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Donnerstag, Mai 7, 2026
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Anzeigenhauptmeister Friedrich Merz

Erinnern Sie sich noch an den „Anzeigenhauptmeister“, diese psychisch leicht auffällige Erscheinung, die mit Warnkleidung und Fahrrad durch die Straßen zog und Hunderte Falschparker anzeigte? Der damals 17-Jährige erlangte traurige Berühmtheit, spiegelte sich in ihm doch alles wider, was deutsche Rechtschaffenheit im Verbund mit Denunziantentum so einmalig macht. Seit Sonntag wissen wir nun, dass auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz gerne Anzeigenhauptmeister spielt. Wie die „Welt am Sonntag“ berichtet, hat Friedrich Merz in den Jahren bis 2024 fast 5000 Anzeigen in die Wege geleitet – wegen Beleidigung im Internet, natürlich.

Das ist mehr als die bisherigen Spitzenreiter Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP, Robert Habeck, Grüne, und Annalena Baerbock, ebenfalls Grüne, an Anzeigen zusammen auf die Waage brachten. Das Muster war bei Merz identisch wie bei Strack-Zimmermann, Habeck und Baerbock. Die von der FDP-Jugendvorsitzenden Franziska Brandmann gegründete Verpetzerplattform mit Namen „So Done“ übernahm meist die strafrechtliche Verfolgung sowie juristische Erlegung, die Politiker mussten nur unterschreiben. Die Hälfte der Einnahmen blieb bei „So Done“ hängen. Ganz ohne Risiko. Ein einträgliches Geschäft. So geht liberale Demokratie und Marktwirtschaft 2.0.

Der Paragraf 188, bekannt auch als Majestätsbeleidigungsparagraf für deutsche Politiker, macht es möglich. Er war kurz vor Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels noch schnell verabschiedet worden, um unbotmäßige Corona-Demonstranten juristisch verfolgen zu können. Denn Paragraf 188 sieht die Ungleichbehandlung von einfachen Bürgern im Vergleich zu Politikern vor. Letztere müssen nämlich geschützt werden, während Bürger mal als dunkle Deutsche, mal als Ratten, mal als ungeimpfte Sozialschädlinge verunglimpft werden dürfen. Das nennt sich dann aber nicht Beleidigung, sondern „Haltung zeigen“.

Welche Wichtigtuerei und Arroganz muss im Kopf eines Menschen herumspuken, der fast 5000 Anzeigen auf den Weg bringen lässt. Und natürlich sind sie alle wieder mit dabei: Die Plattform „Hessen gegen Hetze“, die sein CDU-Kollege Volker Bouffier als hessischer Ministerpräsident eingerichtet hatte, half Friedrich Merz bei dem Anzeigentsunami genauso wie das Bundeskriminalamt. Wenn sich also jemand des Eindrucks nicht erwehren kann, die deutsche Justiz würde die Sicherheit der Bürger unter Umständen vernachlässigen: Es könnte durchaus auch an der Verfolgungswut eines Friedrich Merz liegen.

Dabei befürchtete man unter CDU-Parteikollegen bereits, so berichtet die „Welt am Sonntag“, dass diese Anzeigenwut von Merz ihnen allen irgendwann auf die Füße fallen würde. Spätestens seit man Robert Habeck keinen „Schwachkopf Professional“ mehr nennen darf, hat die Toleranz bei den Bürgern und Wählern für wildgewordene Anzeigenpolitiker stark abgenommen. Nun ist Friedrich Merz inzwischen gemäß Umfragen genauso unbeliebt wie sein Vorgänger Olaf Scholz zum Ende seiner Kanzlerschaft. Da geht also noch was!

Mit Olaf Scholz hatte Deutschland nicht nur eine der kürzesten, sondern auch mittelmäßigsten Kanzlerschaften seit Bestehen der Bundesrepublik. Was Olaf Scholz jedoch nicht tat: Bürger für Beleidigungen verfolgen zu lassen. So viel Größe hatte selbst der kleine Olaf Scholz. Friedrich Merz ist da aus anderem Holz geschnitzt. Klein und mittelmäßig sollte man ihn nicht nennen, dafür einen Kleingeist mit der Attitüde eines Herrenmenschen. Er ist der psychisch leicht auffällige Anzeigenhauptmeister in Anzug und Krawatte. Und vielleicht ist das das Beste, was wir über Angela Merkel jemals sagen werden: Sie hat 16 Jahre lang die Deutschen vor Friedrich Merz bewahrt.


(Gefunden auf Kontrafunk.radio)

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14 Kommentare

  1. Was ich an diesen Schweinestall am meißten hasse ist,
    dass solche negative Eigenschaften eines Politikers, erst
    nach der Wahl veröffentlicht werden.
    Das ist doch alles geplante Verschwiegenheit des verdammten
    Mainstreams !
    Die Bürger müssen ihre falschen oder verschwiegenen Informationen
    auch noch bezahlen ! ….. „unsere Demokratie !“ machts möglich.

  2. Nein, ich fürchte keine Anzeigen.

    Ich kenne niemanden, der mit so schwachen Geistesgaben so erfolgreich zum Bundeskanzler gewählt wurde wie Herr Merz.

    Es muss eine Meisterleistung gewesen sein, das gesamte Wahlgremium stockbesoffen zu machen, damit sie zur selben Zeit einen völlig unfähigen Kandidaten wählen.

  3. „Es muss eine Meisterleistung gewesen sein, das gesamte Wahlgremium stockbesoffen zu machen“

    Ich kenne wirklich niemanden, der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte Herrn Merz zum Bundeskanzler gewählt hat. Ich kenne einige, die daraus hofften, ihr arbeitsloses Einkommen weiter zu behalten, aber diesen Mann als fähigen Bundeskanzler zu wählen, ist mir kein einziges Mitglied der Wahl bekannt.

  4. Wo liegt denn eigentlich die Strafbarkeitsschwelle? Reicht es schon, das Tun von Politikenden zu mißbilligen? Wenn man sich überlegt, welche Beleidigungen die Herrschaften von der schlechte Laune Partei sich alles gefallen lassen müssen während einer, wie der Kanzlernde Prinzessin auf der Erbse spielt, ist das schon krass.

  5. Es heißt nicht mehr psychisch leicht auffällig sondern neurodivers. Hab ich gelernt. Im Internet.

  6. .
    Merze (eigtl. merke),

    5.000 sind nicht genug !
    .

    1.) je geringer Kompetenz + Selbstwertgefühl, desto höher Anzeigenquote.

    2.) Merkel (halte von ihr sonst nix) hat niemals ü. Schwachkopf-Paragraphen angezeigt.
    Stand über den Dingen. Verhindert auch Streisand-Effekt.

    Friedel
    (kaum einer kann sinnerhaltend kürzer;
    die, die es können, sind dann halt besser als Friedel; von denen lerne ich gerne dazu)
    .

  7. Artikel: „Und vielleicht ist das das Beste, was wir über Angela Merkel jemals sagen werden: Sie hat 16 Jahre lang die Deutschen vor Friedrich Merz bewahrt.“
    ——————————————
    Und worin unterscheidet sich Merz‘ Politik nun so sehr von der Merkels, daß sie uns damals glücklicherweise davor bewahrt hat? Also, ich sehe da nicht so viel Unterschied.

  8. Nicht jeder kann von sich behaupten, dass er von einem Anzeigenkanzler mit einem offenbar sehr kleinen und fragilen Zipf…ääähhh…Ego regiert wird.

    Das ist in Demokratien sogar sehr selten und es ist nichts, worüber man sich als Deutscher freuen kann, bringt es doch den deutschen Bürger wieder ein Stück näher an die Umstände in Ländern wie Nordkorea oder Weissrussland.

    PS: Vorsicht vor Foren und Chats, in denen sich ein User mit dem Namen „Fritze 5000“ herumtreibt.

  9. Migranten sind noch nicht das Problem. Schlimmer sind linksextreme, die an allen wichtigen Stellen zu finden sind.

  10. Haben die Argumente im Laufe der Sendung die Meinung der Teilnehmer verändert? Am Ende der Sendung stand es 74 zu 17 – Anna Planken hat also zwei Teilnehmer offenbar davon überzeugt, dass wir doch gut regiert werden …
    https://www.bild.de/politik/inland/werden-wir-gut-regiert-sendung-was-war-das-bitte-ard-6937cc813947f45adfbd1ba8
    ….eins, zwei, oder drei – du musst dich entscheiden, 3 Felder sind frei. Plop -plop das heißt stop, nur noch einen Hopp dann ist es vorbei. Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht….
    Das Licht bleibt aus!

  11. Nun wissen wir also, warum Fotzen-Fritze gar keine Zeit zum Regieren hat und deshalb nur Mist baut.
    Er ist wohl gefühlt 25 Stunden täglich damit beschäftigt, Anzeigen zu schreiben.

  12. Seltsam ist das jemand offiziell als „Nazischlampe“ tituliert werden darf, aber andererseits die Titulierung „Schwachkopf“ für einen echten Schwachkopf eine Hausdurchsuchung auslöst.

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