Gesichert unbequem ... und stolz darauf!
Dienstag, April 28, 2026
Gesichert unbequem ... und stolz darauf!
StartGeopolitikUSAÜberschuldung ist der gefährlichste Feind

Überschuldung ist der gefährlichste Feind

Von WOLFGANG HÜBNER | Es spricht viel dafür, dass Elon Musk im Streit mit US-Präsident Donald Trump um die amerikanische Verschuldung recht hat. Denn das „Große schöne Gesetz“, im Senat bereits verabschiedet, mit dem Trump seinen finanziellen Kurs durchsetzen will, wird die Schuldenlast der USA noch weiter anheben. Die Folgen dieser Verschuldungspolitik sind dramatisch: Für Zinsen und Tilgung muss Washington schon jetzt mehr Haushaltsmittel aufwenden als für die gigantischen Militärkosten der Weltmacht. Alles hängt nun davon ab, wie lange das Ausland noch auf die amerikanische Zahlungsfähigkeit vertraut.

Aber der misstrauische Blick über den Atlantik macht die Sicht auf die deutsche und europäische Situation nicht angenehmer. Denn der bisherige EU-Musterknabe in Sachen Verschuldung und Zinsaufwendungen hat mit der Regierung von Union und SPD einen ganz großen Schritt in die völlig von Krediten abhängige Staatsfinanzierung getan. Nach dem faktischen finanziellen Staatsstreich von Merz/Klingbeil wird der ohnehin keineswegs niedrige Schuldenberg der Bundesrepublik aus 75 Jahren in weiteren fünf Jahren um 50 Prozent zunehmen.

Damit werden die schwächeren jüngeren Jahrgänge und die immer mehr alten Deutschen eine Zins- und Zinseszinslast bedienen müssen, die vom bereits schwindenden Wohlstand wenig bis nichts übrigbleiben lassen dürfte. Dazu kommen die geplanten hohen Aufwendungen für Aufrüstung und Militarisierung, die mit der Gefahr durch Russland und China begründet werden. Wenn die Jugendorganisationen des Parteienkartells nicht reine politische Karrieredurchlaufstationen wären, müssten diese längst Aufstände und Massenaustritte verzeichnen.

Doch nicht nur der Parteiennachwuchs hält trotz düsterster Aussichten für die Zukunft still. Auch der Großteil der Deutschen will nicht wahrnehmen, dass dieses Schuldensystem ganze Nationen in die Zinsknechtschaft zwingt. In dieser verschwinden immer mehr mühsam erarbeitete Steuergelder in die Taschen der wenigen, die Kapital verleihen können und dabei immer reicher werden. Doch wer glaubt, mit immer mehr Schulden könne der Staat endlos eine immer höhere Tilgungs- und Zinslast finanzieren, wird sich nicht wundern dürfen, wenn der Staat noch in diesem Jahrzehnt den Bürgern an die Gurgel geht. Es ist wie im Restaurant: Die Rechnung kommt gewiss!


Wolfgang Hübner.
Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar.

Beitrag teilen:
ÄHNLICHE ARTIKEL

22 Kommentare

  1. Bei einer strken Inflation oder sogar Hyperinflation ist eine Überschuldung nicht so schlimm.

  2. Bei einer strken Inflation oder sogar Hyperinflation ist eine Überschuldung nicht so schlimm.

  3. Den USA bleiben immer noch die Möglichkeit als autarkes Land und größte Wirtschaftsmacht der Welt ihre Exporte billiger zu machen: Durch eine Abwertung des USD, welcher „too big too fall“ ist.
    Die brauchen z.B. keinen billigen Stahl aus China, die schmeissen ihre Stahlwerke in Pennsylvania einfach wieder an!
    Diese Möglichkeit hat der Import-abhängige Euro-Sklave Deutschland nicht.
    In Deutschland hoffen viele Älteren, nicht zuletzt aufgrund eines noch hohen Renten- noch höheren Pensionsniveaus, Grundbesitz (immer noch eine sichere Bank, die Immobilienpreise steigen wieder) oder Betriebsrenten, daß der Kelch grade eben noch an ihnen vorbeigehen möge und die Jüngeren denken gar nicht erst soweit obwohl sie nicht zuletzt durch die Migration die Hölle erwarten wird.

    Die deutsche Verschuldung versandet im Sozialsystem, der Ukraine, der Schuldentilgung und nicht in den Erhalt der Infrastruktur. Jetzt fordern die Kommunen sogar noch Milliarden zum Erhalt von Spaßbädern! Ich fasse es nicht. Trump hingegen lockt HiTec-Investoren an.

  4. Den USA bleiben immer noch die Möglichkeit als autarkes Land und größte Wirtschaftsmacht der Welt ihre Exporte billiger zu machen: Durch eine Abwertung des USD, welcher „too big too fall“ ist.
    Die brauchen z.B. keinen billigen Stahl aus China, die schmeissen ihre Stahlwerke in Pennsylvania einfach wieder an!
    Diese Möglichkeit hat der Import-abhängige Euro-Sklave Deutschland nicht.
    In Deutschland hoffen viele Älteren, nicht zuletzt aufgrund eines noch hohen Renten- noch höheren Pensionsniveaus, Grundbesitz (immer noch eine sichere Bank, die Immobilienpreise steigen wieder) oder Betriebsrenten, daß der Kelch grade eben noch an ihnen vorbeigehen möge und die Jüngeren denken gar nicht erst soweit obwohl sie nicht zuletzt durch die Migration die Hölle erwarten wird.

    Die deutsche Verschuldung versandet im Sozialsystem, der Ukraine, der Schuldentilgung und nicht in den Erhalt der Infrastruktur. Jetzt fordern die Kommunen sogar noch Milliarden zum Erhalt von Spaßbädern! Ich fasse es nicht. Trump hingegen lockt HiTec-Investoren an.

  5. In Berlin sind Enteignungen wieder im gespräch. Noch ein altes Mittel im Sozialismus, um an Vermögen zu kommen.

  6. In Berlin sind Enteignungen wieder im gespräch. Noch ein altes Mittel im Sozialismus, um an Vermögen zu kommen.

  7. Über Finanzen haben nur wenige im land erfahrung. In der Schule wird viel ünnützes gelernt, darunter auch ideologischer Müll.

  8. Über Finanzen haben nur wenige im land erfahrung. In der Schule wird viel ünnützes gelernt, darunter auch ideologischer Müll.

  9. Trump lässt ein Versprechen nach dem anderen fallen,
    wenn er so weitermacht, wird er noch eine ganz große Enttäuschung !

  10. Trump lässt ein Versprechen nach dem anderen fallen,
    wenn er so weitermacht, wird er noch eine ganz große Enttäuschung !

  11. @ rasch 3. Juli 2025 Beim 16:49

    Leer Wahlversprechen. Wenn das so weitergeht, kann sich Trump mal Merz nennen. so lange kann es nicht dauern.

  12. @ rasch 3. Juli 2025 Beim 16:49

    Leer Wahlversprechen. Wenn das so weitergeht, kann sich Trump mal Merz nennen. so lange kann es nicht dauern.

  13. Eher sehe ich, daß Herrn Musk die Felle davonschwimmen, weil Trump die Subventionen für E-Fahrzeuge zusammengestrichen hat. Und das ist ausgesprochen gut so. Für einen Unternehmer, der aufs falsche Pferd setzt und dabei offensichtlich auf den – ach so verteufelten – Staat vertraut, der ihm die Gelder des Steuerbürgers nachwirft, ohne die sein Geschäftsmodell nicht laufen würde, ist das die notwendige Roßkur zum Aufwachen.

    Besser, Elon Musk ist sauer, als Präsident Trump. Man ist schließlich nicht in Buntland. Wer deswegen, weil Trump nicht macht, was er sagt, jetzt auch noch eine Partei gründen will, ist sicherlich alles Mögliche, aber kein Patriot.

  14. Eher sehe ich, daß Herrn Musk die Felle davonschwimmen, weil Trump die Subventionen für E-Fahrzeuge zusammengestrichen hat. Und das ist ausgesprochen gut so. Für einen Unternehmer, der aufs falsche Pferd setzt und dabei offensichtlich auf den – ach so verteufelten – Staat vertraut, der ihm die Gelder des Steuerbürgers nachwirft, ohne die sein Geschäftsmodell nicht laufen würde, ist das die notwendige Roßkur zum Aufwachen.

    Besser, Elon Musk ist sauer, als Präsident Trump. Man ist schließlich nicht in Buntland. Wer deswegen, weil Trump nicht macht, was er sagt, jetzt auch noch eine Partei gründen will, ist sicherlich alles Mögliche, aber kein Patriot.

  15. @ Tom62 3. Juli 2025 Beim 19:11

    Subventionen sind schlecht. Der Markt regelt das normalerweise, wenn nicht eingegriffen wird.

  16. @ Tom62 3. Juli 2025 Beim 19:11

    Subventionen sind schlecht. Der Markt regelt das normalerweise, wenn nicht eingegriffen wird.

Kommentarfunktion ist geschlossen.