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Hurra, hurra, der neue CO2-Kulturrechner ist da!

Von HANS-PETER HÖRNER | Am 12. Februar dieses Jahres verkündete die Kultusministerkonferenz (KMK) in einer Pressemitteilung voller Begeisterung, dass „Kultureinrichtungen aller Sparten in Deutschland […] eine weiter verbesserte Grundlage für ihre ökologische Nachhaltigkeitsarbeit [erhalten].“ Gemeint ist der neue CO?-Kulturrechner 1.1. Dabei handelt es sich um ein „kostenfreies, niedrigschwelliges“ Klima-Bilanzierungsinstrument. Nicht ganz kostenfrei natürlich, weil der Kulturrechner ja auch entwickelt werden musste und weiterentwickelt wird. Grob geschätzt liegt die Investitionssumme durch Steuergelder für Methodik, Entwicklung und Erstbereitstellung im unteren bis mittleren sechsstelligen Größenordnung – dazu kommen im Lauf der Jahre allerdings noch Updates, Faktorenpflege, Support und Schulung.

Aber was macht der CO2-Kulturrechner eigentlich? Mit seiner Hilfe können Kultureinrichtungen auf Excel-Basis nun eine Treibhausgasbilanz erstellen. Die bundesweite Standardisierung schließt grundlegende methodische Fragen aus, eigene Emissionsfaktoren werden ab 2026 im Rechner mit Emissionsfaktoren des Umweltbundesamtes abgeglichen. Die Grüne und Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württembergs, Petra Olschowski, erklärt zum CO2-Rechner: „Er unterstützt Kultureinrichtungen bundesweit dabei, ihren CO2-Ausstoß systematisch zu erfassen und zu analysieren. Das ist die Grundlage, um Emissionen zu senken! Den Standard und den Rechner haben wir gemeinsam mit vielen Beteiligten weiterentwickelt. Damit stärken wir die Rolle der Kultur im Klimaschutz.“

Man stellt sich die Frage, wovon die Ministerin denn nun nachts träumt. Sicher nicht von einer intakten Schulinfrastruktur, denn das wäre der Albtraum. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) teilt am 1. Juli 2025 mit: „Bei der jährlichen vom [Difu] für die KfW durchgeführten Befragung [der Kommunen in Deutschland]  bezifferten sie den wahrgenommenen Investitionsrückstand auf insgesamt 215,7 Milliarden Euro – ein Rekordwert und Anstieg um 15,9 Prozent bzw. 29,6 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Investitionsrückstand sehen die Kommunen erneut bei Schulgebäuden. Hier beträgt die Lücke 67,8 Milliarden Euro oder 31 Prozent des gesamten Investitionsstaus. Darauf folgt die Straßen- und Verkehrsinfrastruktur mit 53,4 Milliarden Euro oder 25 Prozent des Investitionsrückstands.“

Abgesehen davon, dass auch neue Schulden – als Sondervermögen bezeichnet – in der Misere wenig hilfreich sein werden, weil so nicht die Ursachen, sondern nur die Symptome – wenn überhaupt – bekämpft werden würden, bleibt doch die Frage, wie gestört grün-schwarz-rote Bildungspolitiker sein müssen, um ein halbwegs funktionierendes Gebäudemanagement-IT-Tool für einen großen Schritt zur „globalen Klimarettung“ zu halten. Was geht in einer Bildungspolitikerin vor, die die Rolle der Kultur für den Klimaschutz gestärkt sehen will, während die Schullandschaft im Gewalt-, Islamisierungs-, Leistungs- und Infrastruktur-Desaster versinkt? Ich für meinen Teil sähe die Rolle der Kultur gerne ausschließlich für die ökonomische und mentale Leistungsfähigkeit unseres Landes gestärkt – die Klimareligion ist mir egal.


PI-NEWS-Kolumnist Hans-Peter Hörner (AfD), Jahrgang 1951, studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre sowie Biologie. Nach seinem Studium war er über vier Jahrzehnte als Berufsschullehrer tätig. Seit 2021 ist er Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg. Themenschwerpunkt: Bildungspolitik und Petitionen. Hörners PI-NEWS-Kolumne erscheint jeweils zum Monatsanfang.

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9 Kommentare

  1. Es geht überhaupt nicht ums Klima, sondern nur darum, dem deutschen Volk mit fadenscheinigen Begründungen auch noch das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen.
    Denn selbst wenn Deutschland die Emmissionen auf NULL senken würde, hätte das überhaupt keine Auswirkungen auf das Weltklima, weil USA, China, Indien und noch andere sich (mit Recht) einen Dreck um das Umweltgedöns scheren und nicht nur weitermachen wie bisher, sondern ihre Emmissionen auch noch weiter erhöhen.
    Inzwischen habe ich auch meine Meinung zum angeblichen Klimawandel geändert:
    Bisher hatte ich lediglich vermutet, daß die (deutschen) Autofahrer nicht dafür verantwortlich seien.
    Seit diesem Winter habe ich aber endgültig Gewißheit, daß es den behaupteten Klimawandel tatsächlich gar nicht gibt.

  2. Darf ich raten? Der Mehrausstoss von CO-2 in Deutschland durch den Import von Multi-Kültürträgern wird von diesem CO-2-Kültürrechner nicht erfasst bzw. nicht berechnet?

    Das dachte ich mir. :mrgreen:

    Aber man muss ja schon froh sein, wenn in diesem Schätzprogrämmchen von „CO-2-Ausstoss“ und nicht von „CO-2-Verbrauch“ die Rede ist.

  3. Hoffentlich kommt bald jemand auf die Idee (zur späten Einsicht), daß es sich bei CO2 um ein wichtiges, zu schützendes Spurengas handelt, dessen Verringerung ein Verbrechen gegen die gesamte Menschheit darstellt!

    Die galoppierende Borniertheit und die damit verbundene Zustimmung dient ausschließlich zu dem Zweck, den Menschen mit der weltweiten größten Lüge das Geld aus der Tasche zu leiern.

    Schön, daß Herr Trump zumindest in den USA dem ganzen Unfug einen Rigel vorschiebt!

    (Derweil wird in Brüssel gejault und gejammert)

  4. Mantis 2. März 2026 Beim 20:25

    Am Stadtrand?
    Etwa mit Bärbocks Begründung: „Wegen des Geruchs und keinesfalls wegen der dortigen Rapeculture„?

    Uiuiui…die Willkommenskültür bröckelt jetzt aber.
    :mrgreen:

  5. Stellt doch mal in Diskussionen mit Klimagläubigen die Frage ,wie es möglich ist ,daß ein Gas schwerer wie Luft ,sich in großer Höhe derart anreichern kann,daß es zur Reflektion der durch die Erde abgegebene Wärmestrahlung kommt. CO2 hat ein spezifisches Gewicht von ca.1,9Kg /qm und Luft dagegen von ca.1,25Kg /qm. Aus dem Chemieunterricht wissen wir daß CO2 sich in Vertiefungen wie Kellern und Gruben ähnlich wie Wasser ansammeln kann und darin Menschen ähnlich wie in Wasser quasi „ertrunken“ sind.
    Das dämliche Geschwurbel ,was ihr dann zur Antwort bekommt, ist jedes mal „herzerfrischend“. Mir jedenfalls hat das bisher noch niemand überzeugend darlegen können ,aber jeder plappert diesen Mist nach.

  6. Nicht nur die Nutte am Straßenrand muss ihren Zuhälter abbezahlen

    Auch wir müssen unseren Zuhältern täglich dienen
    Wer das nicht will, der ist ein „Klima-Leugner“

  7. Wiki-Gehirnwäsache sagt:
    „Nach einem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz aus dem Jahr 2007 sind ca. zwei Drittel der rund 200 Beschäftigten dauerhaft in Bonn eingesetzt, ein Drittel am Berliner Standort“

    Was? Ich dachte, das ist eine Konferenz?
    Eine Konferenz mit 200 Sesselforzer und 200 Millionen Euro Etat im Jahr?

    Das ist wohl so etwas, wie das „Sondervermögen“, welches auch noch keiner gefunden hat

  8. Unsere sämtlichen Kartell-Pateien haben in Sachen
    Klimaschutz einen an der Waffel !
    Wer dachte die Schizophrenie hat nach der Regierungsabwahl
    der Grünen ein Ende, oder wird wenigstens etwas zurück gefahren,
    war schwer auf den Holzweg.
    Die CDU macht auf den gleichen Schiene wie die Grünen weiter, von der
    dreckigen SPD ganz zu schweigen.
    Die Milliardenkosten dieser Politik brauchen nicht einmal mehr verschwiegen
    werden, der Wähler nimmt es zum größten Teil hin, obwohl es ein rießiges
    Milliardengrab seiner Abgaben bedeutet.
    Meiner Meinung nach ist der ganze Klimarotz eine einzige Ablenkung, um die
    Bürger von ihren Verrat an Heimat und Kultur abzulenken.
    Das ganze Geld, dass noch dazu durch Schulden bezahlt wird, ist zum
    Fenster hinaus geworfen.

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