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Linstow und der Kurs im Nebel aufs Riff

Von RAINER K. KÄMPF | Daß Gottes Wege unergründlich sein sollen, hat sich im Laufe der Zeit herumgesprochen. Weder bewiesen noch widerlegt gehen die Menschen von der allgemeinen Gültigkeit dieses Narrativs aus.

Nicht weniger durchschaubar muten die Wege der real existierenden Politik im Lande an. Da Gott mit hoher Wahrscheinlichkeit seine Finger hier nicht im Spiel hat – sonst wäre es nicht, wie es ist –, muß es da was anderes sein.

Und so bleibt nichts weiter übrig, als sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was Alice Weidel & Co. in die komfortable Lage versetzte, den Kanzler dahingehend zu motivieren, in Meck-Pom für die Blauen Wahlkampf zu machen. In der Höhle der Bettvorleger, nämlich beim Landesparteitag der CDU in Linstow.

Des Kanzlers Nemesis selbst war zwar nicht vor Ort und so ließ es sich der weltläufige Staatenlenker nicht nehmen, fest in ihren Fußstapfen verhaftet, den verinnerlichten Kamikazekurs der Union vor dem vielleicht konsternierten Publikum nachhaltig zu manifestieren.

„Wir schaffen das“, ruft er den Delegierten zu, und der ein oder andere dürfte ein flaues Gefühl im Bauchraum verspürt haben. Beim gemeinen Wahlvolk außerhalb der Blase wird die sinnentleerte Phrase noch mehr Abscheu hervorrufen, als es die Klatschhasentruppe ohnehin schon vermag.

Falls es tatsächlich Parallelwelten da draußen geben sollte, ist fest anzunehmen, die Union rotiert in einer solchen. Ihr Chef sprach wirklich davon, das Land, das er de-regiert, oder vielleicht besser, degeneriert, solle Industrieland bleiben. Der volkswirtschaftliche Widerspruch in sich. Erinnert sei an dieser Stelle an die absurd schwachsinnige Idee, das Kraftwerk in Lubmin an das 17. Bundesland rund um Kiew verschenken zu wollen.

Wie er allerdings ableiten kann, Deutschland könne eine leistungsfähige Infrastruktur vervollkommnen, kann wahrscheinlich nur ein Therapeut begründen. Immerhin wird konsequent von einer stärksten europäischen Armee phantasiert. Fernsehaffine Menschen erinnern sich sicher an den Klinikleiter Urban Priol, der seine Fans an ähnlich beglückenden Episoden teilnehmen ließ.

Der christsoziale Spitzenkandidat indes appelliert an seine Landsleute: „Weil wir unsere Heimat lieben“ und geht davon aus, sie würden demzufolge gerade CDU wählen. Das wäre allerdings kollektiver Landesverrat. Wer wirklich an der augenzwinkernden Legende hängen sollte, die Nordlichter wären ein wenig bräsig, wird bitter enttäuscht sein. Die Bräsigkeit allein wird durch den Landesverband der CDU bestätigt, dessen Mitglieder immer weiter treudoof einem Steuermann vertrauen, der gänzlich die Orientierung verloren hat.


PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.

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8 Kommentare

  1. Zum Foto, oben. Wenn auch nicht mehr viele auf seiner Seite sind,
    einer hält zu ihm,und der gibt ihm gerade die Hand.

  2. Daß Gottes Wege unergründlich sein sollen, hat sich im Laufe der Zeit herumgesprochen. Weder bewiesen noch widerlegt gehen die Menschen von der allgemeinen Gültigkeit dieses Narrativs aus.

    ….Sure 3 (Al Imran), Vers 54 des Korans.
    „Und sie schmiedeten Ränke [bzw. Listen], und Allah schmiedete Ränke; und Allah ist der beste derer, die Ränke schmieden.“ (oder im älteren Sprachgebrauch: „der beste Listenschmied“)

    Der Vers bezieht sich historisch auf die Gegner von Jesus (im Koran Isa genannt). Diese versuchten, ihn zu töten oder auszuschalten. Der Vers drückt aus, dass die Feinde zwar Pläne gegen ihn schmiedeten, Gott (Allah) dem aber seine göttlichen Pläne entgegensetzte – und da Gottes Pläne allumfassend sind, ist er derjenige, dessen Plan letztlich obsiegt.

    Kann man glauben oder nicht, eins ist gewiss Merz Merkel CDU-Gestalten handeln weder Christlich noch nach einem Gottes Plan.
    Beide haben ihre Seele dem Teufel verkauft und tanzen um das Goldene Regenbogenkalb.

  3. Klimafrühstück bei der Gottlosen Diakonie
    Kehl, NRW. „Es ist gar nicht so einfach, ein klimaschonendes Essen zusammenzustellen.“ Die Klimaschutz- und -anpassungsmanagerinnen empfehlen daher, auf heimische, frische und nach Möglichkeit unverpackte Produkte sowie weniger Fleischkonsum zu setzen. „Der Klimawandel betrifft uns alle.“
    https://www.kehl.de/klimafruehstueck+diakonie

    In meiner evangelischen Gemeinde gab es ein „Frauenfrühstück“ mit Vortrag zum Thema „Ehrenamt“.
    zeitgleich wurde zu einem „Männerfrühstück“ mit Vortrag zu dem Thema „Israel“ eingeladen.
    WAS will mir DAS sagen???

  4. „Gottes Mühlen mahlen langsam, mahlen aber trefflich klein.“
    Die Metapher: Wie eine Getreidemühle die Körner restlos und fein zermahlen kann, so wird sich auch kein Übeltäter der Rechenschaft entziehen…
    Immer geht es darum, dass eine Tat, bleibt sie auch im Moment unentdeckt und ungestraft, irgendwann doch gesühnt werden muss. Vor Gottes Richtstuhl ist ein Durchschlüpfen unmöglich.
    https://www.youtube.com/watch?v=6dPyTxKB_sA
    Annalena Baerbock und ihr Nachfolger als Außenminister, Wadephul, haben erheblich dazu beigetragen, dass Deutschland auf offener Bühne abgestraft wird. Baerbock selbst musste als derzeitige „Präsidentin der UN-Vollversammlung“ diese schallende Ohrfeige verkünden.
    Sie plant übrigens, nach Deutschland zurückzukehren. Mal sehen, was dann kommt.
    Euer Thomas

  5. Sofort abtreten!
    Bevor Friedrich Merz noch mehr schaden anrichtet

    Jemand, der zusammen mit Grünen, Linken und Sozen den Sozialstaat zerstört, um „die NATO zu retten“ sollte sich schnellstens untersuchen lassen

  6. Fragt sich nur, was Merz mit “ wir schaffen das“ gemeint hat. Wahrscheinlich dachte er daran, Deutschland an die Wand zu fahren.

  7. „Wir schaffen DAS !“…
    finde ich gut.
    …und, – immer weiter so Fritze !
    +https://i.giphy.com/media/26u4mDWbosyDM0xEI/source.gif
    Frage: wofür ist eine Legislaturperiode überhaupt da ?
    Antwort: Weil im günstigen Fall die Wähler auch eine positive
    Rück-Koppelung ihrer Entscheidung erhalten (mehr Kohle) .

    Im ungüstigen Fall: sie ebenfalls eine Rück-Koppelung ihrer Entscheidung
    erfahren (weniger Kohle) plus dem
    Wähler-Bildungsniveau angepasst, noch einen Zeitbonus erhalten,
    in Form ziemlicher Unbequemlichkeiten, die das kognitive Erfassen
    dieser Situation erfahrbar macht (lernen durch Schmerz).

    Wenn aber (wie jetzt) schon ein paar Legislaturen durch
    Wählerfehlentscheidungen vertrödelt wurden dann
    hat der (anscheinend) unmündige Bürger die grosse Chance durch
    immer tiefer selbstverschuldeten Schmerz irgendwann zum mündigen Bürger zu mutieren.
    Das sind dann aktuell eben noch ca. zweieinhalb Jahre.
    Diese Wirkungszeit sollte man ihm (den Blöden ☪D☭ ) auch geben (weil: haben sie sich verdient).

  8. —Merz, Klingbeil, Bärbel Bas und Markus Söder sollten sich an den Rat von Altkanzler Helmut Schmidt für schwierige oder aussichtslos erscheinende Situationen erinnern: „Man muss das Herz über die Hürde werfen“. Was damit gemeint ist: Wenn es darauf ankommt, muss man eigene Zweifel überwinden und das für richtig Erkannte wagen.—
    https://www.bild.de/politik/meinung-kommentare-kolumnen/kommentar-jetzt-braucht-deutschland-mut-zur-reform-6a2429bc8d84dbd8a4ed6f61
    Zwecklos:
    Diese Gestalten haben leider kein Herz welches sie über die unzähligen Hürden werfen könnten.
    Es sind Parteisoldaten die Befehle von „Ganz Oben“ ausführen.

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