Von MEINRAD MÜLLER | „Ich habe dich auf den Hals geküsst“. Ein Satz, der zwischen zwei Menschen vollkommen normal ist. Ein Satz, der in keinem Regierungsbüro, in keinem Brüsseler Serverraum und in keinem Ministerium etwas verloren hat. Doch der große Bruder in Europa scheint das anders zu sehen. Worte, die nur zwei Herzen betreffen. Bilder vom Knutschfleck am Hals. Eine kurze Sprachnachricht voller Zärtlichkeit. All das wird plötzlich behandelt, als müsse es militärisch überwacht werden. Der Bürger fragt sich längst, ob er bald um Erlaubnis bitten muss, bevor er jemandem sagt, dass er ihn vermisst.
RTL-West-Chefreporter Jörg Zajonc hat am Freitag die Debatte auf den Punkt gebracht (Video oben). Er kritisiert, dass die EU mit der Chatkontrolle einfach weitermachen wolle, trotz einer Mehrheit, die längst nein gesagt hat. Die Menschen in Deutschland seien gegen Schnüffelei ohne Anlass. Nicht einmal in der Politik finde sich eine klare Zustimmung. Und doch halte der EU-Rat unbeirrt an der Chatkontrolle fest, versteckt durch die Hintertür. Ursprünglich sollten nur Fotos und Videos kontrolliert werden. Ein klarer Verstoß gegen Recht und Gesetz, wie Juristen warnen. Doch der neue Plan gehe noch weiter. Jetzt sollen sogar Texte gescannt werden, also die intimste Form des Ausdrucks, Worte, die wir bewusst leise schreiben, damit sie nur einen einzigen Menschen erreichen.
Die Stimmen werden lauter
Die Datenschützer sprechen vom Ende der Privatsphäre. Der juristische Dienst der EU sieht keinen rechtlichen Boden mehr. Experten warnen davor, dass Maschinen politische Inhalte ausfiltern könnten. Worte, die missverstanden werden. Ironie, die als Gefahr gewertet wird. Liebeserklärungen, die plötzlich in einem Datenkeller landen. Wer einmal angefangen hat zu schnüffeln, der hört nicht mehr auf. Manche Juristen ziehen Vergleiche zu Zeiten, in denen die Post heimlich geöffnet wurde. Es ist derselbe Geist. Es ist nur eine modernere Verpackung.
Der EU-Rat tut so, als gehe es nur um technische Abläufe. Ein paar Filter hier, ein paar Protokolle dort. Der Bürger merkt aber, dass es um weit mehr geht. Ein System, das Worte überwacht, beginnt bald auch zu werten. Und wer Worte wertet, sucht schließlich nach Gedanken. Die Staaten reden von Freiwilligkeit. Jeder weiß, was das bedeutet. Konzerne geraten unter Druck. Wer nicht mitmacht, bekommt Ärger. Wer Ärger vermeiden will, macht mit. Der Rest ist ein stilles Nicken. So wird aus Freiwilligkeit eine Pflicht durch die Hintertür.

PI-NEWS-Autor Meinrad Müller (71), Unternehmer im Ruhestand, kommentiert mit einem zwinkernden Auge Themen der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für diverse Blogs in Deutschland. Der gebürtige Bayer greift vor allem Themen auf, die in der Mainstreampresse nicht erwähnt werden. Seine humorvollen und satirischen Taschenbücher sind auf Amazon zu finden. Müllers bisherige Beiträge auf PI-NEWS gibt es hier, seinen privaten Blog finden Sie hier.



Den Chatkontrolle ist für mich dringend notwendig.
Ich weiß, dass ich Herrn Merz lieben sollte und ihnen wegen seiner übergroßen Intelligenz bewundern, aber es fällt mir einfach immer noch schwer.
Passt eigentlich zu jedem Thema in diesem Irrenhaus:
„Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: Lächle und sei froh, es könnte noch schlimmer kommen. Und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer.“
Schöne neue Welt – so konditioniert man Menschen!
Schließlich muss man die letzten hartnäckigen Individuen noch aufspüren, um sie einzureihen, in das Heer der gleichgeschalteten Lemminge . . .
ghazawat 16. November 2025 Beim 11:37
„Ich weiß, dass ich Herrn Merz lieben sollte und ihnen wegen seiner übergroßen Intelligenz bewundern, aber es fällt mir einfach immer noch schwer.“
Aller Anfang ist schwer – das wird noch . . .;)
Wer Schnüffler vermeiden will, für den gilt demnächst die alte FREMDGEHER REGEL, um Ärger zu vermeiden:
NO LETTERS NO PICTURES!
Sprachnachrichten sind auch gut. Die kann keiner überfliegen, die müssen alle zeitaufwendig abgehört werden, um kategorisiert werden zu können, können auch gelöscht werden, dann sind sie erst mal weg. (vermutlich das auch nicht für immer).
Die Penetration in die Privat- und Intimsphäre wird immer sittenwidriger und abstoßender.
Was sind das bloß für Menschen? Das entspricht einer kranken SPANNER-MENTALITÄT! Das ist nicht wie in der DDR, sondern schon eher wie im Dritten Reich. Es hat auch durchaus sadistische Züge!
Ein anständiger Mensch kann so eine Hemmschwelle gar nicht überwinden.
DER LAUSCHER AN DER WAND HÖRT SEINE EIGENE SCHAND!
Ein altes deutsches Sprichwort.
So hätte der Staat seine Christen am liebsten.
Vergebend und betend für alle Täter!
Sie beteten auch für den Todesfahrer!!
Der krachte mit seinem Mercedes in das Auto der Schwestern (tragischer Frontalcrash), so dass es aussah wie von einer Ziehharmonika zerquetscht, der Mazda wurde von der Fahrbahn geschleudert.
Der 50 Jährige Todesfahrer hatte nur Kratzer.
Der Fahrer wird in dem Artikel ganz außen vor gelassen, so als existiere er nur in den Gebeten. So nach dem Motto: Frontal-Crash kann halt mal passieren!
https://www.bild.de/news/tragischer-unfall-mit-auto-n-bayern-schwestern-finden-ewige-ruhe-6918850858d2cfb625f5d1d4
Solche Christen hätte der Staat am liebsten, die noch für die Täter beten!
Das Christentum dient heute offenbar nur noch dazu, die Opfer zu beschwichtigen.
Tja, Herr Müller, da fällt mir spontan eine Strophe von Falco+ ein: (etwas abgeändert)
„Drah di net um,
der Faschismus, der geht um…“
Im Original:
Der Kommissar, Falco 1982.
(Lang ist’s her, da war ich noch jung, schön und begehrenswert – heute habe ich mich auf die unds ausgedehnt).
Ich weiß, ich weiß, der Spruch geht anders,
meine Denke auch!