CO2-Steuer abschaffen - Deutschland entlasten
Freitag, Mai 29, 2026
CO2-Steuer abschaffen - Deutschland entlasten
StartDeutschlandDie Angst der linksgrünen Kulturszene

Die Angst der linksgrünen Kulturszene

Von WOLFGANG HÜBNER | Ein Gespenst geht um in der hochsubventionierten deutschen Kulturszene. Es heißt: AfD an der Macht. Zwar ist das bislang nur in dem mitteldeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt eine reale Möglichkeit. Doch gerade in diesem kleinen und bevölkerungsschwachen Teil Deutschlands gibt es nicht nur eine AfD mit einem charismatischen jungen Spitzenkandidaten, sondern auch eine kulturpolitisch wache und offensive Partei. Sie will „ideologisch motivierte Projekte auf den Prüfstand stellen“, setzt sich für „Volkskunst“ ein und möchte eine „Stärkung und Bildung der kulturellen Identität“.

Das alles sind Horrorvorstellungen für eine Kulturszene, die es gewohnt ist, aus Steuergeldern gepäppelt zu werden, aber mit ihren Produktionen oft genug weiten Teilen der Steuerzahler nach Herzenslust ihre Verachtung zu dokumentieren. Unter dem Banner „Freiheit und Unabhängigkeit“ von Kunst und Kultur werden immer wieder auf Theaterbühnen Klassiker verhackstückt, wird immer wieder auch noch die ergreifendste Oper zum politischen Tribunal deformiert, sind massiv staatlich bezuschusste kulturelle Einrichtungen nicht selten Hochburgen linksgrüner Aktivisten.

Das sind über viele Jahrzehnte gewachsene Strukturen, die selbst eine AfD-Alleinregierung weder in Sachsen-Anhalt noch anderswo kurzfristig radikal verändern würde. Deshalb sind die multimedial verbreiteten Ängste und Befürchtungen aus der Szene auch einer gewissen Hysterie geschuldet. Allerdings könnte ein politischer Wechsel in Magdeburg durchaus negative finanzielle Konsequenzen für kulturelle Einrichtungen haben. Weniger Geld muss übrigens weder weniger noch schlechtere Kultur und Kunst bedeuten. Denn wo nur möglichst hohe staatliche Subventionen ein gutes Niveau garantieren, stimmt mit der Kultur etwas grundsätzlich nicht.

Ohnehin muss sich die linksgrüne Kulturszene fragen lassen, ob sie nicht längst zu einem trotz aller schrillen Effekte harmlosen Betrieb für die Bespaßung der gebildeten Mittel- und Oberschicht geworden ist. Wo sind die Künstler und Kulturschaffenden, die sich kritisch mit Aufrüstung und Propagierung von „Kriegsfähigkeit“ auseinandersetzen, wo sind Bühnenstücke und Romane, die zunehmende soziale Verwerfungen in Deutschland thematisieren, warum gibt es so gut wie keine Filme und TV-Serien, die historische Ereignisse in Deutschland vor 1914 behandeln?

Dass allein die Möglichkeit einer von der AfD geführten Regierung in Sachsen-Anhalt dafür sorgt, die in linksgrünen Gesinnungsgewissheiten erstickende Kulturszene gehörig aufzuschrecken, kann nur begrüßt werden. Das gilt auch dann, wenn man einige Vorstellungen und Ziele der AfD-Kulturpolitik in dem Bundesland nicht teilen mag. Doch die berühmte „Zeitenwende“ wird es schon wegen sich abzeichnender Finanznot im Bund, den Ländern und Kommunen auch im Kulturbereich geben. Dieser ist nicht dazu da, die AfD zu bekämpfen, sondern allen Teilen der Gesellschaft Unterhaltung und Anregung statt schimmligen linksgrünen Agitprop zu vermitteln.


Wolfgang Hübner.
Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ legte 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Hübner ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar. Seine politische Biographie „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ ist im Engelsdorfer-Verlag, 226 Seiten, ISBN 978-3-69095-029-9, 24,80 Euro, erschienen.

Beitrag teilen:
ÄHNLICHE ARTIKEL
Die Kommentare zu den Beiträgen geben nicht die Meinung des PI-Teams wieder. Wir behalten uns vor, sie zu kürzen oder zu löschen. Das betrifft auch Kommentare, die zu sehr vom Thema der Beiträge abweichen (OT). Kommentatoren, die gegen unsere Policy verstoßen werden gesperrt oder unter Moderation gestellt. Wir bitten unsere Leser, entsprechende Kommentare dem PI-Team zu melden. Kommentare, die mehr als zwei Links enthalten, gehen automatisch in die Moderation. Unterstützen Sie die Arbeit von PI.