CO2-Steuer abschaffen - Deutschland entlasten
Freitag, Mai 22, 2026
CO2-Steuer abschaffen - Deutschland entlasten
StartDeutschlandVersager haben das Sagen

Versager haben das Sagen

Von DR. HANS HOFMANN-REINECKE | Die Wege vom Säugling zum Erwachsenen sind so vielfältig wie die Entstehung von Wolken am Sommerhimmel: keine zwei sind gleich. Und dennoch bilden sich bei der einen Großwetterlage einmal die beliebten Kumulus-Wolken, die wie strahlend weiße Wattebäusche im Himmel schweben, und unter anderen Bedingungen verdecken dann graue Stratuswolken den Sonnenschein.

Das Neugeborene ist der perfekte Egoist. Die anderen müssen sich um all seine Bedürfnisse kümmern, um seine Ernährung, seine Verdauung und die bequeme Ruhelage. Er lernt dann schnell das eine oder andere ohne fremde Hilfe zu verrichten, und irgendwann ist er so weit, dass er sogar Dinge tun kann, die für andere von Nutzen sind. Er geht dann zur Schule, vielleicht auf eine Universität, und schließlich ist er so nützlich geworden, dass man ihn für seine Leistungen bezahlt. Davon kann er dann sich und bald eine Familie ernähren. Er ist jetzt erwachsen.

Nehmen wir an, er ist Zahnarzt geworden und schreibt für seine gezogenen oder reparierten Zähne Rechnungen. Seine Assistentin, die sich um die Termine kümmert, stellt ihre Arbeit den Patienten nicht in Rechnung. Sie bekommt ein Gehalt vom Chef. Der erbringt die direkte Leistung, sie arbeitet in der Verwaltung. Beides ist notwendig für das Geschäft, wobei Ersteres anspruchsvoller und anstrengender ist als Letzteres – jedenfalls bei meinem Zahnarzt.

Nicht jeder wird Zahnarzt, nicht jede wird Assistentin. Die Wege vom Säugling zum Erwachsenen sind so vielfältig wie die Entstehung von Wolken am Sommerhimmel: keine zwei sind gleich. Und dennoch bilden sich bei der einen Großwetterlage eher die beliebten Kumulus-Wolken, die wie strahlend weiße Wattebäusche im Himmel schweben, und unter anderen Bedingungen verdecken dann graue Stratuswolken den Sonnenschein.

Ich möchte hier untersuchen, wie der Zeitgeist – gewissermaßen die gesellschaftliche Großwetterlage – in der Vergangenheit und heute den menschlichen Entwicklungsprozess in Deutschland geprägt hat.

Zwei Großwetterlagen

Mein Alter erlaubt es mir, die beiden Intervalle 1950-1975 und 2000-2025 zu vergleichen. im ersten Zeitraum waren Adenauer, Erhard, Kiesinger, Brandt und Schmidt Kanzler. Historiker werden feststellen, dass damals die „Voraussetzungen für die Existenz einer freiheitlich-demokratischen Ordnung, welche diese nicht selbst schaffen, sondern nur schützen kann (Frei nach Carlo Schmid 1949)“ … durchaus gegeben waren. Das hatte damit zu tun, dass damals die christliche Ethik im Hintergrund omnipräsent war, auch wenn Katholiken und Protestanten einander nicht immer wohl gesonnen waren. Man war zwar nicht unbedingt religiös, aber man bemühte sich, „anständig“ zu sein. Auf dieser Basis hat die politische Arbeit damals das Wirtschaftswunder ermöglicht.

Traditionen wurden geehrt, man trug sonntags etwas anderes als zur Arbeit, und katholische Kirchen standen Tag und Nacht für jedermann offen, ohne dass goldene Kelche oder silberne Leuchter verschwanden. Man hatte Respekt vor Autoritäten und gegenüber älteren Menschen. Es gab damals das, was heute so oft missbräuchlich heraufbeschworen wird: es gab eine „Zivilgesellschaft“, also eine Welt, in der die Menschen auch ohne Rechtsanwälte miteinander auskamen.

Der Weg vom Säugling zum Erwachsenen fand in vergleichsweise entbehrungsreicher Umgebung statt. Wer mit dem Fahrrad in die Schule wollte, musste sich selbst die Teile suchen und daraus eines zusammenbauen. Die entscheidende Motivation war der Wunsch nach Wohlstand, und der konnte nur durch „direkte Leistung“ erreicht werden. In Branchen wie Hoch- und Tiefbau oder Elektrotechnik können Probleme nicht durch elegante Sprüche gelöst werden, sondern nur durch Fachwissen, harte Arbeit und unerbittliche Logik. Natürlich fiel hier auch Verwaltungsarbeit an, die aber musste durch ein Minimum an Personal erledigt werden, das dadurch zu Höchstleistungen motiviert war. Das machte Deutschland zum Exportweltmeister im Automobil- und Maschinenbau. Die gesellschaftliche „Großwetterlage“ hatte das Wirtschaftswunder ermöglicht.

Klimawandel

Der Klimawandel von der ersten Epoche zur zweiten, ein halbes Jahrhundert später, ist gekennzeichnet durch den Austausch sämtlicher Werte. Christliche Tradition, Leistung und Disziplin wurden als Relikte der Nazizeit verdammt, und Oskar Lafontaine klärte uns 1982 auf, dass man mit Fleiß und Pflichtgefühl auch Konzentrationslager gebaut hat.

Laissez-faire war jetzt das Motto – für den Säugling in seinen Windeln, sowie für die Jahre danach. Wenn Mathe in der Schule zu anstrengend wurde, dann hat man es abgewählt, und wenn man für das Medizinstudium ein Einser-Abitur brauchte, dann bekam man das schon, nötigenfalls mit Hilfe eines Rechtsanwalts.

Das waren keine guten Voraussetzungen, um sich gegen direkte Leistungen auf dem inzwischen weit geöffneten Weltmarkt zu behaupten. Und so entstand die Erkenntnis, dass man auch in der Verwaltung bequem auf Kosten derer leben konnte, die noch direkte Leistung an den Mann brachten.

Personal für Verwaltung gab es genügend, nicht zuletzt dank der Parole, dass die Frau nicht an den häuslichen Herd gehört, sondern an die Uni und dann in den Aufsichtsrat. Und auch bei den sensiblen Männern hatte sich herumgesprochen, dass man leichter Karriere macht, wenn man irgend etwas mit Medien studiert, statt sich durch ein Ingenieursstudium zu quälen.

So entstand ein riesiger Markt, in dem die Anbieter kein Produkt feil hielten, für das man ihnen Geld gegeben hätte, dessen Protagonisten es aber gelungen war, sämtliche öffentlichen Verwaltungen von den ASTAs der Universitäten bis zu den Bundes- und EU-Ministerien unter ihre Kontrolle zu bringen. Es hatte sich eine Allianz von perfekten Egoisten gebildet, die nie wirklich erwachsen geworden waren.

Da konnte man nun nach Belieben neue „Arbeitsplätze“ schaffen und hilfreiche „NGOs“ finanzieren. Bewerber wurden auch nicht nach Qualifikation, sondern nach Gesinnung eingestellt. Da braucht man im Wirtschaftsministerium nicht zu wissen, was ein Konkurs ist und im Außenministerium nicht, wie weit weg die anderen Länder sind. Hauptsache, man ist woke.

Während das Bundeswirtschaftsministerium unter Ludwig Erhard einst mit 650 Mitarbeitern auskam, um das Wirtschaftswunder zu organisieren, braucht man heute 2200, um die Wirtschaft zu ruinieren. Und auch den 25.000 in der Verwaltung der Bahn gelingt es nicht, die Züge pünktlich ankommen zu lassen. Gut, früher war das einfacher, da gabs noch keine Computer.

Aber wie solle man mun all diese Tausende von Verwaltungskräften entlohnen? Die Assistentin des Zahnarztes hatte ja den Doktor im Rücken, der von seinen Patienten Geld bekam. Natürlich bezahlen alle Regierungen ihr Personal durch Steuern. Doch das mathematische Verhältnis der Steuerzahler zu den Empfängern muss irgendwie stimmen. Gut, je weniger Steuerzahler, also je weniger Personen direkte Leistung erbringen, desto mehr müsste man jedem einzelnen abnehmen, um das Heer in den Verwaltungen zu bezahlen. Genau das macht man heute. Und wenn das nicht reicht, dann macht man Schulden. Wie wird das enden?

Eine solch stabile bedrückende Wetterlage kann nur durch ein kräftiges Gewitter mit Blitz und Donner bereinigt werden. Dann haben wir wieder blauen Himmel mit den hübschen weißen Wölkchen.


(Der Bestseller des Autors „Grün und Dumm“ und andere seiner Bücher sind bei Amazon erhältlich. Weitere Artikel und Kontakt zum Autor bei www.think-again.org)

Beitrag teilen:
ÄHNLICHE ARTIKEL

13 Kommentare

  1. im Staatsbetrieb überwiegen bei weiten die li/grü idiologisch verstrahlten Versager, die Ergebnisse sind entsprechend.

  2. Die sogenannte Zivilgesellschaft besteht heute aus linksgrünen „Aktivisten“, die ganz im Sinne des Kommunisten Gramsci Gleichgesinnte und möglichst viele Naivlinge um sich scharen, um für ihre „progressiven“ Ideologien eine angebliche Forderung aus „der Mitte der Gesellschaft“ postulieren zu können! Near Government Organisationen und ÖRS werden zu diesem Zweck von der linksgrünen Mischpoke und der vermerkelten CDU/CSU mit „Demokratie-leben“-Steuergeld gemästet, damit auch noch der letzte Wähler für die richtige Haltung konditioniert wird! Die Folge ist eine Zeit in der die von den „Unseredemokratie“ Adepten erwünschte Haltung gegen vermeintlich oder tatsächlich rechte Meinungen sich wie eine graue Schicht aus Mehltau über das Land legt und jede Initiative zur Veränderung zu ersticken droht!

  3. So wie ich sind viele Millionen Wähler/Personal mit dem beispiellosen Versagen der “Firmenleitumg“
    der Firma Bundesrepublik nicht einverstanden!

    Personal?
    Richtig gelesen, schauen Sie auf Ihren Ausweis – dort steht einwandfrei
    PERSONAL AUSWEIS
    DER
    BUNDESREPUBLIK
    DEUTSCHLAND
    zu lesen.
    Ergo sind wir alle irgendwie in einer Firma, Konzern, Genossenschaft oder sonst wie zu bezeichnenden Unternehmensform als
    PERSONAL
    integriert.
    Das Problem ist nur, wie werden wir die unfähigen Versager,- die Firmenleitung- die uns tagtäglich das Sagen vorschreiben schnellstens und dauerhaft los?

    Damit erreicht uns das nächste Problem.
    Die Firmenleitung ist ähnlich wie ein Krake mit vielen Armen in “anonymen, nach außen selten sichtbaren Abteilungen“ versumpft, verbandelt und in gegenseitigen Abhängigkeiten verstrickt.

    Das Anliegen dieser “Abteilungen“ dient ausschließlich dazu, die Generierung und Erwirtschaftung von Geldströmen in eine Richtung aufrecht zu erhalten, zu kanalisieren.
    Schluss damit!
    Es muß schnellstens eine echte
    Arbeitnehmervertretung
    für
    Deutschland her, eine, die dem Personal gerecht wird!

    Übrigens, in Österreich heißt der Perso
    Personenausweis…

  4. wer wie staatlich Beschäftigte, Regierung, Beamten, sonst. Personal einer Idiologie folgt, braucht weder Erfahrung zu haben, noch selbständig zu denken, geschweige denn Vernunft einzusetzen, da diese im D Schulbetrieb nicht mehr gelehrt wird, da ein großer Teil der Schüler aus musl. Ländern damit überfordert wäre, sie sind gewohnt dem Koran nach dem Wortlaut zu folgen.

  5. „Versager haben das Sagen“
    ************
    Bemerkung:Jede/r der ein bisschen selbsständig denken kann und noch weis dass 1+1 nicht drei ist ,sind schon seeeehr lange der gleichen Meinung: dass in Deutschland und in der EU Versager das Sagen haben.
    Die Krux ist nur…. wie macht man solchen Irrsinn in einer Scheindemokratie rückgängig, bzw. dem ein Ende?

    Und gleich wird was draufgesattelt – Fritze Merz macht lt. BILD wieder das ganz große Rad. —>
    Krise um Ukraine-Plan
    BILDon von heute 17.35 Uhr -Headline->
    >Wie Merz und Co. das Schlimmste verhinderten
    >Motto: Zeit gewinnen, USA an Bord halten, EU einen
    Luanda (Angola) – Kanzler Friedrich Merz dachte nicht im Traum daran, der Aufforderung der Grünen zu folgen und seine Afrika-Reise (erst Südafrika, dann Angola) wegen der Krise rund um den Ukraine-Plan vorzeitig abzubrechen.

    Schließlich konnte er in Angolas Neun-Millionen-Menschen-Hauptstadt Luanda beim Gipfel von europäischer und afrikanischer Union mal eben all seine EU-Staatslenker-Kollegen beiseitenehmen – und auf dem kurzen Dienstweg („Europäischer Sonderrat“) das weitere Vorgehen in Sachen Ukraine besprechen. Genauer: Die Ergebnisse der Genfer Gipfelnacht mit den USA und der Ukraine.

    Der Kanzler hat vorerst sein Ziel erreicht
    Als Merz dann nach intensiven Gesprächen am Mittag auf die Dachterrasse des 5-Sterne-Hotels „Epic Sana“ trat, war ihm eine Spur von Erleichterung…………………………..
    ———————https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/krise-um-ukraine-plan-wie-merz-und-co-das-schlimmste-verhinderten-69246117637be5004f6da9bf

    Bemerkung: Fritze Merz …“ganz Europa“? Die EU ist nicht Europa – oder umgekehrt ?!

    BILD >>>> „Merz beabsichtigt, sich nach seiner Rückkehr aus Angola (Dienstagmorgen) auf allen Ebenen mit den europäischen Staatenlenker-Kollegen intensiv abzustimmen. Er dürfte auch Wert darauf legen, dass aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten zum Wiederaufbau der Ukraine ein üppiger Milliardenkredit zur Verfügung gestellt wird – und die Gelder nicht nach Russland und in die USA fließen.“

    UNd schon wieder große Fresse gegen Russland. So wird das nichts !

  6. Auf alle Fälle landen Versager Weich….Die Bärböckin macht für gutes Geld den Platzanweiser. Und der ehemalige Pommespanzer mit ihrem Bübchen ( was für ein hässlicher Vogel ) wird auch nicht schlecht Leben…..

  7. Der Rammellow……Björn ist ein Name mit Stil …..aber Boooodoo ? Bodo heißt er und ist Bademeister im Schwimmbad an der Ecke .

  8. Lieber Herr HOFMANN-REINECKE,

    leider wählen 85 Prozent der deutschen Wähler seit Jahren dieses System und seine Akteure immer wieder.
    Die Verdummung in Deutschland, nimmt dank der täglichen medialen Gehirnwäsche zu. Übrigens habe ich festgestellt, dass das unabhängig vom Bildungsniveau geschieht…

Kommentarfunktion ist geschlossen.