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Mittwoch, April 15, 2026
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Friedrich Merz – der Anti-Bismarck

Von CONNY AXEL MEIER | Ob Friedrich Merz dereinst als der Bundeskanzler gilt, der Deutschland in einen dritten Weltkrieg verwickelt hat, der nicht zu gewinnen war, aber dafür die Existenz des „Deutschen Volkes“ erneut insgesamt aufs Spiel gesetzt hat, lässt sich noch nicht abschätzen. Das werden Historiker, schlimmstenfalls aber Archäologen der nächsten Generationen, so es diese noch gibt, zu erforschen haben. Es sind immer die Sieger, die die Geschichte schreiben. Schauen wir auf die jüngere Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen, ohne hier ins Detail zu gehen.

Der spätere Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-1898) setzte sich gegen den Widerstand der Kleinstaatler aus den eigenen Reihen durch und schuf unter der Führung Preußens in der Folge des deutsch-französischen Krieges 1870/71 das vereinigte „Deutsche Kaiserreich“, dem er bis 1890 als Reichskanzler diente. Ein Kernelement Bismarcks weitsichtiger Außenpolitik war der Abschluss des 1887 in Kraft getretenen Rückversicherungsvertrages mit dem zaristischen Russland. Dieser Vertrag verpflichtete beide Reiche zur gegensetigen Neutralität im Kriegsfall. Er war zunächst auf drei Jahre befristet.

Nach der Entlassung Bismarcks als Reichskanzler durch Thronfolger Kaiser Wilhelm II. wurde dieser Vertrag auf Betreiben des Kaisers 1890 nicht verlängert. Stattdessen setzte der Kaiser in den folgenden Jahren 1890-93 auf „Höchstrüstung“. Der Kaiser vertrat die Auffassung, das Deutsche Reich solle sich stärker durch eigene militärische Aufrüstung als durch Bündnisse schützen. Das endete bekanntlich 25 Jahre später im Fiasko. Der erste Weltkrieg besiegelte sowohl das Ende des Zarenreichs als auch des deutschen Kaiserreichs.

Der Nichtangriffspakt zwischen Hitler und Stalin

Was folgte ist bekannt. Das ehemalige Kaiserreich hinterließ eine labile „Weimarer Republik“, die 1933 zur Machtergreifung der nationalen Sozialisten führte. Russland wurde von den Bolschewiken gewaltsam zur Sowjetunion transformiert, eine menschenverachtende, sozialistische Diktatur. Erneut wurde 1939 ein Nichtangriffspakt zwischen den beiden Ländern abgeschlossen, der als Hitler-Stalin-Pakt oder als Ribbentrop-Molotow-Pakt bekannt wurde. Polen geriet so zur Beute der beiden Vertragspartner. Der Pakt hielt nicht lange. Erneut rüstete Deutschland massiv auf. Drei Jahre später überfiel die Wehrmacht die Sowjetunion. Deutschland verlor den Krieg gegen Russland und die mit den Sowjets verbündeten westlichen Allierten und wurde zwischen den Siegern aufgeteilt.

Bereits zweimal wurde also ein Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und Russland vom deutschen Vertragspartner gebrochen. Den Zwei-plus-vier-Vertrag, den die beiden Nachfolgestaaten, die Bundesrepublik Deutschland und die sogenannte „Deutsche Demokratische Republik“ mit den Siegermächten Russland (damals noch Sowjetunion), Großbritannien und Frankreich im Jahr 1990 abschlossen, sollte erneut zum dauerhaften Frieden zwischen Russland und Deutschland führen. Das war die Bedingung dafür, dass die Russen der Wiedervereinigung und der teilweisen Souveränität Deutschlands zustimmten, die im Oktober des gleichen Jahres erfolgte. Es war der dritte Versuch seit der Reichsgründung 1871, im dauerhaften Frieden mit Russland zu leben. Hat wenigstens das wiedervereinigte NATO-Miglied Deutschland etwas daraus gelernt? Auch dieser Vertrag wird gerade vor unseren Augen geschreddert.

Geschichtsvergessenheit wird zur Tagespolitik

Dieser Tage war zu vernehmen, dass der neue Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) die Geschichtsleugnung seiner Vorgängerin, der Trampolinspringerin im „Auswärtigen Amt“, Annalena Baerbock (Grüne), beibehalten will und die Umbenennung des „Bismarck-Saals“ (nach dem Gründer des „Auswärtigen Amtes“ benannt) in „Saal der Deutschen Einheit“ bestätigt hat und nicht wieder seinen historischen Namen annehmen wird. Nun, wer mag schon als Außenminister ständig daran erinnert werden, dass es einmal einen Vorgänger gab, der bemüht war, Frieden zwischen Russland und Deutschland zu schaffen und damit wenigstens während seiner Amtszeit erfolgreich war?

Der derzeitige Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der „Kanzler der zweiten Wahl“, mag auch nicht an Otto von Bismarck erinnert werden. Nichts liegt ihm ferner als Frieden mit Russland zu schaffen. Im Gegenteil: Merz setzt zum dritten mal auf „Höchstrüstung“ gegen Russland und geriert sich so als Anti-Bismarck. Statt auf Diplomatie zu setzen und sich für Frieden einzusetzen, hat er Taurus-Raketen auf Moskau ausgerichtet und den roten Knopf zum Abschuss der Mittelstreckenraketen dem Clown aus Kiew, Volodymyr Selenskyj, anvertraut. Das hat schlimme Folgen für die Ukraine und für Deutschland und wird eine zu erwartende Antwort Russlands zur Folge haben. Nicht nur Schrobenhausen, der Standort der Taurus-Produktion, sondern auch Wiesbaden und Ramstein, die NATO-Logistikzentren für den Proxy-Krieg, können Ziele russischer Vergeltungsschläge werden.

Schafft Frieden!

Egal welcher Meinung man im Ukraine-Konflikt anhängt, ob der Krieg erst seit drei Jahren als „unprovozierter Angriffskriegs Russlands“ begann oder ob der mörderische, ukrainische Beschuss des Donbass bereits 2014 nach dem Maidan-Putsch durch den „Deep State“ unter der Obama-Administration anfing, er muss diplomatisch zum Ende kommen, soll nicht ein weiterer Weltkrieg, diesmal möglicherweise mit atomarer Bewaffnung, geführt werden, der nicht nur Deutschland, sondern auch den Rest Europas ins Verderben stürzen und zerstören kann. Gewinner sind dann gegebenenfalls nur die großen institutionellen Anleger wie Blackrock, der Ex-Arbeitgeber von Friedrich Merz.

Die deutsche Regierung sollte sich, wenn sie keinen Selbstmord auf Raten begehen will, den Friedensinitiativen der USA, aber auch Chinas, Ungarns und der Türkei anschließen, anstatt ständig in Brüssel neue EU-Sanktionen zu beschließen, die zu nichts weiter führen als das Ende eines kostspieligen, aber verlorenen Krieges immer weiter hinauszuzögern. Deutschland ist auch ohne Krieg bereits wirtschaftlich und gesellschaftlich am Ende. Krieg, „Sondervermögen“ und Sanktionen helfen da nicht weiter, sondern lenken nur vom Regierungsversagen der letzten 15 Jahren ab. Es gilt, die Realitäten anzuerkennen. Diese geben Putin die besseren Karten. Beendet diesen Krieg, bevor die Russen ihre Trümpfe ausspielen. Denn dann wäre es endgültig zu spät!


PI-NEWS-Autor Conny Axel Meier.
Conny Axel Meier.

Conny Axel Meier (geb. 1956) betätigt sich seit über 20 Jahren als Publizist, Menschenrechtsaktivist und Islamaufklärer. Seit 2004 war er Schriftführer im „Bundesverband der Bürgerbewegungen“ (BDB). 2006 gehörte er zu den ersten Mitgliedern von „Pax Europa“. 2008 war er maßgeblich beteiligt an der Fusion der beiden Vereine zur „Bürgerbewegung PAX EUROPA“ (BPE) und wurde bis 2016 deren erster hauptamtlicher Bundesgeschäftsführer. 2019 zog er mit seiner Ehefrau ins politische Exil nach Ungarn und schreibt von dort regelmäßig für PI-NEWS.

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36 Kommentare

  1. Unsere Regierung verspricht der Ukraine weitere 5 Milliarden Euro. Merz kümmerz sich mehr um die Ukraine als um D.

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  3. Dieser Hanswurst im Kanzleramt verteilt das Sondervermögen Stück für Stück an die Ukros. Bravo ! Ich warte immer noch auf die Migrationswende. Und warte …..

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  5. Natürlich macht Fritze auch was für Deutschland. Die Rentner sollen arbeiten, das faule Pack. Auch die Fachkräfte wollen ihr Geld. Und die Mörder in Gaza haben nichts zu fressen……

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  7. @ Fenriswolf 28. Mai 2025 Beim 19:06

    Natürlich wird nichts vom Sondervermögen für die Unfrastruktur und Bildung verwendet. Das Geld landet wieder woanders. Dafür wird Geld an andere Länder verschenkt, linksextreme Organisationen (NGOs ohne N) und illegale Migration finanziert.

  8. @ Fenriswolf 28. Mai 2025 Beim 19:06

    Natürlich wird nichts vom Sondervermögen für die Unfrastruktur und Bildung verwendet. Das Geld landet wieder woanders. Dafür wird Geld an andere Länder verschenkt, linksextreme Organisationen (NGOs ohne N) und illegale Migration finanziert.

  9. Apropos Bismarck:“Man sollte auch im Krieg immer daran denken, dass man im Feinde von heute einem Freund von morgen die Hand reichen müsse“. Otto von Bismarck

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  11. Deutschlands Probleme mit der Energie | Prof. Dr. Gösta Jamin im Gespräch mit Helmut Reinhardt

    https://www.youtube.com/watch?v=9u20KwKB-mw
    ———————————————————————————

    Ideologie ist wichtiger als Wissen.Deswegen haben wir die dümmste ><energiepolitik der Welt.

  12. Deutschlands Probleme mit der Energie | Prof. Dr. Gösta Jamin im Gespräch mit Helmut Reinhardt

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    ———————————————————————————

    Ideologie ist wichtiger als Wissen.Deswegen haben wir die dümmste ><energiepolitik der Welt.

  13. Otto von Bismark war einer der klügsten und vorausschauendensten Politiker ,die D je hatte .Das aber zu erkennen überfordert die Kleingeister der Kartellparteien maßlos.
    Er hat z.B. die Sozialversicherung eingeführt ,natürlich um zu verhindern ,daß der Arbeiter dem „sozialistischen Wunderdoktor “ nachläuft. Aber er hat damals bereits vorhergesehen ,wohin der Sozialismus /Marxismus führen wird. Ein weiterer großer Verdienst von ihm war die Säkularisierung also die Trennung von Kirche /Religion und Staat (Bismarks Kulturkampf). Gerade diese große Errungenschaft droht im Zuge der Islamisierung Deutschlands den Bach runter zu gehen. Angesichts der heutigen Zustände in D rotiert Bismark vermutlich verzweifelt im Grabe.

  14. Otto von Bismark war einer der klügsten und vorausschauendensten Politiker ,die D je hatte .Das aber zu erkennen überfordert die Kleingeister der Kartellparteien maßlos.
    Er hat z.B. die Sozialversicherung eingeführt ,natürlich um zu verhindern ,daß der Arbeiter dem „sozialistischen Wunderdoktor “ nachläuft. Aber er hat damals bereits vorhergesehen ,wohin der Sozialismus /Marxismus führen wird. Ein weiterer großer Verdienst von ihm war die Säkularisierung also die Trennung von Kirche /Religion und Staat (Bismarks Kulturkampf). Gerade diese große Errungenschaft droht im Zuge der Islamisierung Deutschlands den Bach runter zu gehen. Angesichts der heutigen Zustände in D rotiert Bismark vermutlich verzweifelt im Grabe.

  15. Bismarck hat die Gefahr erkennt und deswegen das Sozialistengesetz geschaffen. Damit wurden Linksextremisten verfolgt von der Polizei und Justiz. So vorausschauend war bis heute kein Kanzler.

  16. Bismarck hat die Gefahr erkennt und deswegen das Sozialistengesetz geschaffen. Damit wurden Linksextremisten verfolgt von der Polizei und Justiz. So vorausschauend war bis heute kein Kanzler.

  17. Fast hätte ich „Schwachkopf“ geschrieben.
    Das träfe aber einfach nicht zu. Denn er
    kann ja denken: zum Schaden Deutschlands
    macht er absichtlich das, was er macht, also
    Dinge, denen Überlegungen vorausgingen.

  18. Fast hätte ich „Schwachkopf“ geschrieben.
    Das träfe aber einfach nicht zu. Denn er
    kann ja denken: zum Schaden Deutschlands
    macht er absichtlich das, was er macht, also
    Dinge, denen Überlegungen vorausgingen.

  19. Naja, aber Merz wollte doch Kanzler sein und jetzt, als Kanzler, möchte er der Welt seinem Gesetzgeber in Brüssel gern zeigen, dass er sogar Klöten hat bevor er im Kanzler_Innenbunker Schutz sucht.

  20. Naja, aber Merz wollte doch Kanzler sein und jetzt, als Kanzler, möchte er der Welt seinem Gesetzgeber in Brüssel gern zeigen, dass er sogar Klöten hat bevor er im Kanzler_Innenbunker Schutz sucht.

  21. Haremhab 28. Mai 2025 Beim 19:48

    Deutschlands Probleme mit der Energie | Prof. Dr. Gösta Jamin im Gespräch mit Helmut Reinhardt
    Ideologie ist wichtiger als Wissen.Deswegen haben wir die dümmste ><energiepolitik der Welt.

    Ich würde sogar sagen, wir haben die vorsätzlich zerstörerrischte Energiepolitik der Welt. Denn Dumm sind die von dem Regime nicht, die ziehen nur eiskalt einen Plan durch…für unbekannte "Hintermänner".

  22. Haremhab 28. Mai 2025 Beim 19:48

    Deutschlands Probleme mit der Energie | Prof. Dr. Gösta Jamin im Gespräch mit Helmut Reinhardt
    Ideologie ist wichtiger als Wissen.Deswegen haben wir die dümmste ><energiepolitik der Welt.

    Ich würde sogar sagen, wir haben die vorsätzlich zerstörerrischte Energiepolitik der Welt. Denn Dumm sind die von dem Regime nicht, die ziehen nur eiskalt einen Plan durch…für unbekannte "Hintermänner".

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