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Donnerstag, Juni 4, 2026
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Brandenburg: Sage mir, mit wem du regierst…

Von RAINER K. KÄMPF | „Was werden die Leute sagen?“ – diese früher nicht seltene Ermahnung hat wohl so manche wohlbehütete Tochter gehört, wenn sie infolge hormoneller Spitzen mit dem verrufenen Dorfrabauken abendlich um die Heuschober zog.

Was heute übertrieben spießig scheinen mag, war nichts anderes als gesellschaftliche Hygiene auf der Grundlage: „Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist“ (Goethe). Denn war der gute Ruf erst ruiniert …

Gegenwärtig spielt das keine Rolle mehr und ein guter Ruf ist in manchen Gefilden eher ein Klotz am Bein. Besonders ausgeprägt ist das in der Politik. Es kann aber auch sein, daß gerade die Politik als Sammelbecken potentiell Rufgeschädigter fungiert.

Offensichtlich sind in Brandenburg diesbezüglich sämtliche Hemmschwellen gefallen. Anstand und Respekt vor dem Wähler scheinen als Hindernis auf dem Weg an die beliebtesten Futtertröge gänzlich beiseite geschoben.

Die Potsdamer Landesregierung bietet auch alle Möglichkeiten, jeden moralischen Imperativ zu reißen. Beim Kandidaten-Limbo für ein Ministeramt liegt die Latte jetzt augenscheinlich schon im zweiten Kellergeschoß. Wie tief will die SPD-geführte Landesregierung noch sinken? Und wie fragil muß das Kabinett Woidke sein, um den offenen Gesichtsverlust in Kauf zu nehmen und sich mit Personal zu umgeben, von dem sich Don Vito Corleone nur angewidert abgewandt hätte?

Was aber werden die brandenburgischen Wähler sagen: Ist es dem Volk wirklich so egal, wenn eine Klasse höchst fragwürdiger Elemente das ganze Land kollektiv deklassiert?


PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.

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6 Kommentare

  1. „Was aber werden die brandenburgischen Wähler sagen: Ist es dem Volk wirklich so egal, wenn eine Klasse höchst fragwürdiger Elemente das ganze Land kollektiv deklassiert?“

    Es mag traurig klingen, aber dem Wähler ist völlig egal, was er wählt. Er wählt genauso eine grüne Tapete wie einen verdorrorten Ast, wenn man ihm nur erzählt, dass das moralisch korrekt ist.

    Dass wir tatsächlich so ein unfähiges Männchen als Bundeskanzler haben, ist der schlagende Beweis, dass dem Wähler alles völlig egal ist.

  2. Herr Özdemir hat das Wahlsystem begriffen.

    Nach einer messerscharfen Analyse hat er festgestellt, dass ein charakterlicher Krüppel und ein moralischer Zwerg Bundeskanzler ist und dass eine intellektuelle Niete tatsächlich Finanzminister ist. Da war ihm klar, dass er zwar auch nicht besonders helle ist, aber dass es zum Ministerpräsidenten immer noch reicht. Er hat recht behalten. Die Wähler hätten genauso eine grüne Tapete gewählt.

  3. Ist eigentlich alles ziemlich einfach.

    Merkel wusste das und dass sie eigentlich zu den Grünen wollte, ist ja bekannt.

    Sie hat 2015 dafür gesorgt dass wir wortwörtlich mit Muslimen zugeschissen werden.

    Je mehr Muslime eingebürgert werden, desto stärker werden die Deutschlandhassenden Grünen da die neuen Allah-Deutschen die Grünen wählen.

    Deshalb, schnellstens die Grünen verbieten. Wäre die letzte Chance.

  4. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Zeitpunkt für eine mögliche Korrektur der vergangenen und gegenwärtigen Fehlentscheidungen; ganz zu schweigen von den noch anstehenden, tatenlos vorbei gelassen worden.
    Die geistige Verengung und die damit einhergehende Einschränkung des Horizonts lässt keine Vorausschau auf die Konsequenzen der derzeitigen Handlungen und Entscheidungen mehr zu.

    Der demokratische Aspekt des selbstgewählten Untergangs wird insofern überbewertet, weil der Teil der Bevölkerung, der nicht untergehen will, unberücksichtigt bleibt (bleiben muss).

    Hier im Blog wurde schon des öfteren der Einwand geäußert, daß das Wahlrecht auf aktive Steuerzahler eingeschränkt (=ausgedehnt) werden sollte. Im Grundgedanken nicht ganz verkehrt.
    Wie sollte denn auch ein sechzehn jähriger, der sich noch nie im Steuergeld erwirtschaftenden Prozess befand, ein Urteil, restriktive eine Wahl zu einer Person abgeben, die genau zur Verwaltung dieses Geldes ins Vertrauen berufen, zur Wahl aufgestellt wurde?
    Wo ist der Erfahrungshintergrund?

    Da schon genügend Idioten wählen dürfen, möchte ich nicht noch zusätzlich von Menschen, die noch grün hinter den Ohren sind (was sicherlich auch für eine große Anzahl Erwachsener zutrifft), im Mitspracherecht für Dinge, die mein Leben betreffen, beteiligt wissen.

  5. Der ehemalige BSW-Landeschef und künftige Brandenburger Infrastrukturminister Robert Crumbach ist wieder in die SPD eingetreten.
    ———–
    Ich kenne einen Fall, da ist ein forscher Bankangestellter 1931 in die NSDAP eingetreten und ein Jahr später enttäuscht wieder aus. Als es ab 1933 nur noch möglich war, als PG Karriere zu machen, konnte er leider nicht wieder eintreten, weil die NSDAP solche als charakterlose Verräter nicht wieder aufnahm. Wie es ihm einige Jahre später doch noch möglich war, Mitglied zu werden? Durch eine nachlässig geführte NSDAP-Auslandsabteilung.

    Die SPD hat nicht mal auf dem Gebiet Ehre.
    Heutige Sozialdemokraten sind wehrlos und (!) ehrlos.
    https://geschichte.spd-bw.de/de/die-wenigen-gegen-die-vielen/1933-wehrlos-aber-nicht-ehrlos.html

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