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G20 in Südafrika – wenn die Gäste fernbleiben

Von DR. HANS HOFMANN-REINECKE | Der jährliche Gipfel der G20 fand am vergangenen Wochenende im südafrikanischen Johannesburg statt. Die Regierung fühlte sich geehrt, die politische Weltelite zu Gast zu haben, wurde dann aber durch die Absage der mächtigsten Staatschefs enttäuscht. Die Namen der Abwesenden sagte schließlich mehr über den 2025 Gipfel aus als die der Anwesenden.

Die G20 repräsentieren rund 85 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts und zwei Drittel der Weltbevölkerung. Zu ihren Mitgliedern gehören Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Südkorea, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Türkei und die Vereinigten Staaten.

Ein eindrucksvoller Club, 1999 als Forum der Finanzminister und Zentralbankchefs gegründet und seit 2008 auch auf Ebene der Staats- und Regierungschefs aktiv. Jedes Jahr treffen sich die Präsidenten für zwei bis drei Tage, um die großen geopolitischen und wirtschaftlichen Fragen zu besprechen.

Der G20-Gipfel war eine Ehre, aber auch eine organisatorische und politische Herausforderung für Südafrika. Umso ernüchternder das Ergebnis: Die wichtigsten Staats- und Regierungschefs sagten ab: Donald Trump (USA), Xi Jinping (China), Wladimir Putin (Russland), Javier Milei (Argentinien), Claudia Sheinbaum (Mexiko), Prabowo Subianto (Indonesien) und Kronprinz Mohammed bin Salman (Saudi-Arabien).

Ein Regenbogen hält nicht ewig

Schnell wurden beruhigende Erklärungen verbreitet: Das Ausbleiben einiger Gäste hätte den Erfolg des Treffens kaum beeinträchtigt oder – falls doch – dürften die Absagen in keiner Weise als Kritik an der südafrikanischen Regierung gewertet werden. Wirklich?

Als die G20 1999 gegründet wurde, stand Südafrika hoch im Kurs. Fünf Jahre nach Ende der Apartheid und dem Amtsantritt Nelson Mandelas 1994 erlebte das Land einen beispiellosen Aufschwung. Sanktionen waren aufgehoben, Investoren strömten herbei, die „Regenbogennation“ galt als wirtschaftliches und gesellschaftliches Erfolgsmodell und war willkommen im Club der G20.

Ein Vierteljahrhundert später ist davon wenig übrig. Gemessen am Pro-Kopf-BIP liegt Südafrika heute weltweit nur noch auf Platz 112. Stromausfälle, Massenarbeitslosigkeit und eine der höchsten Kriminalitätsraten der Welt bestimmen den Alltag. Der Regenbogen wurde durch politische Intrigen und Korruption vom Himmel gewischt, statt Wohlstand für alle beherrscht heute die typisch afrikanische Dysfunktionalität den Alltag. Das ist die Wahrheit, vor der die Regierung die letzten Jahre die Augen verschlossen hat.

Kopfwäsche im Weißen Haus

Im Mai 2025 besuchte Präsident Cyril Ramaphosa das Weiße Haus. Donald Trump sprach bei der Gelegenheit genau das dort offen an: Die fürchterlichen Morde an weißen Farmern, die diskutierte Enteignung des Besitzes von Weißen ohne Entschädigung („Expropriation without Compensation“) und mehr oder weniger latente Diskriminierung weißer Südafrikaner bei der Jobsuche. Die Quotenpolitik des „Black Economic Empowerment (BEE)“ verpflichtet Unternehmen auf allen Hierarchieebenen, bestimmte Prozentsätze schwarzer Südafrikaner zu erfüllen, und das auch im Vorstand – nicht selten zum Vorteil politisch bestens vernetzter ANC-Kader, die nie etwas für die Firma geleistet hatten.

Was Trump zudem störte, war die zunehmend anti-westliche und antisemitische Außenpolitik Südafrikas, seine enge Nähe zu Iran und zur Hamas, sowie die Klage gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof. Kein Wunder also, dass die USA dem Gipfel in Johannesburg fernblieben und dass mehrere Verbündete diesem Beispiel folgten.

Bei Wladimir Putin lag der Fall anders: Gegen ihn liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) vor. Südafrika hat das Römische Statut ratifiziert und wäre rechtlich verpflichtet gewesen, ihn bei Einreise festzunehmen. Eine Einladung zu einer Party also, auf der man festgenommen werden soll?  Vielen Dank!

Am Ende blieb von der illustren Gästeliste nicht viel übrig. Der Gipfel fand statt – aber die Abwesenheit der mächtigsten Staatschefs gab ein klares Signal: Südafrika, du bist kein verlässlicher Partner mehr, weder wirtschaftlich noch politisch. Du bist nicht mehr willkommen im Club.


(Der Bestseller des Autors „Grün und Dumm“, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich. Weitere Artikel und Kontakt zum Autor bei www.think-again.org)

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8 Kommentare

  1. Kompromisse lösen kein Problem, sondern verschleppen das Problem nur!
    Globalismus kann auch keine Probleme lösen, sondern bestenfalls aus vielen kleinen Problemen wenige große Probleme schaffen.
    Doch wie löst man nun kleine oder großes Probleme?
    – Musik-, Sport-, Kunst- Austausch ohne Einschränkungen
    – Freier gleichberechtigter weltweiter Handel
    – Freier gleichberechtigter weltweites Geld
    – Freie Nationalstaaten mit absoluter Ausreisefreiheit und ohne Einreiseverpflichtungen.
    – Freie Abstimmungsfreiheit um zu einem Nationalstaat zuzugehören oder nicht.

  2. Erzbischof Desmond Tutu prägte den Begriff „Regenbogenland“ – er wollte damit die ethnische und kulturelle Vielfalt des Landes nach dem Ende der Apartheid zu beschreiben.

    Leider kommt im Regenbogen die Farbe weiß nicht vor!

    Da haben die weißen Farmer eben Pech gehabt . . .

  3. Die „fat cats“ sind ein interessantes Problem und natürlich im woken Westen ein Tabu.

    Meine Tante stammte aus einer Jahrhunderte alten Burenfamilien und kannte Südafrika und dementsprechend Mentalität der Neger aus der Westentasche.

    Nach Ende der Apartheid konnten sie ihr Anwesen zu einem hervorragenden Preis verkaufen, da einige westliche Idioten glaubten, jetzt bricht das Paradies an.

    Sie sind sofort nach Europa zurückgezogen und konnten völlig klar sehen, wohin die Reise geht.

    Ich bin zum Teil im Südafrika groß geworden und durfte Neger bis zum Exzess kennenlernen. Diese Erfahrung prägt mich noch heute. Nein, ich bin kein Rassist, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt und sieht was ein Zulu Neger von anderen Negerstämmen hält, dann versteht man, was Rassismus wirklich ist.

  4. Ich konnte als Kind die Schlager von Miriam Makeba trällern, bevor ich auch nur einen einzigen deutschen Schlager kannte. Inklusive Klicklaute, wie ich mir damals einbildete.

    Mein Onkel war Hobby Ethnologe und sein grosses Hobby die südafrikanische Musik.

    Ich begleitete ihn als Kind oft auf die Fahrten in entlegene Krals, um Musik und Tänze aufzunehmen. Es war damals völlig selbstverständlich und ungefährlich, da die Weißen mit einem großen Respekt behandelt worden. Erst später hat man von linker Seite den Negern versucht beizubringen, dass diese weißen Menschen schlecht sein und das Land der Neger „besetzen“ würden.

    Die Apartheid war der verzweifelte Versuch schon in der Hälfte des vorigen Jahrhunderts, die zwangsläufige Demographie
    zu kontrollieren. Nur Wenigen bekannt ist, dass die Neger in Südafrika die „invasiven Arten“ waren, die die Weißen verdrängt und die wenigen ansässigen Negerstämme vernichtet haben.

    Südafrika ist ein warnendes. Beispiel für unseren Zuzug von Migranten.

  5. „Südafrika ist ein warnendes. Beispiel für unseren Zuzug von Migranten.“

    Fremde Neger aus dem Norden die in das reiche Land gezogen sind, wie heute Deutschland von Migranten überflutet werden. Und genau wie damals gab es auch Weiße, die das für das gute Recht der Neger gehalten haben, sich in Südafrika anzusiedeln und die ansässige weiße Bevölkerung zu vertreiben.

    Mit demselben Argumenten versucht man heute uns Deutschen den Zuzug von Migranten schmackhaft zu machen und als unbedingt notwendig zu verkaufen.

    In Südafrika kann man geradezu exemplarisch das Ergebnis bewundern.

  6. Also, ich habe in Südafrika gearbeitet (Uitenhage) und war auch als Tourist dort.

    Ein sehr schönes Land.
    Gibt aber leider zu viele Neger dort. 🙁

    Linksgrünen Vollidioten empfehle ich bei Dunkelheit dort irgendwo spazieren zu gehen. 🙂

  7. Ein Regenbogen kann manchmal nur Minuten sichtbar sein oder vielleicht eine Stunde. (Nur in Afrika bei den Victoriafällen evt. den ganzen Tag so lange die Sonne scheint.) Doch irgendwo ist trotzdem auch Schatten.
    Und… an beiden Enden gibt es keine Goldtöpfe. Die ist eine große Mär auf dem gesamten Planeten.
    PS. wenn unter dem Regenbogen dann auch noch totz heren Versprechnungen von Regierungen gemordet wird, dann verblasst der Schein des Regenbogens sogar in Sekunden !!!
    Merz – nichts geleistet – hätte zuhause bleiben können, oder dorthin weiterreisen wo der Pfeffer wächst.!

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