. April 2026 Beim 11:43

    „@ghazawat Ne ne, da täuschen Sie sich. Der Brandt war ein Guter. Der den Sie meinen hieß Herbert Ernst Karl Frahm.“

    Ich weiß, dass Herr Brand einer der Besten der Besten war, nur leider war er ständig so besoffen, dass er eigentlich nicht wusste, was er machte. Seine Vorlieben für Schlafwagen mit von der Stasi bezahlten Nutten durch Herrn Guillaume wurden leider zum Verhängnis. Aber Schwamm drüber. Und was er als Herrn Frahm tat ist nur der gerechte Kampf gegen die Nazis.

    Der ist heute das ewige Vorbild der Linken, die Whisky für das richtige Mittel halten zu vergessen.

  5. OT Brandt
    Zu dem oben erwähnten Nebenthema hier:
    Es wird gerne herumgemäkelt, dass Herr Brandt eine Vorliebe für Frauen und Alkoholika hatte. Da befindet er sich deutschlandweit in „bester“ Gesellschaft.

    Was leider so gut wie vergessen wird, das ist seine „Freigebigkeit“:
    Er hat (mit anderen zusammen) ohne jede Volksabstimmung etwa ein Drittel des deitschen Reichsgebietes primär an Polen verschenkt!

  6. Links, Mitte, Rechts — das ist alles dummes Zeug.
    Die Frage ist, was nützt dem Land.
    Ich schließe es vollkommen aus, dass dieser Staat, dass kapitalistische System, reformiert werden kann.
    Es müssten so drastische Massnahmen ergriffen werden, so dass dieser Messias nach ein paar Tagen von allen verflucht werden würde. Dazu kommt, dass wir unser Schicksal nicht mehr selbst in der Hand haben und sich sofort alle gegen uns verbünden werden.
    Getreu dem Motto:
    „Taucht irgendwo ein Genie auf, verbünden sich sofort alle Dummköpfe dagegen“.
    Diese „Volk“ ist es nicht mehr wert gerettet zu werden.
    Als 1918 der sächsische König abgesetzt wurde um die Demokratie (Kapitalismus) einzuführen antwortete er sinngemäß:
    “ Schön, dann macht eueren Scheiss selbst .“

  7. Ich empfehle euch Mal den Zarathustra von Nietzsche zu lesen.
    Zarathustra war ein Weiser, er zog sich in eine Höhle in den Bergen zurück um dort alles zu Lernen und zu lesen.
    Als er alles wusste wollte der zu den Menschen ins Tal gehen um ihnen zu helfen die richtigen Entscheidungen zu treffen und ihren Wohlstand zu mehren.
    Das ist ihm schlecht bekommen, er wurde Geteert und Gefedert und mit Schimpf und Schande fortgejagdt.

    Die Leute wollen nicht belehrt werden, die Leute dulden keinen der schlauer oder besser ist als sie selbst.
    Die Menschen halten sich alle heute selbst für Gott.
    Aber gegen Dummheit kämpfen selbst die Götter vergebens.
    Die Menschen sind es nicht mehr Wert gerettet zu werden.

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