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Dienstag, April 28, 2026
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„Alldeutscher Jahrgothweiser“: Ein Kalendarium der ganz besonderen Art

„Was ist Zeit?“, fragte Udo Jürgens einmal in einem seiner Lieder: Eine Frage, deren Beantwortung sich „über die Zeiten“ wohl immer wieder verändert haben mag. In jedem Fall ist das Zeitempfinden des Einzelnen in der digitalen Welt, in der scheinbar alles gleichzeitig geschieht, vor völlig neue Herausforderungen gestellt. Der Kärntner Ewald Friesacher, der seit vier Jahrzehnten ein ganz besonderes Kalendarium herausgibt, hat darauf ganz eigene Antworten gefunden und einen Wandkalender erfunden, der definitiv etwas ganz besonders ist…

Die Zeitmessung und das dazu notwendige Bewusstsein von Zeit dürfte sich wohl schon vor vielen tausend Jahren entwickelt haben, und es darf angenommen werden, dass dieser evolutionäre Quantensprung im Zusammenhang mit der Entwicklung des Vorratsdenkens stand: Um auf der Nordhalbkugel überleben zu können, war das Erfassen der jahreszeitlichen Veränderungen eine Grundvoraussetzung. Die Beobachtung von Konstanten, die den Jahreslauf berechenbar machten, müssen irgendwann zu Beobachtungsplätzen geführt haben. Simple Observatorien, die zugleich Kalendarien und damit erste Zeitmesseinrichtungen waren, auch wenn es sich anfänglich nur um die Wendepunkte der Sonne handelte.

2026 erscheint der „Alldeutsche Jahrgothweiser“ bereits im 45. Jahrgang

Das älteste derartige Sonnenkalendarium, das wir heute kennen, ist jenes von Goseck in Sachsen-Anhalt, das über 7000 Jahre alt ist. So alt ist der „Alldeutsche Jahrgothweiser“ (vormals „Alter Jahreszeitweiser“), das Kalendarium von Ingenieur Ewald Friesacher, natürlich noch nicht, aber es erscheint 2026 immerhin schon im 45. Jahrgang, und es ist – allen Widerständen zum Trotz – eine Erfolgsgeschichte geworden.

Wie kam er eigentlich 1982, als junger aufstrebender Techniker bei Siemens, auf die Idee, einen Kalender und noch dazu einen Wandkalender herauszugeben? „Ich wollte ein plastisch einprägsames Kalendarium schaffen, das die Kraft des Mondes und seinen Einfluss auf die Menschen – insbesondere die Frauen – ins Bewusstsein rückt. Ich wollte die Mondphasen immer durch eine spiralförmige Kreisung vor Augen haben; so entstand das besondere graphische Design meines Kalenders. Wie jeder weiß, hat der Mond hat einen gewaltigen Einfluss auf Mensch, Tier – insbesondere hormonell – und Natur: Die Spirale verbindet die Mondphasen mit uraltem, tradierten Wissen und wird so auch zu einer besonderen Uhr für den Menschen, von der er mehr über innere und äußere Zusammenhänge erfährt.“

Blickfang in jeder guten Stube

Man könnte seinen Kalender auch als „Kreis-Zeit-Weiser“ bezeichnen, erzählt uns Friesacher, und man merkt, dass er mit Leidenschaft und Überzeugung an einer Sache hängt, an die er auch selbst glaubt. Friesachers Kalender ist in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes: Nicht nur wegen des wandfüllenden A3-Formats mit ausklappbaren Seitenteilen, sondern wegen der farbenfrohen, prächtigen Gestaltung, die in jeder Stube ein Blickfang ist. Diese unverwechselbare Optik ist auch das Ergebnis einer kontinuierlichen Entwicklung, so waren die Kalender der 1980er-Jahre noch einfärbig, wie uns Friesacher erklärt.

Hinzugekommen ist seit einiger Zeit auch ein eigenes Jahrbuch im A4-Format, um den Kalender zum Lesen nicht jedes Mal von der Wand abnehmen zu müssen: „Kalender und Jahrbuch ergänzen sich ideal: So sind am Kalenderblatt unter anderem die Lostage erfasst, über die man im Jahrbuch mehr erfährt. So kann man auf diesem Wege das alte Brauchtum neu entdecken…“

Aber ist sein Kalendarium in Zeiten, wo die Menschen schlicht keine Zeit mehr zu haben scheinen, weil sie sich 24 Stunden am Tag im Standby-Modus einer permanenten Reizüberflutung aussetzen, überhaupt noch zeitgemäß?

Kompass, um unsere Wurzeln wieder zu finden

„Mehr denn je zuvor“, ist Friesacher überzeugt: Die Menschen würden ja schließlich einen Kompass brauchen, der sie aus diesem digitalen Hamsterrad herausführe, zurück zu einer naturverbundenen Lebensweise: „Nichts ist schöner, als Zeit für sich zu haben!“. Das Wiederfinden des natürlichen Lebensrythmus‘ sei für ihn ein Ordnungs- und Identitätsfindungsprozess, ohne den es keine Lebensqualität geben könne. Der zivilisationskrank gemachte Europäer des 21. Jahrhunderts könne seine Wurzeln nicht irgendwo, sondern nur bei seinen Altvorderen finden. Hierzu böte sein Kalender eine unentbehrliche Orientierungshilfe.

» Weiterführende Informationen unter: jahrweiser.at
» AUF1 zu Besuch beim Vater des „Alldeutschen Jahrgothweiser“

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3 Kommentare

  1. Da hat Deutschland Glück, denn ein Kalender von 2015 bis 2026 reicht locker aus, mehr braucht es nicht mehr.

    Eine Bekannte, die auf dem Ausländeramt arbeitet, erzählte mir Folgendes:

    Da es nun einige Restriktionen gegen Asylanten gibt, die anscheinend mehrfach, bis zu 10x Asylkohle abgreifen müssen die armen Frauen am Schalter nun nachfragen und hart bleiben. Sie, alleine im Zimmer mit eventuell in Ihrem Heimatland gesuchten Mördern ? Keiner kennt doch diese Merkelfreunde. Oft wird Sie einfach bedroht, auch mit dem Tode…..

    So läuft es in Deutschland. Die Kontrolle über das Land ist schon lange verloren. Die Frau am Schalter ist die ärmste Sau auf der Welt.

    Die Alle die Schuld sind müssen bestraft werden und alle die nicht hierher gehören, müssen raus, notfalls mit brutaler Gewalt ohne Rücksicht auf Verluste.

    Ansonsten bricht hier die Hölle aus.

  2. @PI News:

    Was bitte sehr soll dieser Quatsch hier im Blog?

    Ein Kalender, der schon auf dem Deckblatt ein seltsames Runen-Logo zeigt: https://www.jahrweiser.at/wp-content/uploads/2025/09/Jahrweiser-2-Jahrweiser_Jahrgothweiser_2026.png

    Zum Vergleich das Abbild eines Runen-Alphabets:
    https://static.funnelcockpit.com/upload/n72qhLSfC9QwHFsam/5860f4480341fd555d700235c0e0a112.jpg

    Es mag ja ganz positiv gewollt sein, was „AUF1“ unter dem Label „Widerstand“ so alles anbietet oder auf die Beine stellt. Aber diesen ganzen esoterischen Humbug, welchen man in deren AUF1-Shop findet, den kann man getrost in die Tonne kloppen. Zumal man im Umfeld der Runen-Fans heutzutage im Netz so manch abenteuerliche Religionsvorstellungen findet (um das mal sehr vorsichtig zu formulieren).

  3. Genau der richtige Kalender für Muselmanen
    mit ihrem Mondgott Al-Lah u. dem Ramadan mit
    nächtlichen Freßorgien, wenn ihr Götze am
    Himmel erscheint… 😀

    Das Jahr des islamischen Kalenders besteht aus 12 Mondmonaten zu 29 oder 30 Tagen und ist 354 oder 355 (im Durchschnitt etwa 354 1?3) Tage lang, also 10 bis 12 Tage kürzer als die 365 oder 366 (etwa 365 1?4) Tage langen Sonnenjahre des gregorianischen Kalenders. Demzufolge entsprechen 33 Jahre islamischer Zeitrechnung etwa 32 Jahren christlicher Zeitrechnung. In diesem Zeitraum wandern die Daten des islamischen Jahres einmal durch ein Sonnenjahr. So beginnt der Fastenmonat Ramadan aus der Perspektive eines Sonnenkalenders jedes Jahr 10 bis 12 Tage früher als im vorherigen Jahr.[2]…
    https://de.wikipedia.org/wiki/Islamischer_Kalender

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