CO2-Steuer abschaffen - Deutschland entlasten
Dienstag, Juni 9, 2026
CO2-Steuer abschaffen - Deutschland entlasten
StartGeopolitikRussland29. SPIEF: Russland sieht AfD als künftigen Dialogpartner

29. SPIEF: Russland sieht AfD als künftigen Dialogpartner

Beim 29. Sankt Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) 2026 war Deutschland erstmals seit Jahren wieder politisch vertreten. Angeführt wurde die deutsche Delegation von AfD-Politikern, darunter der Europaabgeordnete Petr Bystron, der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Markus Frohnmaier, der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré und der sächsische AfD-Landesvorsitzende Jörg Urban. Daneben nahmen deutsche Wirtschaftsvertreter wie der Globus-Inhaber Thomas Bruch am deutsch-russischen Wirtschaftsdialog teil (PI-NEWS berichtete hier und hier).

Wie bereits im Vorjahr waren auch Delegationen und Unternehmen aus den USA und Frankreich vertreten. Die AfD-Delegation traf unter anderem Anton Kobjakow, einen engen Berater von Präsident Wladimir Putin. Nach russischen Angaben standen die deutsch-russischen Beziehungen sowie Möglichkeiten einer künftigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Kobjakow betonte die Bedeutung eines offenen Dialogs trotz der aktuellen Spannungen.

Auch der russische Sondergesandte und Ukraine-Friedensverhandler, Kirill Dmitriev, empfing die Delegation. Russische Vertreter stellten die AfD dabei wiederholt als wichtigen Gesprächspartner für die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen dar.

Dmitriev stellte kritische Fragen zu den deutschen Diskussionen um ein AfD-Parteiverbot: „Man hat uns doch immer erzählt, dass die freie Meinungsäußerung das Fundament der europäischen Demokratie sei. Es gibt sogar Diskussionen darüber, die Partei ‚Alternative für Deutschland‘ (AfD), die derzeit die beliebteste Partei in Deutschland ist, zu verbieten.“

Wirtschaft und Energie im Fokus

Beim Wirtschaftsdialog „Russland–Deutschland“ erklärte der Vorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp, dass trotz der politischen Spannungen weiterhin wirtschaftliche Kontakte bestünden. Viele Unternehmen hielten ihre Netzwerke aufrecht und warteten auf bessere Rahmenbedingungen für eine Intensivierung der Zusammenarbeit.

Frohnmaier sprach sich für eine Wiederaufnahme der Wirtschaftsbeziehungen aus und forderte, auch die Zukunft der Nordstream-Pipelines wieder ergebnisoffen zu diskutieren. Er kündigte überdies einen Nordstream-Untersuchungsausschuss an.

Bystron wirbt für Zusammenarbeit

Der AfD-Europaabgeordnete Petr Bystron aus München sprach auf einem Panel zur Kulturdiplomatie. Er verwies auf die in der bayerischen Landeshauptstadt ansässigen Konzerne BMW und Siemens und sprach sich für die Rückkehr deutscher Unternehmen auf den russischen Markt aus.

„Ich möchte schon sehr gerne, dass diese deutschen Unternehmen wieder im vollen Umfang hier in Russland tätig sein können“, sagte Bystron. Zudem wünsche er sich, „wieder mehr BMWs auf den Straßen Moskaus und St. Petersburgs zu sehen als Geelys und Havals“.

Darüber hinaus betonte er die gemeinsame europäische und russische Kulturgeschichte als Grundlage für eine bessere Zusammenarbeit. Die russische Berichterstattung stellte die AfD-Delegation überwiegend als Gesprächspartner für eine mögliche spätere Normalisierung der Beziehungen zwischen Deutschland und Russland dar.

AfD-Russland-Reise markiert Merz‘ außenpolitisches Versagen

Aus Sicht des Kreml gilt die AfD zunehmend als der zentrale zukünftige Gesprächspartner in Berlin, da ihr von russischer Seite als einziger Kraft im deutschen Parteienspektrum echte außenpolitische Kompetenz zugeschrieben wird. Während sich das amtierende Kabinett unter Bundeskanzler Friedrich Merz international isoliert, auf globaler Bühne durch diplomatisches Fehlverhalten reihenweise blamiert hat und sogar den beispiellosen Ausschluss Deutschlands aus zentralen UN-Gremien hinnehmen musste, positioniert sich die AfD als Alternative.

Sie beansprucht für sich, durch einen pragmatischen Kurs als einzige Partei stabile und konstruktive Beziehungen sowohl zu den Vereinigten Staaten, zur Russischen Föderation als auch zu China aufrechterhalten zu können.

Beitrag teilen:
ÄHNLICHE ARTIKEL

4 Kommentare

  1. Die AFD ist einfach vertrauenswürdig und hat bewiesen wie widerstandsfähig sie ist!!

    Das ganze andere Kasperle Theater nimmt doch keiner mehr ernst.

  2. ZITAT:
    „Aus Sicht des Kreml gilt die AfD zunehmend als der zentrale zukünftige Gesprächspartner in Berlin…“
    ZITAT ENDE.
    Es ist richtig, dass sich die AfD im Dialog mit Rußland angagiert. Aber leider werden dadurch die Provokationen gegeb Rußland seitens des Kartells nicht gestoppt.
    Ich möchte keinesfalls den AfD-Optimismus stören, aber „die Kartell-Blase“ platzt noch lange nicht!
    30 Prozent für die AfD: Prima! Aber für den, der rechnen kann: 70 Prozent für das Kartell.
    >> Das Kartell besitzt die Medien-Hoheit und dressiert die Masse. Der Propaganda-Zirkus ist die vierte Gewalt und bestimmt weitgehend das Denken der Masse – man fördert den Rußland-Hass!

  3. Die drei Politiker – noch nicht einmal die ganze AfD – machen die Arbeit, derer sich die alten Parteien verweigern, indem sie die Diplomatie in Richtung Moskaus aufrechterhalten, wo bei den Kriegstreibern nur noch Haß und Hetze vorhanden ist. Man kann das im Grunde gar nicht hoch genug einschätzen. Allerdings sollte man nicht zu naiv sein. Rußlands Aufmerksamkeit der deutschen Opposition gegenüber ist Ergebnis eigener Interessen. Man wird kaum umhinkommen zu begreifen, daß eine Schwächung der deutschen Katastrophenregierung im Inland in Rußlands Interesse liegt.

    Ein Narr allerdings, der darin etwas Kontraproduktives erkennen wollte. Die aktuelle deutsche Regierung schadet infolge ihrer ständigen Eskalation mit immer weitreichenderen Waffen nicht nur Moskau, indem sie den Krieg immer mehr ausweitet, sie schadet vor allem anderem unserem Volk.

Die Kommentare zu den Beiträgen geben nicht die Meinung des PI-Teams wieder. Wir behalten uns vor, sie zu kürzen oder zu löschen. Das betrifft auch Kommentare, die zu sehr vom Thema der Beiträge abweichen (OT). Kommentatoren, die gegen unsere Policy verstoßen werden gesperrt oder unter Moderation gestellt. Wir bitten unsere Leser, entsprechende Kommentare dem PI-Team zu melden. Kommentare, die mehr als zwei Links enthalten, gehen automatisch in die Moderation. Unterstützen Sie die Arbeit von PI.