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Freitag, Juni 12, 2026
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Rauer Wind auf der See

Von PETER WÜRDIG | Ja, das sollte doch günstig sein, dann kann man doch ordentlich Energie abschöpfen mit weiteren Windmühlen. Dem ist aber gar nicht so, eher im Gegenteil. Da hatten zwei große Firmen der Windindustrie für diverse Milliarden Flächen in der Nordsee ersteigert. Ende Mai ist die Stimmung im Bundesverband der Offshore-Wind-Branche (BWO) merklich gekippt, denn TotalEnergies hat nun offen ausgesprochen, was viele schon lange vermuteten: Das Unternehmen möchte ersteigerte Windpark-Flächen in der deutschen Nord- und Ostsee wieder loswerden.

2023 hatte Total noch in einer spektakulären Auktion fast sechs Milliarden Euro für die Flächen geboten. Und 2024 nochmal mit fast zwei Milliarden Euro nachgelegt. Aber auch die britische BP mit ihrer Tochterfirma Jera Nex BP hat angekündigt, ihre erst kürzlich ersteigerten Offshore-Lizenzen für Windkraftprojekte in der Nordsee wieder loswerden zu wollen. Darüber berichtete jetzt unter anderem die Preußische Allgemeine Zeitung und ebenso auch das Handelsblatt. Jetzt herrscht bei der Bundesregierung und auch bei den Fans der deutschen Energiewende das blanke Entsetzen.

Für diese beiden Firmen herrscht nun auch noch rauer Wind von Land, denn die möchten die vorgelegten Milliarden zurückbekommen. Aber die Bundesregierung ist sowieso schon knapp bei Kasse und hatte das Geld in den Haushalt eingeplant, mit der Rückgabe wird es wohl erst mal nichts. Die Einzigen, die sich wirklich freuen können, sind Heringe und Schweinswale, denn der Lärm auf See mit dem Bau-Gedöns bleibt ihnen jetzt erspart.

In den ursprünglichen Verträgen waren Regelungen für eine vorzeitige Rückgabe nicht vorgesehen. Im Gegenteil: die Bundesregierung plant sogar noch Strafgebühren mit der Begründung, dass das betreffende Gebiet, eine Fläche ca. 100 km nordwestlich von Helgoland, jetzt nicht genutzt wird, da weitere Versteigerungen (falls dann noch jemand zugreift) erst Anfang 2027 vorgesehen sind. So klammert sich jetzt der BWO auf die Hoffnung, nun doch noch eine allgemeine gesetzliche Regelung für eine Rückgabe zu erreichen.

Als Begründungen für den Ausstieg wird angegeben, dass der Netzausbau nicht wie geplant vorangekommen sei und dass wegen der internationalen Lage (Sperrung der Straße von Hormus) die Kosten außer Kontrolle geraten seien. Außerdem wären durch die gegenseitigen Abschattungen der Windmühlen die Erträge doch geringer als ursprünglich angenommen. Das scheint mir aber doch eher fadenscheinig, denn mit der Sperrung von Seewegen wäre ja die kaufmännische Lage eher besser geworden, da eine lästige Konkurrenz nun für einige Zeit ausgefallen war.

Der wirkliche Grund, und das will man wohl nicht öffentlich verlauten lassen, ist doch wohl, dass die Windkraft insgesamt trotz massiver Subventionen schon längst an ihre Grenzen gekommen ist, denn neu zu errichtende Anlagen liefern nur dann Energie, wenn die schon vorhandenen das auch tun, und diesen zeitweiligen Überschuss kann man nicht kaufmännisch verwerten, da ausreichende Speicheranlagen komplett fehlen. Die Kosten für die notwendige Entsorgung können nicht durch immer noch höhere Subventionen ausgeglichen werden.


Peter Würdig.
Peter Würdig.

PI-NEWS-Autor Peter Würdig, Jahrgang 1937, ist Abgeordneter im Samtgemeinderat Land Hadeln (bei Cuxhaven). Er hat das Studium der Physik an der TU Berlin mit Abschluss Diplom-Ingenieur beendet und engagiert sich in der AfD in Landes- und Bundesfachausschuss für die Gestaltung des Parteiprogramms im Bereich Energie- und Klimapolitik. Würdig leitet ein Unternehmen, das sich mit Programmen für die medizinische Statistik und die krankenhausversorgende Apotheke beschäftigt. Aktuelles dazu erfährt man auf seiner Facebook-Seite.

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5 Kommentare

  1. Windenergie dort wo es passt: Wirtschaftsverbände haben die Idee eines gemeinsamen Strommarktes für für Norddeutschland zusammen mit Dänemark ausgebrütet.
    Denn das Problem ist der stockende Netzausbau in Richtung Süden. Der kommt und kommt nicht voran. Deutschland eben…
    Hier wird’s erklärt:
    https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/ihk-will-schleswig-holstein-und-daenemark-zu-einem-strommarkt-machen-3FVNUHVPZZBMZEVXVPEBN64GXE.html
    Ob es am Ende viel Wind um nichts oder ein Windei ist, wird sich zeigen.

  2. Ökonomisch und auch klimamäßig sind Wind- und Solarstrom totaler Mumpitz.

    Klüger wäre der Einsatz von AKW‘s und die Verstromung von Kohle, Gas und Öl.

    Zumindest bis die Stromerzeugung mittels Kernfusion wirtschaftlich ist.

    Für die wirtschaftliche Stromerzeugung mittels Kernfusion wird es Schätzungsweise noch 30 – 50 Jahre brauchen.

    Solange und theoretisch auch noch länger gibt es genügend fossile Energieträger.

    Fossilen Energieträgern die Klimaerwärmung andichten zu wollen ist jedenfalls ebenfalls totaler Mumpitz.

    Alles was vom linksgrünen Schweinsgesindel kommt ist totaler Mumpitz!

  3. In Nordirland werden weiterhin potentielle Messerneger von der Bevölkerung gejagt.

    Selbstjustiz, weil nicht abgeschoben wird.

    Das wird Schule machen in Europa!

  4. Das Windkraftdilemma ist vorhersehbar gewesen. Ebenso wie ein Scheitern der gesamten sog. Energiewende in Deutschland.

    Es ist ein teures Beispiel dafür, wie Regierung und Wirtschaft auf
    >> links-grüne „Schnaps-Ideen“
    reinfallen und Subventionen in Milliardenhöhe verschwenden.
    Gleiches gilt z. B. auch für sog. grünen Stahl u. Ä.

    Für das inzwischen sinnlos hinausgeworfene Geld hätte man leicht bereits mehrere Atomanlagen neu bauen können.

    Erschreckende Inkompetenz und Dilettanten setzen aber ihr Zerstörungswerk weiter fort – und
    >> 70 Prozent der dressierten Wähler wollen dies so.

  5. Die sogenannte Energiewende ist nicht nur gescheitert, es war nie eine. Die „Wende“ war eine zur Deindustrialisierung eines ganzen Landes, nachdem man einen preiswerten, funktionierenden Energiemix verworfen und durch untaugliche Techniken aus der Steinzeit zu ersetzen versucht hatte. Und wieder einmal ist, wie schon so oft vorhergesagt, der in einem brauchbaren Ausmaß nicht realisierbare Speicher und die damit fehlende Grundlastfähigkeit von Wind- und Solarstrom die Hauptursache. Wir haben daher immer entweder zu wenig oder zu viel davon und beides ist gefährlich.

    Wind und Sonne präsentieren keine Rechnung, hieß es. Die menschliche Borniertheit der Verursacher, die unwissenschaftlichen Spinnereien nachjagen, in den sechs grünen Altparteien schon. Das von der Politik zerrüttete und in Kriegsgefahr gebrachte Deutschland hat sie mit Firmenpleiten, explodierenden Arbeitslosenzahlen und Inflation gerade zu zahlen begonnen. Die Tricksereien der Täter, einfach die verbaute Gesamt-Nennleistung der Rotoren respektive Solarfelder bereits als produzierbare Energie auszugeben, weil sich das gut für die Propaganda macht, kommen immer mehr ans Tageslicht.

    Doch der Wind weht nicht immer und auch die Sonne fällt von einem stets für mindestens einen halben Tag lang aus. An den sogenannten fossilen Energieträgern, insbesondere aber an der Kernenergie, wobei die – von der Politik sowie der uns feindlich gesonnenen Ukraine sabotierte – Möglichkeit von Gaskraftwerke die Funktion einer Brückentechnik übernehmen könnten, führt kein Weg vorbei. Die Wind- und Solartechnik sind sicherlich interessante Nischenprodukte für gut betuchte Hobbyisten und andere vermögende Spielkinder, aber keine Lösung für ein Industrieland.

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