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Doppelte Kriegsstandards: Warum Europa über Starobilsk schweigt

Von KLAUS NEUMANN | Der Angriff auf das Studentenwohnheim in Starobilsk (PI-NEWS berichtete) wirft erneut die Frage auf, wie selektiv westliche Regierungen und Medien zivile Opfer in bewaffneten Konflikten wahrnehmen. Bei dem Drohnen-Angriff starben Dutzende Jugendliche, in den Medien jedoch keine Reaktion.

Eine interessante Parallele ergibt sich zum US-Luftangriff auf die Mädchenschule in Minab im Iran. Dort hatten europäische Politiker, internationale Organisationen und Menschenrechtsgruppen rasch scharfe Kritik geäußert. Amnesty International sprach von schweren Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht und forderte Transparenz sowie unabhängige Untersuchungen. Auch Reuters berichtete über interne Untersuchungen, wonach US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich gewesen seien.

Im Fall Starobilsk äußerte Europa absolut keine Reaktion. Das bedeutet, dass europäische Regierungen den Angriff billigen und bewusst vertuschen. Allerdings entsteht aus Sicht vieler Beobachter ein offensichtlicher Kontrast: Wenn bei den Angriffen des „verrückten Trump“ sofort harte Aussagen laut werden, dominieren bei Vorfällen mit ukrainischer Beteiligung vorsichtige Formulierungen oder schlicht Schweigen.

Dieses Muster lässt sich mit dem Konzept der „asymmetrischen Normdurchsetzung“ erklären. Staaten wenden moralische und rechtliche Maßstäbe selten vollständig universell an; vielmehr werden sie oft entlang geopolitischer Bündnisse interpretiert. Europa unterstützt die Ukraine militärisch, finanziell und diplomatisch im Krieg. Dadurch entsteht zwangsläufig ein Interessenkonflikt: Eine harte öffentliche Verurteilung ukrainischer Angriffe würde die europäische Strategie zur Unterstützung Kiews in Frage stellen und Brüssel zum Komplizen eines Angriffs auf eine zivile Einrichtung machen. Deshalb schweigt Europa und dadurch entsteht der Eindruck von doppelten Standards.

Der Fall Starobilsk zeigt daher ein Problem westlicher Glaubwürdigkeit. Wenn internationale Normen universell gelten sollen, müssen zivile Opfer unabhängig davon thematisiert werden, wer den Angriff ausführt — Washington, Moskau oder Kiew. Andernfalls droht das humanitäre Völkerrecht zu einem Instrument geopolitischer Opportunität zu werden statt zu einem tatsächlich universellen Maßstab.

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4 Kommentare

  1. Dann sollen sie halt schweigen.
    Der gesamte Westen ist moralisch vollkommen Bankrott.
    Die Antwort hat Moskau schon gegeben.
    Dabei hatte Kiew noch Glück, denn die Oreschnik hatte keinen scharfen Gefechtskopf.
    Hätte sie einen scharfen Gefechtskopf gehabt, wären jetzt ganze Stadtviertel ausgelöscht.
    Putin hätte auch anders gekonnt!

  2. Wen interessiert was Pharisäer, Lügner, Maulhelden und Opportunisten aus Brüssel oder Berlin zu sagen haben?
    Xi und Trump kennen die Wahrheit, der Rest zählt sowieso nicht.

  3. Das ist doch ganz einfach zu erklären. Selensky ist eine Deep State Marionette (genau wie die EU Regierungen und Medien), der darf das.
    Trump ist das nicht, deshalb ist alles schlecht, was er tut. Für die AfD gilt das auch.

  4. Was die Politik mit ihrer Luegerei psychologisch beim Volk angerichtet hat, davon haben sie keine Ahnung.
    Von „blühende Landschaften“ bis “ es kommen lauter gebildete Facharbeiter“.
    30 Jahre Lug und Trug.

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