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Dienstag, April 28, 2026
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Anchorage: Diplomatie ohne Spektakel

Von ELENA FRITZ | Das große Ergebnis des Alaska-Gipfels lautet: Man hat sich darauf geeinigt, sich irgendwann wieder zu einigen. Immerhin. Genau so lässt sich das Fazit der Gespräche zwischen Wladimir Putin und Donald Trump in Anchorage ziehen. Drei Stunden dauerte der Dialog im Drei-zu-Drei-Format, die für den erweiterten Kreis geplanten Runden wurden kurzerhand gestrichen. Statt langer Erklärungen gab es kurze Statements, keine Fragerunden.

Offiziell wurde nicht bekanntgegeben, welche Themen auf den Tisch kamen. Klar ist nur, dass es Vereinbarungen gab – doch deren Details verschweigt man noch. Warum? Weil Trump sie erst noch verkaufen muss: an Brüssel, an Berlin und nicht zuletzt an Selenskij.

Naheliegend sind Punkte wie eine zeitweilige Aussetzung westlicher Waffenlieferungen im Gegenzug für ein Einfrieren einzelner Sanktionen. Solche Entscheidungen liegen nicht allein in Trumps Händen, sie müssen in einem komplizierten Dreieck mit EU und Ukraine abgestimmt werden. Auffällig ist, dass der US-Präsident sein großes Druckmittel – neue Russland-Sanktionen – erneut zurückzog. Noch am Freitag hatte er diese angekündigt, nach dem Treffen in Alaska erklärte er das Gegenteil. Trump hat sich damit vorerst aus der selbstverschuldeten Zwickmühle befreit.

Entscheidend bleibt der Ukraine-Komplex. Nicht, weil Trump besondere Sympathien für Kiew oder Selenskij hätte, sondern weil er diese Frage als innenpolitisches Faustpfand begreift. Je nach Verlauf an der Front und in den Verhandlungen könnte Washington die „ukrainische Partie“ sogar verlassen. Genau das deutet die amerikanische Rhetorik an: Man sei gesprächsbereit, aber nicht um jeden Preis.

Während der Ukraine-Punkt stockt, zeichnet sich auf anderen Ebenen eher Bewegung ab. Diskutiert wurde etwa über eine Verlängerung und Modifizierung des New-START-Abkommens, womöglich auch über Elemente des früheren INF-Vertrags. Ebenso standen regionale Fragen – von Nahost bis Ostasien – auf der Agenda. Ob dabei substanziell etwas beschlossen wurde, ist unklar. Die Tatsache, dass keine Eskalation verkündet wurde, ist jedoch bereits ein politisches Signal.

In den nächsten Wochen dürfte Trump in Gesprächen mit der EU und Kiew versuchen, Zustimmung für seine inoffiziellen Absprachen mit Moskau zu erzwingen. Erst danach könnte es einen zweiten Gipfel geben – möglicherweise sogar in Minsk. Auffällig ist, dass Trump während des Flugs nach Anchorage mit dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko telefonierte. Sollte Selenskij an einen Tisch gelockt werden, könnte es dort tatsächlich zu der von Trump gewünschten Dreier-Runde kommen.

Bis dahin gilt: Entscheidend ist die Lage auf dem Schlachtfeld. Die Fortschritte der russischen Armee verschieben die Verhandlungspositionen täglich. Diplomatie bleibt in diesem Kontext nachgeordnet – sie fixiert, was militärisch bereits geschaffen wurde. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Stattdessen beginnt nun eine zähe, von taktischen Pausen und Verschiebungen geprägte Verhandlungsphase.

Und am Rande: Das abgesagte gemeinsame Mittagessen ist nebensächlich. In der Diplomatie gilt eben: Erst die Vereinbarung, dann der Champagner.


Elena FritzPI-NEWS-Autorin Elena Fritz, geboren am 3.10.1986, ist vor 24 Jahren als Russlanddeutsche nach Deutschland gekommen. Nach ihrem Abitur hat sie Rechtswissenschaften an der Universität Regensburg studiert und erfolgreich mit einem Diplom abgeschlossen. Seit 2018 engagiert sie sich in der AfD, war von 2019 bis 2021 im bayerischen Landesvorstand tätig und wurde am 15. November zur Direktkandidatin der AfD für den Wahlkreis Landshut/Kelheim bei der Bundestagswahl 2025 nominiert. Sie ist stolze Mutter eines Jungen. Hier gehts zum Telegram-Kanal von Elena Fritz.

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20 Kommentare

  1. Donald und Wladimir haben mit diesem Treffen ein eindeutiges Zeichen gegen den Deep State gesetzt: Mit uns wird es keinen großen Krieg geben! Panik breitet sich bei den Drecksmedien aus. Mehr wollten die beiden beim ersten Mal nicht.

  2. Mal wieder eine schöne Shownummer nach dem Motto: Außer Spesen nix gewesen. Letztendlich wird Trump seinen EU-Vasallen-Heinis Lügenfritze, Macron und Co. das gleiche sagen wie bereits vorher schon: „Wir Amis ziehen uns komplett zurück, es gibt keinen Cent mehr von uns für die Ukraine. Wenn Ihr aber weiter Krieg zusammen mit der Ukraine gegen Russland spielen wollt, könnt Ihr mir gerne Waffen abkaufen. Your’re welcome.“
    USA sind auf alle Fälle raus, Trump hat seinen (Wirtschafts-)Deal mit Putin-Russland gemacht, denn Trump wird alle US-Sanktionen gegen Russland aufheben. Und man wird zusammen neue Projekte angehen, allein schon weil Trump dadurch eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit Chinas mit Russland torpediert und er so versucht einen Keil zwischen den BRICS-Ländern zu treiben. Schlau gemacht vom „Dealmaker“ Trump.

    Die dummen EU-Vasallen schauen dagegen wir blöd aus der Röhre, müssen sie doch ihren Völkern verkaufen, daß nun noch weitere hunderte Mrd für den Endsieg gegen Russland fällig werden. Viel Spaß Lügenkanzler Merz. 🙂

  3. Nein, Herr Ronzheimer, „hinter den Kulissen ist NICHTS schief gegangen“! Ganz im Gegenteil!
    Kriegs- und Kulissen-Experte Ronzheimer war nicht dabei aber spekuliert laut herum.

    MERZ und seine BILDZEITUNG, er tut was er kann die Bevölkerung vor der beschämenden Wahrheit zu schützen: EUROPA wurde nicht einmal informiert!

    https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/ronzheimer-zu-alaska-gipfel-hinter-den-kulissen-ist-etwas-schiefgegangen-689fd4c9b7e38d4fabb24bf1

    Und heute Abend wird es noch schlimmer, schon Magenschmezen von dem Ronzheimer müssen wir abends auch noch den Theveßen ertragen.

    ELENA FRITZ hat wie immer die Spürnase ganz vorn!

    Erst muss Brüssel gehorchen lernen, Sanktionen einstellen, Ende der Waffenlieferungen akzeptieren, die gewünschten Verträge unterschreiben etc. Das Ass im Ärmel ist der Ukrainekrieg, den man einstellen kann nach Belieben, wenn alle „freundlich“ sind. – Solange sich Europa nicht zu Zugeständnissen bereit erklärt, geht der Ukrainekrieg und Putins täglicher russischer Geländegewinn eben weiter. – Russland hat Zeit!

  4. „In der Diplomatie gilt eben: Erst die Vereinbarung, dann der Champagner.“

    Das hat Frau Baerbock völlig anders gesehen. Für sie galt zuerst der Champagner, danch der Besuch barfuß auf dem schönen Strand und dann ein Heimflug in das Schlafkabine.

    Sie hat das feministische Außenpolitik genannt.

  5. Frau Baerbock wird mir für immer ein lebenslanges Beispiel sein. Sie ist der Fleisch gewordene Beweis dafür, dass man in Deutschland auch als Vollidiot Außenminister spielen darf und die parteiische Presse frenetisch jubelt.

  6. Die Zeit spielt für Putin!

    Die Ukraine bricht gerade militärisch zusammen.

    Beim nächsten Treffen mit Trump hat er was er wollte.

    Doitscheland zahlt Dank seines linksgrünen Drecksgesindels!

  7. Wenn ich alles zusammen nehme , dann sind die Ukros fertig und Putin braucht sich auf nichts mehr einlassen. Der wartet drauf, das Wolodymyr selber um Frieden bittet. Spätestens jetzt wäre auch für Märzen der Zeitpunkt gekommen, den geordneten Rückzug anzutreten und kein Geld mehr in dieses Fass ohne Boden zu werfen. Aber dazu ist Dully nicht mutig genug…….

  8. Die Berichterstattung in der Glotze heute Abend wird dann noch unerträglicher werden als der Mumpitz, den der Ronzheimer in der Bildzeitung am Morgen von sich gibt.
    Seine Diagnose: Am Ende des Gipfels steht NICHTS!!
    Seine ganze verzweifelte Analyse ist dann hinter der Bezahlschranke zu lesen.

    Das ist Ronzheimer! Alles was man nicht sehen und nicht anfassen kann, das existiert nicht für den Kurzsichtigen mit Lesebrille!
    Die Politik ist kein Darkroom, wo Nägel mit Köpfen in einer Nacht gemacht werden.
    Der Berliner Flughafen wurde auch nicht in einer Nacht erbaut!

    Da weiß man schon wie das heute Abend aussehen wird.
    TRUMP wird als „Verlierer“ verkauft werden und PUTIN wird weiterhin in der Rolle des unbezwingbaren Bösewichts vorgeführt, dem nur mit HARTEN WAFFEN beizukommen ist.
    Dazu vermutlich noch eine Einblende mit Bombenhagel aus Kiew, was diese These dann untermauert.

    Niemals werden sie zugeben, dass sie keine Ahnung haben was da hinter den Kulissen abgesprochen wurde. 6 Leute wissen was läuft! Und die werden das, was beschlossen wurde, mit allen Mitteln in die Tat umsetzen, darauf kann man sich jetzt schon verlassen!

    Was gestern in Anchorage zwischen den USA und RUSSLAND beschlossen wurde, das ist unsere Zukunft von morgen, die EU und die NATO nicht mehr als nur Zaungäste im Klammergriff!

    TRUMP und PUTIN haben jetzt einen gemeinsamen (geheimen) Plan.
    Das sollten die Medien schon zur Kenntnis nehmen!

    TRUMP & PUTIN im Ring gegen van der Leyen!
    Ein schwieriger Kampf! 🙂

  9. jeanette 16. August 2025 Beim 09:04
    „Kriegs- und Kulissen-Experte Ronzheimer war nicht dabei aber spekuliert laut herum.“

    Oh – diesmal kein mutiger „Parachute-Einsatz“ mit Helm und Schutzweste?
    Vermutlich keine Einreiseerlaubnis oder Angst vor Eisbären . . .

  10. Das Treffen an sich war schon ein Erfolg und das schreiende Baby Europa im Kinderwagen wurde einfach ins Nebenzimmer gestellt. Gäbe es Trump nicht, wäre alles auf Eskalation gebürstet.

  11. jeanette 16. August 2025 Beim 09:45
    Die Berichterstattung in der Glotze heute Abend wird dann noch unerträglicher werden als der Mumpitz, den der Ronzheimer in der Bildzeitung am Morgen von sich gibt.
    ++++

    Das Ronzhörnchen ist so intelligent wie ein Teller Haferbrei.

    Nur das der Haferbrei besser aussieht.

  12. ghazawat 16. August 2025 Beim 09:05
    „In der Diplomatie gilt eben: Erst die Vereinbarung, dann der Champagner.“
    Das hat Frau Baerbock völlig anders gesehen. Für sie galt zuerst der Champagner, danch der Besuch barfuß auf dem schönen Strand und dann ein Heimflug in das Schlafkabine.
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Bärbock liebte nur das Spotlight!
    Deshalb hatte sie ja auch immer vor ihren großen Auftritten so krasses Lampenfieber, dass sie ihren Text durcheinander wirbelte.
    Ein Schauspieler, der seinen Text nicht kann, der muss von der Bühne!
    Das geht nicht!

    Sie ist hochintelligent! Hat halt nur immer ihren Text vergessen!
    Sie ist dem Lampenfieber erlegen!

  13. topas 16. August 2025 Beim 09:52

    jeanette 16. August 2025 Beim 09:04
    „Kriegs- und Kulissen-Experte Ronzheimer war nicht dabei aber spekuliert laut herum.“

    Oh – diesmal kein mutiger „Parachute-Einsatz“ mit Helm und Schutzweste?
    Vermutlich keine Einreiseerlaubnis oder Angst vor Eisbären . . .
    ++++++++++++

    Trotz allem hat der sich dort offenbar in Anchorage herumgetrieben.
    Überall steckt er seine Nase hinein!
    Er macht auf Reporter! 🙂

  14. Eher fällt Ostern und Pfingsten auf einen Tag bevor Herr Lanz
    Frau Elena Fritz in sein Studio bitten würde!

  15. In den nächsten Wochen dürfte Trump in Gesprächen mit der EU und Kiew versuchen, Zustimmung für seine inoffiziellen Absprachen mit Moskau zu erzwingen.

    ++++++++++++++++++++++

    Elena Fritz in einem Satz der ganze Ablauf erklärt!
    Besondere Betonung liegt auf dem Satzende!

  16. Prinzipiell beruhigend – wenn sich die Führer zweier Atomgroßmächte in so entspannter Atmosphäre treffen und Gespräche führen.

    Ganz offensichtlich war die EU dazu ja nicht in der Lage.
    Sanktionen – die auch noch selbst schädigend sind – sowie Überheblichkeit, Hypermoral und der Ruf nach Kriegstüchtigkeit sind eben kein Ersatz für zielführende Gespräche in Bezug auf Frieden.

    So wird man schnell zum Zuschauer degradiert, wenn eben andere die diplomatischen Feuerwerke entzünden und die Führungsrolle übernehmen . . .

  17. Die Kröte die Selenski schlucken muß,
    wird größer als er selbst sein. Und die
    Kröte für Merz größer als 1,98m? 😛

  18. Das schreiende Baby Europa…..prima ! Trump hat mindestens 1 Leiche im Keller und Putin hat ihn in der Hand…der Gedanke dränkt sich auf !

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